Kapitel 42

… und für Marc

Am späten Nachmittag gegen halb sechs ging ich mit meiner Tasche los, draußen war es ungemütlich düster. Bis zum Garten musste ich etwa eine halbe Stunde fahren. Ich stieg allerdings bewusst eine Busstation vorher aus, um wie gewünscht in einem kleinen Supermarkt, der in der Nähe der Gartenkolonie war, die Getränke einzukaufen. Der Laden war echt klein, aber hatte so weit alles, was man brauchte.

Als ich ein Sechserpack an Limonade gekauft hatte, ging ich die letzten Meter bis zu ihrem Garten zu Fuß. Auch wenn meine Tasche nicht sonderlich schwer war, war das Tragen beider Dinge wirklich schon unangenehm, sodass ich zwischendrin zwei Mal kurz absetzte. Beim Abbiegen in die Kolonie ging mir ein komisches Gefühl durch den Magen, da der Weg schwach beleuchtet war und ich ganz allein mit voll bepackten Händen lief. Mein Unwohlsein wurde dadurch nur größer. Umso erleichterter war ich, als ich endlich den Garten Janines erreichte und an die Tür des Häuschens klopfte, aus dem ein recht schwaches Licht kam. Als sich nichts rührte, sagte ich laut: „Ich bin es!“ Plötzlich sah ich einen Schatten, der der Tür immer näherkam und sie entgegnete mir recht laut: „Ich bin gleich fertig!“ Ich hatte schon bereits zu Hause vermutet, dass Janine sich irgendwas Besonderes überlegt hatte.

Es war kühl, als ich vor der Tür stand und wartete. Plötzlich ging das Licht aus und Janine öffnete die Tür. Sie kam mir entgegen – in der Dunkelheit, die herrschte, sah ich sie so gut wie gar nicht – und küsste mich zuerst. Sie sagte: „Tritt ein, aber schalte das Licht noch nicht an.“ Scherzhaft sagte ich: „Ich weiß nicht mehr, wo der Schalter ist…“ Sie lachte, küsste mich erneut und schubste mich nach und nach in die Wohnung, da ihr ziemlich schnell kalt wurde, wie ich an ihren Geräuschen bemerkte.

„Die Küche findest du ohne Licht, oder?“, fragte sie mich, während ich das Getränke-Paket in die Küche schleppte. Als ich die Getränke abstellte, griff sie mir in die Hüfte, zog mich sanft aus der Küche heraus und sagte: „Ich nehme dich jetzt an die Hand… Die Augen brauchst du nicht zu schließen, du sieht ja fast nichts.“ Ich grinste und folgte ihr. Sie ging rund drei Meter mit mir, blieb stehen und sagte: „Weißt du, das Wochenende, an dem du mich total verwöhnt hast… Ich fand das richtig schön. Immer bist du für alle da, hilfst allen und ich dachte mir, dass du es jetzt verdient hast, wenn du so richtig verwöhnt wirst.“ – „Aber… Ich will doch eigentlich gar nichts. Ich bin doch zufrieden, so wie es ist. Du warst doch erst so viel für mich da, weil es mir mit meiner Oma so schlecht ging…“ – „Ich weiß aber, dass du dir wünschst, dass wir noch mehr Zeit als sonst verbringen, was wir ja sonst nicht so leicht hinbekommen können.“ – „Ja, du hast Recht… Ich liebe es einfach, wenn ich mit dir so viel Zeit verbringen kann und wir dabei zusammenleben.“ – „Genau das meine ich. Ich weiß, wie sehr du dir das wünschst und diesen Wunsch erfülle ich dir hoffentlich mit dieser einen Woche.“ – „Total! Das wird so unheimlich toll!“

Ich fragte sie, ehe sie noch was ergänzen konnte: „Woher… weißt du, dass ich mir das wünsche?“ – „Ich habe mir hierfür jemanden gesucht, der mir damit aushelfen konnte.“ – „Tim! Weil Petra das eigentlich nicht wissen konnte…“ – „Ja, er war es, der mir geholfen hat. Ich weiß nicht, wie er das rausbekommen hat, aber er sagte mir, dass du dir das vom Herzen wünschst.“ – „Aber ich… bin total erstaunt.“ – „Er meinte auch, dass es noch etwas gibt, was du liebst.“ – „Wie? Das weiß ich jetzt aber nicht mehr.“ – „Na ja, er meinte, dass du es lieben würdest, wenn es romantisch ist. Ich habe das auch selbst bemerkt, wie romantisch du im Innern bist… Das liebe ich total an dir.“ Mir blieb die Sprache weg, weil ich nun überhaupt nicht damit rechnete, dass Janine etwas geplant hatte und noch mehr ärgerte es mich, dass ich nicht bemerkte, dass Tim mich beim letzten Treffen zwischen mir und ihm ausfragte. Er machte das aber auch geschickt, weil er mich nicht viel anders als sonst fragte, wie es mir ging und ob ich mit allem zufrieden war. Dadurch bemerkte ich die besondere Frage, ob mir etwas fehlen würde, nicht, weil sie ähnlich zu den sonstigen Fragen war. Janine sagte, als ich ihr nichts entgegnete: „Ich hoffe, dass die nächsten Tage so schön werden, dass wir uns in ein paar Jahren gerne daran erinnern werden. Das hier habe ich für dich vorbereitet. Darum konnte ich auch keine Getränke kaufen gehen, weil ich keine Zeit mehr dafür hatte. Ich liebe dich über alles, Bärchie.“ Sie schaltete das Licht an.

Im Zimmer waren Kerzen verteilt, die noch nicht angezündet waren. Auf dem Boden fand ich Rosenblätter und in der Mitte des Wohnzimmers den kleinen Gartentisch, auf dem ein Essen für uns stand. Unser Bett war ebenfalls schon bezogen, sodass eine insgesamt total romantische Atmosphäre entstand. Janine zündete direkt die Kerzen an, während ich noch verdutzt am Eingang zum Wohnzimmer stand und mir verdattert den Raum anschaute, den Janine so liebevoll hergerichtet hatte. Als die Kerzen brannten, kam Janine wieder zu mir, schaltete das normale Licht aus und griff meine Hand, mit der sie mich zum Tisch führte. Bevor wir mit dem Essen begannen, geschweige uns denn hinsetzten, küssten wir uns ganz sanft und liebevoll. Es war ein sehr, sehr schöner Kuss, da dieser kein bisschen wild war und mich total an die Zeit erinnerte, in der wir uns noch sehr vorsichtig näherkamen. Es war einfach total schön und ich konnte kaum fassen, was um mich herum in diesen Momenten geschah.

Während des Kusses bemerkte ich, wie sie mit ihrer Hand unter meinen Pullover ging. Sie tätschelte eigentlich nur ein bisschen, ließ es aber, weil wir mit dem Küssen aufhörten und sie mir per Blick signalisierte, dass sie sich gern an den Tisch zum Essen setzen möchte. Wir begannen mit dem Essen und Janine übertraf sich selbst um Welten. Ich wusste, dass sie mittlerweile richtig gut kochen konnte, aber das Essen war vom Schwierigkeitsgrad her sehr anspruchsvoll und geschmacklich einfach fantastisch. „Süße, das Essen ist einfach beeindruckend gut. Es schmeckt einfach echt toll.“ – „Ha! Wusste ich es doch, dass dir das schmecken wird! Ich habe lange überlegt, was dir wohl besonders gut schmecken würde.“ – „Danke, dass du dir solche Mühe für mich gemacht hast, das wäre doch überhaupt nicht nötig gewesen.“ – „Doch, das war total nötig. Du hast dir so viel Mühe mit deinem tollen Wochenende gegeben, da wollte ich, dass du dich einfach entspannt zurücklehnen kannst. Ich liebe es einfach, wenn ich dich strahlen sehe. Das ist echt selten, dass du so strahlst.“ Sie sagte das mit voller Ernsthaftigkeit und ich wusste, dass sie leider total Recht hatte. Erst durch Janine erlernte ich seit dem Tod meiner Eltern und nun auch meiner Oma so langsam wieder die Fähigkeit, sich auch so richtig über Dinge freuen zu können. Ich war auch deswegen so bescheiden, weil ich einfach überhaupt schon so glücklich war, dass Janine mit mir zusammen sein wollte. Direkt nach dem Tod meiner Eltern glaubte ich nicht mehr daran, überhaupt wirklich wieder glücklich sein zu können.

Erst im Kerzenschein schaute ich Janine genauer an, da ich von allem so überrascht war. Janine hatte ihre mittlerweile wieder längeren Haare über ihre Schulter nach vorne hängen lassen. Kurz vor den Haarspitzen trug sie ein Haargummi, was auf mich wieder etwas total Anziehendes hatte. Sie trug leicht grünen Lidschatten, was mich an Janine mitunter am meisten erregte. Ansonsten waren Janines Augen relativ wenig geschminkt. Zudem hatte sie rosafarbenes Lipgloss aufgetragen, was letztendlich das Gesamtbild vervollständigte. Kleidungsmäßig hatte sie neben einem langen Rock ein sehr kurzes Top an, welches ich einerseits noch nie bei ihr gesehen hatte und mir andererseits einen tiefen Einblick gewährte, der mich definitiv so richtig anmachte.

Nach dem Essen schauten wir uns einige Momente in die Augen und Janine fragte: „Wie hat dir das Essen geschmeckt?“ – „Es war klasse, richtig lecker.“ Sie stand auf, ging um den Tisch herum und stellte sich genau hinter mich.

Als ich mich umdrehen oder direkt aufstehen wollte, tätschelte meine Süße meinen Rücken ein wenig und ging zum Nacken über, wo sie mich ganz kurz und ganz leicht massierte. Sie ließ nach einer halben Minute etwa von der Idee ab, was ich schade fand: „Das war echt schön.“ Sie setzte sich auf die große Couch, signalisierte mir per Fingerzeig, dass ich zu ihr kommen sollte und sagte: „Wenn du mehr willst, musst du herkommen.“ Sie lächelte mich breit an und ich verfiel ihr immer mehr. Auf der Couch angekommen, drehte sie mich, damit ich mit dem Rücken zu ihr saß. Sie griff mir etwas stärker in den Nacken und fing an, mich, während ich im Schneidersitz saß, zu massieren. Ich entspannte total, selbst wenn Janine zwischendurch leise meinte: „Du bist total verspannt… Dabei, was hast du denn heute gemacht?“ Darauf entgegnete ich ihr: „Na ja, ich habe doch nur meine Tasche zusammengepackt und vorhin die Getränke besorgt. Vielleicht kommt es daher. Die gesamten Sachen waren schon recht schwer, ich musste zwischendurch die Sachen kurz absetzen.“ – „Ich hoffe, dass deine Verspannung jetzt gelöst wird.“ Sie drückte stärker hinein und ich spürte wieder, dass sie die geborenen Finger fürs Massieren hatte. Es war so schön, dass ich richtig dahinsank. Ohne, dass ich damit rechnete, küsste meine Süße ganz sanft die Stellen, an denen sie zuvor noch massiert hatte. Das Gefühl, was durch meinen Körper ging, war schwer in Worte zu fassen. Einerseits löste Janine eine totale Entspannung aus, andererseits verursachte sie ein Kribbeln, das ich über den gesamten Körper hinweg spürte.

Ich gab mich ihr total hin. Die Küsse vom Nacken wanderten ganz langsam zu meinem Oberkörper, nachdem sie mich von meinem T-Shirt entledigt hatte. An dieser Stelle schaltete ich mein Gehirn aus und es trat die Phase ein, bei der ich mich nicht mehr unter Kontrolle hatte. Was ich tat, wusste ich – aber wirklich kontrollierbar war es nicht. Ich war wohl zum ersten Mal genauso locker wie Janine und ich spürte, dass das Janine mehr als jemals zuvor anmachte. Als wir nicht mehr weit davon entfernt waren, miteinander zu schlafen und bereits unbekleidet auf der Schlafcouch lagen, bremste Janine uns kurz. Ich brauchte einen Moment, um die Unterbrechung richtig wahrzunehmen und fragte sie: „Alles ok?“ – „Wollen wir erstmal dabeibleiben, wie wir miteinander schlafen?“ Ich wich ihrem Blick nicht aus und genoss es in diesem Moment umso mehr, dass ich sie so genau anschaute. Sie sah ziemlich verwuschelt aus, ihre Schminke war leicht verschmiert. Man sah ihr definitiv an, dass sie gerade wilde Dinge tat. Ich versank etwas zu lang in ihrem Blick, sodass Janine schon fast ungeduldig fragte: „Marc?“ – „Sorry. Du machst mich einfach extrem an, wenn du mich so anschaust.“ Ihr leidenschaftlicher Blick wich kurz einem leicht grinsenden und sie sagte: „Also?“ – „Wenn dir das auch so gefällt, würde ich schon dabeibleiben. Ich… würde mich gerne einfach etwas gewöhnen… und üben wollen.“ Ich grinste etwas peinlich berührt und sie schmunzelte leicht. Sie kam meinem Ohr extrem nahe und flüsterte extrem leise: „Find ich gut, dass wir das üben.“ Sie legte mit diesem geflüsterten Satz einen Schalter in mir um, der mich irgendwie nur noch mehr anstachelte. Janine legte sich auf den Rücken und kurze Zeit danach schlief ich mit ihr. Ich versuchte, mich wirklich lange von dem Orgasmus fernzuhalten, war aber so erregt, dass ich das vielleicht nur einen Hauch länger als beim letzten Mal hinbekam. Ich spürte aber immerhin, dass Janine den Sex wohl so sehr wie wohl noch nie genoss. Obwohl sie eigentlich darauf achten wollte, kratzte sie mich wieder am Rücken und auch dieses Mal wusste ich schon, ohne, dass Janine es anschauen musste, dass ihre Kratzer etwas tiefer waren. Ich nahm es wieder, ohne etwas zu sagen, hin, weil mir unser Sex einfach wesentlich wichtiger war, aber ich wusste, dass wir das auf Dauer ändern mussten. Eigentlich genoss ich es sehr, wenn Janine ihre Arme um mich legte und sich festhielt, es spornte mich nur noch mehr an. Aber wenn sie ihren Kopf endgültig ausschaltete, hielt sie sich manchmal zu sehr an mir fest.

Das Kondom war von außen deutlich feuchter als bei den letzten Malen, was für mich auch ein Zeichen dafür war, dass Janine den Sex intensiv genoss. In jedem Fall waren ihre Reaktionen nach unserem Sex eindeutig: Sie war wieder richtig lange geistig abwesend, was mich irgendwie glücklich machte, weil ich die Vermutung hatte, dass ihr das wirklich gut gefallen hatte. Sie zitterte in recht kurzen Abständen immer wieder und reagierte sogar einfach gar nicht, als ich sie ansprach und fragte, ob alles ok war. Erst nach ein paar Minuten griff sie ohne große Vorwarnung nach eine unserer Schlafdecken, weil sie eine richtige Fröstelattacke bekam. Ich legte mich zusätzlich nah an sie heran und bemerkte, dass sie wirklich richtig kalt war. Das machte mir sogar temporär richtig Sorgen, während Janine erst nach einer halben Ewigkeit geistig mittlerweile wieder klarer wurde, was ich in ihren Augen ablesen konnte. „Hey, geht es dir wieder besser?“ – „Ja, mein Kreislauf ist irgendwie so richtig extrem runtergefahren…“ – „Hast du das sonst auch immer wieder?“ – „So extrem kenne ich das eigentlich nicht, also zumindest nicht, dass es so schnell passiert. Wenn ich bei dir gefroren habe, hat sich das meist über ein paar Stunden über angekündigt, aber heute… war das heftig.“ – „Wie war das bei den letzten Malen?“ – „Was meinst du?“ – „Na ja, als wir… Du weißt schon.“ – „Jetzt sprichst du ja das Wort Sex wieder nicht aus!“ Sie brachte mich wieder zum Lachen. Auf eine gewisse Art und Weise hatte sie schon Recht: Ich verwendete das Wort Sex irgendwie nicht so gerne, auch, wenn wir unter vier Augen waren. Das hatte mit ihr aber rein gar nichts zu tun, ich war halt weiterhin prüde, mal mehr, mal weniger.

„Sprich mir nach: Ich hatte mit der tollsten Freundin Sex und habe mich dabei super gefühlt.“ Ich musste lachen, weil sie mich in dieses Spiel hineinzog, und ich antwortete mit einem gespielten Entsetzen in meiner Stimme: „Was, habe ich etwa mehrere Freundinnen?“ Sie bohrte ihren Kopf in meine Brust, um ihre Empörung auszudrücken und meinte schmunzelnd: „Du weißt genau, was ich meine! Du hast nur eine tolle Freundin und das bin ich!“ – „Das stimmt, weitere wirkliche Freundinnen habe ich ja abgesehen davon nicht.“ – „Also, sprich mir nach: Ich hatte mit meiner perfekten Freundin tollen Sex und habe mich dabei super gefühlt.“ Sie steckte mich mit ihrem Lachen an und ich entgegnete ihr, so passend ich konnte: „Ich hatte mit meiner total tollen Freundin richtig schönen…“ Ich ließ eine künstliche Sprechpause. „… Geschlechtsver-“ Janine rammte mir ihren Zeigefinger in die Seite und ich ergänzte. „Wir hatten richtig schönen Bei-“ Aus dem Zeigerfinger wurde die ganze Hand, die sie mir in die Seite rammte, um mich zu kitzeln. „Wolltest du etwa diesen fürchterlichen Begriff für Sex verwenden?“ – „Ok, ok, du hast gewonnen. Ich habe mit meiner einzigen, wundervollsten Freundin echt schön geschlafen.“ – „Ah, jetzt hast du mich ja schon wieder ausgetrickst!“ Sie kitzelte mich daraufhin sehr, ich drehte aber den Spieß schnell um und saß auf ihr, während ich ihre Arme sanft nach hinten drückte, sodass sie mich nicht weiter kitzeln konnte. „Du bist doof!“, sagte sie in einer Mischung aus belustigt und ernst, sodass ich ihr in einem ruhigen Ton sagte: „Ich fand unseren Sex wirklich richtig toll, ehrlich.“ Sie gab ihren Widerstand daraufhin direkt auf und lächelte. Ich ergänzte: „Dass ich dich einfach klasse finde, wie du bist, weißt du, und ja, du bist für mich perfekt, Süße.“ – „Wow, danke.“ Sie zog mich auf sich rauf und küsste mich einige Momente intensiv. „Ich wollte dich doch nur damit veralbern und halt gerne gesagt bekommen, dass ich perfekt bin, auch wenn das gar nicht ernst gemeint war.“ – „Weiß ich doch. Ich weiß ja, worum es dir ging. Hat dir denn unser… Sex auch gefallen?“ – „Du machst das richtig toll, Bärchie. Heute war es am tollsten bisher.“ – „Das stimmt, den Eindruck hatte ich auch.“ – „Ich liebe dich.“ – „Ich dich auch.“ Ich legte mich neben sie und küsste sie einige Zeit. Kurz danach bemerkte ich, dass Janine eingeschlafen war. Ich fand es so angenehm, keinen Wecker stellen zu müssen, sodass ich einfach mit ihr morgen aufstehen konnte, wie es uns passte. Daher machte ich mich locker und versuchte, nah an Janine gekuschelt ebenfalls einzuschlafen, aber ich war von unserem wohl besten und intensivsten Sex noch so aufgekratzt, dass an Schlafen nicht zu denken war.

Ich stand ganz leise und vorsichtig auf. Janine zuckte kurz zusammen, als ich gerade vor dem Bett stand, schlief aber direkt weiter. Leise zog ich mir einen meiner mitgenommenen Pullover an und ging mit Schlafhose aus dem Haus. Direkt neben der Haustür stand eine kleine neue Bank, die Melanie offenbar in den letzten Tagen gekauft haben musste.

Es war zwar recht kühl, aber ich genoss diese Kälte sehr, weil ich mir mittlerweile sicher war, dass mir die Kälte dabei half, besser schlafen zu können. Während ich saß, schaute ich gen Himmel und versuchte, eines der Sternbilder zu entdecken, die Janine mir bei unserem Zusammenkommen gezeigt hatte. Ich musste mir nach ein paar Minuten grinsend eingestehen, dass ich einfach keine Ahnung mehr von den Sternenbildern hatte. Als Janine mir die Sternenbilder erklärte, war ich einzig und allein auf unsere gemeinsame Romantik konzentriert, sodass einfach kaum was von unserem Thema im Kopf blieb.

Danach ließ ich meine Gedanken weiter kreisen und entfernte mich zur Abwechslung gedanklich von Janine. So dachte ich zunächst an Tim, der mir, obwohl er die Beziehung zwischen Anna und ihm ziemlich geheim hielt und sich gerne darüber ausschwieg, einige Geschichten von den beiden erzählte, sodass ich manchmal leicht neidisch war, wie weit die beiden bereits waren. Mein Neid war mittlerweile vollständig aufgelöst, da Janine und ich mittlerweile so vertraut miteinander waren. Aber Tim half mir, was meine Süße anbelangte, sehr viel und mir wurde bewusst, dass ich ihm nie so richtig dafür gedankt hatte. Klar bedankte ich mich jedes Mal, wenn er mir half, aber ich entschloss mich dazu, mir nach dieser Gartenwoche etwas für ihn einfallen zu lassen, weil ich einfach nicht vergessen wollte, wie sehr auch er sich ins Zeug gelegt hatte, um uns endlich zusammen zu bekommen, wofür ich total dankbar war.

Meine Gedanken gingen zu Felix, der mir von den Schwierigkeiten zwischen seiner Freundin und ihm erzählt hatte. Ich fragte mich, wie seine Freundin charakterlich war. So, wie Felix sie beschrieb, war sie ein Abklatsch von meiner Wenigkeit – zu der Zeit, in der ich mit intimerer Nähe noch so meine Probleme hatte. Da es mich wirklich interessierte, wie es ihm ging und ich echt gernhatte, nahm ich mir vor, mit ihm möglichst kurz nach der Gartenwoche wieder Zeit zu verbringen oder mindestens mit ihm ein paar Nachrichten auszutauschen.

Nach den beiden blieb ich mit meinen Gedanken an die unschönen Konflikte in der Schule hängen. Ich dachte über die Tafelschmierereien von Alexander nach, aber auch, wie sehr ich mich mit manchen Jungs angelegt hatte, um Janine in Schutz zu nehmen, weil sie mir so leidtat und ich sie nach unserem allerersten richtigen Treffen mit dem Vortrag und danach auf dem Jahrmarkt wirklich mochte. Ich wusste, ganz unabhängig von Janine, dass ich so auch wieder reagieren würde, wenn ich mich mit irgendwem gut verstand, weil ich solch ein Verhalten in Bezug auf eine mir nahestehende Person nicht mehr tolerieren würde. Dass ich dabei sogar in mehr als eine Prügelei verwickelt war, empfand ich als deutlich unangenehm, unabhängig von der potenziellen Gefahr, in der ich da schweben konnte. Diese Szenen waren glücklicherweise harmlos, aber ich hatte selbst bis zu diesem Moment im Garten nicht vergessen, wie sehr Janine mir wegen Angst um meine Gesundheit mit Tränen in den Augen gegen die Brust trommelte, nachdem ich mich mit Alexander geprügelt hatte, um sie körperlich vor ihm zu verteidigen. Ihre Reaktion schüttelte mich durch, selbst, als ich in Janines Garten saß.

Plötzlich sagte Janine in einer milden, liebevollen Stimme: „Aber… Was machst du denn hier draußen?“ – „Ich habe wieder die Nacht genutzt, um nachzudenken.“, entgegnete ich ihr, worauf sie fragte: „Konntest du wieder nicht schlafen?“ – „Nein, es ging nicht. Magst du dich zu mir setzen?“ – „Ja, aber nur, wenn du mit unter meine Decke kommst.“ Sie hatte eine dünne, aber große Tagesdecke mit nach draußen gebracht und wir kuschelten uns eng darunter. „Warum konntest du heute denn nicht schlafen?“ – „Ich glaube, ich war heute so wild wie noch in meinem Leben.“ – „Trau dich mehr… Du wirst einfach immer toller.“ – „Danke.“ Ich gab ihr einen Kuss auf die Wange und genoss es einfach, sie so nah bei mir zu haben. „Aber konntest du nicht schlafen, weil wir… miteinander geschlafen haben?“ – „Ja, aber nicht, weil ich so sehr darüber nachdenken musste. Ich war einfach viel zu aufgekratzt und noch viel zu wach. Ich bin dadurch einfach so richtig wach gewesen und…“ Ich ließ eine längere Pause. „… wenn ich weiter darüber nachdenke, machst du mich einfach schon wieder total an.“ – „Dabei mache ich doch gerade gar nichts! Ich sehe gerade wahrscheinlich völlig zerknautscht und total müde aus.“ Ich schaute sie, so gut es aus meiner Position ging, an und sie hatte absolut Recht mit ihrer Einschätzung. „Ich liebe es einfach, dass du gerade genauso aussiehst. Dass du mir das Vertrauen gibst, dass ich dich genau so sehen darf, das finde ich einfach toll.“ Es folgte ein längerer Kuss zwischen uns. „Aber heißt das, du willst jetzt abends nicht mehr mit mir schlafen, weil du nicht schlafen kannst?“, fragte sie mich plötzlich. Ich fand ihren Gedanken völlig abwegig und antwortete ihr: „Nein, Quatsch. Ich glaube auch nicht, dass das jetzt jedes Mal passiert. Vermutlich waren es einfach heute so viele tolle Eindrücke, dass ich eben danach noch so wach war. Mein Körper war einfach immer noch hochgefahren, mein Herz raste, selbst, als du schon geschlafen hattest, immer noch. Sonst bin ich doch auch schon sehr schnell danach eingeschlafen… genauso wie du heute.“ Wir schmunzelten. „Du kannst mich doch ruhig aufwecken, wenn du nicht schlafen kannst. Ich verbringe auch, wenn ich ganz müde bin, Zeit mit dir.“ – „Das will ich doch aber auch nicht, das weißt du doch. Ich bin froh, wenn du wenigstens vernünftig schlafen kannst. So kannst du mich morgens wenigstens mit richtig guter Laune davon abhalten, dass ich grummelig bin, falls ich zu wenig Schlaf hatte.“ – „Du bist doch morgens so gut wie nie grummelig! Ich habe dich doch schon ein paar Mal angefahren morgens…“ – „Ja, stimmt schon, aber du bist morgens echt selten stinkig. Eigentlich nur, wenn alles schiefläuft und wir vielleicht noch Zeitdruck haben, weil wir zur Schule müssen.“ – „Das stimmt, das regt mich wirklich manchmal morgens auf. Ich will das aber möglichst nicht an dir rauslassen und sage morgens lieber gar nichts.“ – „Bist du jedes Mal wütend, wenn du morgens nichts sagst? Weil… Dann wärst du das echt oft.“ Sie sagte ein paar Sekunden nichts und ich musste schmunzeln. Sie schloss sich dem Schmunzeln an und meinte: „Nein, ich bin einfach auch morgens nicht so gesprächig. Erst nach einer Dusche oder was zu essen ist es meist viel besser.“ – „Aber wie kommt es, dass du gerade jetzt nicht grummelig bist? Ich lag wieder nicht neben dir und du bist gerade erst aufgestanden.“ – „Wir müssen ja nicht zur Schule und selbst wenn wir jetzt noch die halbe Nacht wach sind, können wir einfach ausschlafen und so leben, wie wir wollen. Dadurch fühle ich mich einfach auch viel wohler.“ – „Oh ja, wohl fühle ich mich gerade auch sehr. Das… fühlt sich wie im Traum an.“ – „Mein Geschenk funktioniert genauso, wie ich es gehofft habe.“ – „Musstest du deine Mutter dafür sehr überreden?“ – „Nein, sie hat es mir sogar selbst vorgeschlagen. Sie konnte sich denken, dass wir das sicher toll finden würden.“ – „Oh ja, diese Idee ist echt ein Volltreffer…“

Ich fragte sie: „Eigentlich komisch, dass wir so viele Jahre gebraucht haben, bis wir uns richtig toll finden, oder?“ – „Wie meinst du das?“ – „Wir waren auf der gleichen Grundschule…“ Sie unterbrach mich: „Und du hast das nicht mitbekommen!“ – „Ja, stimmt. Aber ich habe aus meiner Grundschulzeit fast nichts mehr in Erinnerung. Irgendwie ist alles weg.“ – „Wirklich? Ich kann mich noch an viel erinnern! Ich weiß sogar noch, dass wir miteinander gesprochen haben!“ – „Was? Wann?“ – „Da waren wir in der sechsten Klasse. Es war eine Regenpause, das weiß ich noch, da bist du immer zu den Erstklässlern gegangen.“ – „Oh, daran erinnere ich mich sogar doch noch.“ – „Aber an unser Gespräch nicht?“ Sie schaute entsetzt, aber ich war mir sicher, dass sie das auf ihre typische Art und Weise spielte. „Ich weiß nicht?“ – „Ich durfte auch immer auf die Erstklässler in den Regenpausen aufpassen und wir waren ein paar Mal in den Regenpausen in der gleichen ersten Klasse. Ich weiß noch, dass ich dich gefragt habe, in welcher sechsten Klasse du warst.“ Plötzlich ratterten in mir verschiedene Erinnerungen hoch, die natürlich allein durch die Freundschaft und nun Beziehung mit Janine überlagert waren. „Ich glaube, ich kann mich sogar noch daran erinnern.“ – „Wirklich?“ – „Ja, ich weiß, dass ich in solch einem Gespräch war. Ich weiß noch, dass ich meiner Mutter später davon erzählt habe, dass mich ein Mädchen angesprochen hat.“ – „Wie hat deine Mutter darauf reagiert?“ – „Sie hat gelacht und mich nicht so richtig ernst genommen, aber sie hat mir gesagt, dass ich doch auch weiter mit dir reden könnte, wenn es mir Spaß macht.“ Sie zog neben mir eine Schnute, wie ich aus dem Augenwinkel sehen konnte. „Du bist aber leider nie wieder danach zu mir gekommen. Ich fand das schade, weil ich auch in der Grundschule so oft geärgert worden bin und fast keinen zum Reden hatte.“ – „War das in der Grundschule auch schon so schlimm mit dem Ärgern?“ – „Nicht so schlimm wie in den letzten Jahren, aber irgendwie haben trotzdem die meisten nicht mit mir gesprochen.“ – „Weil du so gut warst?“ – „Na ja, ich habe halt überall Einsen geschrieben und habe es dem einen oder anderen auch unter die Nase gerieben…“ – „Hast du damit also angegeben?“ Ich schmunzelte. „Ja, könnte schon sein…“ Sie grinste peinlich berührt und meinte: „Ich war halt noch so klein und da die alle mit mir nicht so richtig gesprochen haben, habe ich es sie halt spüren lassen, wenn ich wieder eine Eins hatte.“ – „Das ist aber auch nicht gerade nett.“ – „Das stimmt, aber an unserer jetzigen Schule habe ich das nie wieder gemacht. Ich habe selbst damals bemerkt, dass das doof war. Trotzdem mochten mich wieder viele nicht.“ – „Ja, weil das Arschlöcher sind.“ – „Nicht wütend werden, ok?“ – „Keine Sorge, bin ich nicht. Wir sind die ja fast alle losgeworden. Aber ich muss zugeben, über die habe ich vorhin auch noch nachgedacht, bevor du zu mir kamst.“ – „Über die Jungs, die mich verscheißert haben?“ – „Ja, genau. Ich habe vorhin einfach über die letzten Jahre wieder nachgedacht.“ – „Das machst du ziemlich oft.“ – „Das stimmt. Ich bin halt einfach so nachdenk-“ Ich kam nicht zum Aussprechen, weil mich Janine intensiv küsste. Unser Kuss wurde immer länger und es entwickelte sich eine leichte Knutscherei daraus, die uns definitiv anmachte. Wir zuckten jedoch plötzlich zusammen, als es irgendwo auf dem Gartengrundstück laut knackte. Wir schauten genau über das Grundstück, sahen aber nichts, zumal das Grundstück eher klein war und mussten anschließend kichern. Ich deutete ihr an, mit ihr ins Haus zu gehen, worauf sie zustimmte und wir uns unter unsere Decke legten.

„Na ja, weißt du, ich bin halt einfach so nachdenk-“ Ohne mit der Wimper zu zucken, küsste mich Janine wieder intensiv. „Dabei wollte-“ Es folgte ein weiterer langer, immer intensiver werdender Kuss, der mich wirklich anmachte. „Ich-“ Sie küsste mich erneut und brachte mich damit schon zum Lachen, weil sie mich jedes Mal absichtlich unterbrach. „Wie oft muss ich dich noch küssen, damit du nicht mehr so nachdenklich bist?“, fragte Janine. Ich schwieg daraufhin aus nicht ernst gemeintem Protest und brummte mit tiefer Stimme nur mit einem Schmunzeln. „Sagst du jetzt gar nichts mehr?“ Ich brummte erneut als Zustimmung und bekam einen weiteren langen Kuss von Janine. Spätestens bei diesem Kuss spürte ich, dass mein Penis wieder ziemlich steif wurde. Da wir so nah aneinander gekuschelt waren, spürte Janine das natürlich auch. Ich spürte Janines Hand auf meinem Rücken, die sie langsam verschob und leicht zwischen uns brachte, weil sie mit der Hand meinem Penis immer näherkommen wollte. Ich flüsterte leise: „Was machst du da?“ – „Nach was sieht es denn für dich aus?“, entgegnete sie mit einem Schmunzeln. „Ich weiß noch nicht, ob du mich einfach wieder ärgern willst und die Hand zurückziehst, wenn es gerade wieder toll wird oder ob du womöglich noch was ganz anderes willst.“ – „Tja, wenn du meine Hand dort nicht haben willst, wirst du es wohl niemals herausfinden…“ – „Ich wehre mich wohl lieber nicht weiter“, flüsterte ich leise und gab Janine einen Kuss, während sie in diesem Moment meinen Penis direkt in ihre Hand nahm, auch wenn die Boxershorts noch im Weg war. Ich zuckte zusammen und spürte, wie sehr mich das anmachte. Als sie auch noch anfing, mit mir zu knutschen, war ich wirklich innerhalb kürzester Zeit so richtig erregt und mir fehlte nicht viel zum Orgasmus. Janine reagierte auch deutlich und schien davon ebenfalls erregt zu werden, dass ich meine innere Aufregung nicht verstecken konnte. „Was möchtest du, Süße?“, fragte ich Janine, weil ich mir wirklich nicht sicher war und ich auch durchaus Lust bekam, ein zweites Mal heute mit ihr zu schlafen. „Ich würde so gerne mit dir schlafen, aber ich muss zugeben, es tut mir untenrum ein wenig weh.“ – „War ich vorhin zu grob?“ – „Nein, es ist alles gut. Ich wollte das vorhin genauso wie du, ich glaube einfach, dass es vielleicht ein wenig viel war. Morgen ist das bestimmt wieder weg. Aber gerade geht es nicht.“ Sie knutschte mich daraufhin wieder intensiv und berührte meinen Penis umso mehr.

Trotz anhaltender Erregung schaffte ich es, einmal zu flüstern: „Möchtest du, dass ich trotzdem bei dir…“ Sie unterbrach mich erneut, sagte „Entspann dich“ und machte mit ihrer Erregung einfach weiter, die mich immer aufgewühlter machte. Ich spürte, dass ich immer mehr die Kontrolle über mich verlor. Ein letztes Mal schaffte ich es noch, weil ich mir Gedanken um Flecken machte, zu flüstern: „Willst du… wenigstens Taschentuch… und so?“ Sie ignorierte meine Frage einfach und machte umso wilder mit ihren Berührungen und Küssen weiter, bis sie mich endlich zum Orgasmus brachte. Auch wenn der Sex mit Janine echt toll war und das jedes Mal bisher ein unheimlich aufregendes Gefühl war, konnte ich nicht leugnen, dass auch dieser Orgasmus wirklich intensiv war. Janine hatte ein unheimlich gutes Gefühl dafür, es lange, aber nicht zu lang hinauszuzögern und gleichzeitig mich aber immer weiter bis zum Orgasmus zu bringen, der dadurch umso intensiver war. Einige Momente nach meinem Orgasmus schaltete sich mein Kopf direkt wieder an und ich zuckte leicht, sodass sie schon ziemlich streng meinte: „Bleib liegen. Genieß es einfach.“ Obwohl der Orgasmus gerade erst eingetreten war, erregte sie meinen Penis gnadenlos weiter, auch wenn sie ihre Intensität nach und nach senkte. Ich konnte es nicht vermeiden, wenige Male am Körper leicht und kurz zu zittern und genoss es einfach, auch wenn in meinem Hinterkopf die ganze Zeit der Gedanke war, dass mir diese leichte Sauerei leicht unangenehm war. „Dafür gibt es Waschmaschinen, Süßer“, sagte Janine wesentlich sanfter und wischte sich ihre Hand an meiner Boxershorts ab. Danach zog sie meine Boxershorts leicht nach oben und wischte unter anderem leicht meinen Innenoberschenkel ab. „Wie war das?“, fragte Janine mit einem Grinsen, was ich bei dem kleinen Licht, was in das Häuschen fiel, gerade noch so sehen konnte. „Einfach… klasse.“ – „Das hat super geklappt.“ Wir schmunzelten. „Wenn ich sage, entspann dich, darfst du dich einfach fallen lassen. Mach dir keinen Kopf. Du könntest das noch viel mehr genießen. Selbst wenn was an den Bezug ging oder so, erstens trocknet das und zweitens kommt das sowieso spätestens nächste Woche in die Waschmaschine. Von mir… ist doch bestimmt vorhin auch was an das Laken oder so gegangen.“ – „Ist es?“ – „Hundertprozentig. Aber das hast du offenbar gar nicht mitbekommen.“ – „Nein, wirklich nicht.“ – „Siehst du. Also merke dir: Wenn ich dir sage, entspann dich, möchte ich wirklich, dass du deinen Kopf ausschaltest. Du denkst zu viel nach und machst dir zu viele Sorgen.“ – „Du hast Recht.“ Sie gab mir einen Kuss und sagte leise: „Aber vielleicht wäre es zumindest gut, wenn du dir eine neue Boxershorts anziehst und dich vorher vielleicht noch ein wenig frisch machst…“ – „Glaube ich auch, ja.“ Ich stand auf und spürte, dass mein immer noch stark erregter Penis echt sogar leicht unangenehm war. Janine hörte mein komisches Geräusch, weil es leicht unangenehm war und fragte: „Was ist los?“ – „Ach, nichts.“ – „Sag schon.“ – „… Na gut. Mir ging kurz ein Schauer über den Rücken, weil sich… mein Penis halt richtig komisch anfühlt so kurz danach. Ich bin gerade nur leicht gegen irgendwas gekommen und das ist so ein merkwürdiges Gefühl.“ Sie schmunzelte und ich sagte: „Schön, dass du deinen Spaß hast!“ – „Jetzt sag, dass du keinen Spaß hattest!“ Das Problem war: Ich konnte nicht ohne Lüge behaupten, dass ich keinen Spaß hatte. „Na, fällt dir wohl nichts mehr dazu ein, was? Punkt für mich.“ – „Ja, Punkt für dich, Süße. Das war einfach mega.“ Janine wusch sich ihre Hände, während ich mich im Bad kurz frisch machte und eine neue Boxershorts anzog. Wir legten uns wieder in unser Bett und dieses Mal schlief ich wirklich sehr schnell ein, vermutlich sogar vor Janine.

Am frühen Vormittag wurde ich geweckt. Es war auf eine eher unschöne Art und Weise, weil Janine – vermutlich durch einen Alptraum – hin und her zappelte und mir letztlich gegen die Beine trat. Es tat mir nicht weh, aber ich spürte es so deutlich, dass es mich aufweckte. Obwohl ich mehr als ausreichend geschlafen hatte, dröhnte mein Kopf und ich hatte ein wenig Kopfschmerzen. Woher diese genau kamen, wusste ich nicht, ich hoffte nur, dass es nicht an der etwas unbequemen Couch lag. Mein Rücken schmerzte nämlich zusätzlich.

Auf dem Rücken liegend zwang ich mich, langsam so richtig wach zu werden, da es, wie ich auf einer Wanduhr sah, bereits halb elf war. Während ich an die Decke starrte, hatte ich das Gefühl, dass alles, was ich seit gestern erlebte, nur ein einziger Traum war. Diese vielen Tage, die noch bevorstanden, die Überraschung Janines am gestrigen Abend, und unsere Intimität… Es war alles so… traumhaft gut.

Da Janine keine Anstalten machte, aufzuwachen, stand ich ganz leise auf, ging auf die Toilette und schlich mich aus dem Haus, um ein wenig frische Luft zu genießen. Ich stand im Garten und ließ die Sonne auf mich scheinen. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, welches sich in meinem Körper verbreitete, ein Gemisch aus Freiheit, Geborgenheit und totaler Zufriedenheit. Janine bot mir mit ihrer Einladung in den Garten ihrer Familie alles drei auf einmal – es war ein wunderschönes Geschenk. Während ich im Garten stand und mich ein wenig umherschaute, schlich sich meine Süße von hinten heran und griff mir um den Bauch herum. Sie gab mir einen Kuss an den Hals und fragte: „Bist du schon lange wach?“ Ich küsste sie richtig und entgegnete ihr: „Nein… Ich bin noch nicht so lange wach. Aber mir ging es schon seit langer Zeit nicht mehr so gut wie jetzt gerade.“ – „Wirklich?“ – „Ja, im Ernst. Du hast mir mit deiner Einladung das größte Geschenk gemacht, was man mir machen konnte.“ Ich hob sie hoch, drehte mich mit ihr ein wenig und ließ sie wieder herab. „Du hast Recht. Ich sehe richtig, dass es dir gut geht.“ Wir umarmten und drückten uns und standen einige Minuten so im Garten, bis wir einen Nachbar bemerkten und dieser uns sah, worauf wir uns gegenseitig freundlich zuwinkten.

Wir gingen Hand in Hand in das Haus zurück und Janine fragte mich, ob ich Hunger hätte, was ich allerdings verneinte. Meine Kopfschmerzen waren zwar zu dem Moment weg, aber mein Appetit und mein Hunger waren noch nicht angeregt. Janine sagte auch, dass sie keinen Hunger hatte, worauf sie mich im Anschluss fragte, ob ich was dagegen hätte, wenn sie und ich einfach eine Weile lang nur im Bett entspannen könnten. Ich hatte nichts dagegen – ganz im Gegenteil. Ich war sehr dankbar über diesen Vorschlag, weil ich mir sicher war, dass meine Kopfschmerzen nur kurzzeitig verschwunden waren.

Janine schüttelte unsere Kissen ein wenig auf und stellte diese zusammen hin, damit man halb im Sitzen und im Liegen entspannen konnte. Ich legte mich zuerst hin und sie lag halb auf mir. Es war richtig angenehm, da sie mich ganz vorsichtig an bestimmten Stellen tätschelte. Sie hatte nicht die Absicht, mich zu erregen, aber schön war es trotzdem. Während wir da lagen, massierte ich mit einer Hand ganz sanft ihren Kopf und streichelte ganz langsam durch ihre Haare, was ihr ziemlich gefiel. Irgendwann während unserer Streicheleinheiten konnte ich es nicht ganz vermeiden, dass mein Penis doch steif wurde, weil ich mich an den wahnsinnigen Abend zuvor erinnerte. Es war mir verdammt peinlich in diesem Moment, Janine setzte sich nur ein kleines bisschen anders und fragte: „Kriegt da einer etwa nicht genug von mir?“ – „Ich habe gerade einfach an gestern gedacht, das war einfach unheimlich… toll.“ Janine drehte sich kurz komplett zu mir, küsste mich intensiv und stachelte mich dadurch nur noch mehr an, bis sie sich wieder zum Fernseher drehte, um mit mir die Serie weiter schauen zu können. Nach einer Weile stand sie auf und sagte: „Jetzt habe ich aber wirklich Hunger. Hast du was dagegen, wenn ich uns gleich was Warmes mache?“ – „Nein, klingt gut. Lassen wir das Frühstück heute aus.“ Ich grinste und sie verzog sich in die Küche.

Janine hatte nach rund einer halben Stunde ein für mich ganz neues Gericht gezaubert. Ich lernte durch sie auf jeden Fall eine große Menge neuer Gerichte kennen, die ich in den Variationen definitiv noch nie probiert hatte. Aber sie hatte ein ziemlich gutes Gefühl dafür, was mir gut schmecken würde. Als wir mit dem Essen fertig waren, meinte sie: „Da ich das Essen gemacht habe… und wohl in den nächsten Tagen das Essen auch weiterhin machen muss, weil du das so toll findest…“ Sie lächelte mich dabei an. „Kannst du, damit wir eine ausgleichende Gerechtigkeit haben, den Abwasch täglich machen?“ – „Ja, das ist fair.“ – „Dann brauch ich mich darum wenigstens nicht zu kümmern.“, sagte sie grinsend.

Während ich den Abwasch in die Küche brachte und mich an die Arbeit machte, räumte sie das Wohnzimmer, in dem wir lebten, auf, um eine gewisse Ordnung beibehalten zu können. Als wir fertig waren, setzten wir uns auf die Couch und lehnten uns aneinander. Nach einigen Minuten fragte sie mich: „Hast du dir eigentlich Gedanken gemacht, was wir in den nächsten Tagen noch so machen könnten?“ – „Ähm…“ – „Nein, oder?“ – „Na ja, ein bisschen schon.“ – „Und zwar?“ – „Na ja… Eigentlich könnten wir doch das machen, was wir sonst auch machen. Wenn du möchtest, können wir gerne bummeln gehen oder wir gehen zusammen schwimmen… Vielleicht auch draußen, wenn das Wetter mitspielt, wie heute zum Beispiel.“ – „Ja, das sind gute Ideen.“ – „Aber du klangst so, als wüsstest du ganz genau, was wir noch so machen könnten…“ Sie grinste breit und sagte aber nichts. Ich pikste ihr in die Seite, wo sie wie ich empfindlich war, und sie entgegnete mir: „Ich habe schon so manche… Dinge im Kopf, die man noch ausprobieren könnte, ja…“ Ich schaute sie mit hochgezogenen Augenbrauen an und war mir nicht ganz sicher, was das zu bedeuten haben sollte. Da ich davon ausging, dass sie ihrer Fantasie in Punkte Geschlechtsverkehr mehr oder minder freien Lauf lassen wollte, befürchtete ich, dass sie etwas machen wollte, was mir vielleicht wieder zu weit ging. Ich war froh, dass ich mich den Schritt gewagt hatte, mit ihr zu schlafen, aber das hieß nicht, dass ich schon dazu bereit war, speziellere Dinge mit ihr zu wagen, weil ich mich dabei einfach nicht wohl fühlen würde. Das Gefühl, mit ihr mehrfach geschlafen zu haben, war immer noch gewöhnungsbedürftig, weil ich weiterhin nicht wusste, was ich richtig von Sex an sich halten sollte. Sex entspannte mich sehr und ich spürte, dass ich etwas besser den Kopf ausschalten konnte, aber so ganz leicht fiel mir das alles auch weiterhin noch nicht.

Janine stand auf, wuschelte mir durch meinen Kopf und ging in die Küche, weil sie was zu trinken holte. Als sie wieder kam, schaute ich noch immer verdutzt, während sie wieder lächelte, mich küsste und schließlich sagte: „Lass dich einfach überraschen… und entspann dich.“ Ich nickte etwas verkrampft und schlug vor: „Was hältst du davon, wenn wir an den See gehen, wo ich dich damals zum Picknick eingeladen habe? Wir können doch auch Tim und Anna fragen, vielleicht auch ein paar andere. Je mehr wir sind, desto lustiger wird es doch bestimmt.“ – „Meinst du?“ – „Na ja, wieso denn nicht? Ich fände es cool, wenn wir alle zusammen was unternehmen würden. Wir kommen alle miteinander klar und ich denke, dass sich deine Freundinnen zum Beispiel auch mit Felix verstehen könnten.“ – „Na ja, kann ich nicht sagen. Ich kenne Felix nicht richtig. Aber ich glaube schon, dass sich alle vertragen würden. Felix wirkte auf jeden Fall lieb, als ich ihn das eine Mal sah.“ – „Also, wärst du dafür?“ Sie nickte, daraufhin küssten wir uns kurz und ich sagte: „Ich schick einfach an alle meine Leute eine Nachricht, ob sie nicht um 15 Uhr beim Bahnhof in der Nähe unseres Sees sein wollen. Entweder, die kommen, oder die kommen halt nicht, dann wären wir halt unter uns. Lassen wir uns nachher einfach überraschen.“ – „Und ich schreib Sabrina. Sie will doch bestimmt auch mitkommen.“ – „Und sollte keiner von den ganzen Leuten kommen, verbringen wir einen wunderschönen Ausflug eben ganz allein, ganz für uns.“

Als wir soweit alle Nachrichten verschickt hatten, stieß mir eine Frage auf, die ich Janine schon seit einer ganzen Weile stellen wollte. „Ich habe ja Tim als besten Freund, aber ich habe dich nie nachgefragt, ob du so was wie eine beste Freundin hast, mit der du über alles sprichst.“ Sie guckte erstaunt und meinte: „Na ja, ich sehe Sabrina schon als meine beste Freundin an. Ich kann ihr vertrauen, das weiß ich.“ – „Darf ich fragen, ob sie weiß, was wir so… miteinander machen?“ Sie grinste und meinte: „Falls du meinst, ob sie weiß, dass wir miteinander Sex hatten: Ja, das weiß sie. Aber so ganz private Sachen weiß sie auch nicht von dir und uns.“ – „Ist doch ok.“ – „Dass Tim Bescheid weiß, ist mir ja sowieso klar, so oft, wie ihr miteinander sprecht.“ Ich sagte dann: „Na ja, dadurch, dass er unser beider Freund ist und abgesehen davon mein bester Freund, weiß er automatisch schon eine ganze Menge von dir. Er weiß, dass wir schon miteinander geschlafen haben. Aber so ganz genau im Detail weiß er auch nichts und er wird es auch nie erfahren, weil es ihn natürlich nichts angeht. Daher mach dir da keine Sorgen.“ – „Nein, ich hatte mir ja keine Sorgen gemacht, aber ich wollte das bloß mal wissen, weil du gerade mit dem Thema angefangen hattest. Aber du hättest ihm vermutlich auch gar nichts sagen müssen, er hat es spätestens an unseren Blicken gesehen, die wir uns zugeworfen haben, nachdem wir unser erstes Mal hatten.“ Mit einem Schmunzeln entgegnete ich ihr: „Damit hast du Recht, er hat das fast jedes Mal bemerkt, wenn irgendwas zwischen uns passiert ist.“

Wir küssten uns erneut etwas länger, als mein Smartphone piepte und zwei Nachrichten gleichzeitig angekommen waren. Die eine war von Tim, der mit Anna zusammen schwimmen kommen würde, die andere war von Felix, der zu meinem Erstaunen auch mit seiner Freundin zusagte, sich aber wohl verspäten würde, da er zuvor noch einen Arzttermin hatte. Ich teilte Janine dies mit und meinte: „Der Tag wird heute richtig cool!“ Janine und ich machten uns recht zügig fertig und gingen um Viertel vor zwei los, da wir einerseits einen ziemlich weiten Weg bis zu dem See hatten, andererseits ein paar Dinge im Supermarkt kaufen wollten, weil wir nicht unbedingt die Verpflegung vom Gartenhäuschen dafür verwenden wollten. Wir fuhren mit dem Bus eine Dreiviertelstunde und trafen bereits Tim und Anna am Bahnhof. Janines Freundin und ihre wie meine alte Klassenkameradin Sabrina folgte im Laufe der nächsten Minuten auch noch, wie auch weitere aus unserer Klasse aus dem letzten Jahr, die durch Tim und Sabrina gefragt wurden. Glücklicherweise war unter allen Personen keiner der Vollidioten dabei, die vor allem Janine in den letzten Jahren das Leben zur Hölle gemacht hatten.

Ehrlich gesagt war es mir schon wieder fast zu viel, als ich beim Zählen bemerkte, dass wir etwas über zehn Personen waren. Zu sechst oder zu siebt war es ja noch ok, aber in dieser großen Menge fühlte ich mich bei dem Picknick wieder fast unwohl. Felix und seine Freundin kamen mit einer halben Stunde Verspätung, aber die beiden brauchte ich Gott sei Dank nicht abholen, weil sie den See ja kannten und uns schon finden würden.

Um zehn nach drei gingen wir zum See, der vom Bahnhof ein paar Minuten entfernt war. Ich führte unsere gesamte Gruppe bewusst nicht an die einsame Stelle, da es ja eine einsame Stelle bleiben sollte – Janine flüsterte mir daher während des Fußweges am See zu: „Das war aber nicht der Weg, den wir vor einer Weile gegangen sind, oder? Willst du die Gruppe etwa gar nicht an unseren speziellen Ort führen?“ Ich fing an, total breit zu grinsen, worauf sie zu mir meinte: „Du Lustmolch!“ Ich schaute sie mit einem Lachen an und fragte leise: „Wie hast du mich gerade genannt?“ – „Na ja, ich habe dich so genannt, weil du das total ausnutzt, dass die sich hier nicht auskennen.“ Ich schmunzelte wieder und meinte: „Tja, wenn man die Macht hat, sollte man sie ab und zu auch ausnutzen.“ Sie griff schmunzelnd wieder nach meiner Hand und nach rund drei Minuten fanden wir eine Stelle im Sand, die uns allen eigentlich gefiel. Dass Janine und ich eigentlich lieber an unserem speziellen Platz gesessen hätten, verschwiegen wir vor dem Rest der Gruppe.

Wir breiteten uns aus und als Janine in unserer gemeinsamen Tasche nachschaute, fragte sie mich: „Bärchie… Du hast ja keine Schwimmsachen mitgenommen!“ – „Wer sagt das?“ – „Na ja, in unserer Tasche sind keine Sachen drin.“ – „Schau unter meine Jeans, was ich da trage…“ Ich hatte die Schwimmsachen drunter gezogen, da ich es diesmal wesentlich praktischer fand. Sie sah meine kürzere Hose unter meiner Jeans und meinte: „Du bist so doof!“ Wir küssten uns und Janine ging zum Umziehen auf die Toiletten, die in der Nähe vorhanden waren. Im Vergleich zu unseren einsamen Badestelle waren an diesem großen Badestrand glücklicherweise Toiletten aufgestellt. Als Janine wieder kam, entledigte ich mich von meiner Hose und meinem T-Shirt. Sie zog mich am Arm ins Wasser, welches – ich hatte es erwartet – extrem kühl war. Durch die Sonne war das Wasser aber ganz gut zu ertragen, selbst wenn Janine es sogar schlimmer als ich empfand: „Boah, ist das kalt!“ – „Tja, vergiss nicht, dass wir Herbst haben!“ Ich lachte, während sie, weil sie sich geärgert fühlte, mir mit einem Arm Wasser entgegen spritzte. Wir schwammen ein paar Meter weg. Als ich zum Abschnitt, an dem unsere Sachen und Klassenkameraden waren, schaute, stellte ich fest, dass jeder angezogen blieb. Ich sagte zu Janine: „Guck dir das an, da kommt keiner von denen mit rein!“ Plötzlich brüllte sie zum Strandabschnitt: „Na kommt schon, ihr Weicheier!“ Ich schaute sie mit großen Augen an, weil ich so was von ihr echt nicht gewohnt war. Sie grinste und sagte: „Man muss die ja irgendwie provozieren. Sonst sind wir nachher immer noch allein im Wasser.“ – „Wenn du meinst. Mich hätte es auch nicht gestört, wenn wir ganz allein im Wasser bleiben würden.“

Aber ihre Provokation wirkte. Tim und Anna kamen ins Wasser, kurz darauf auch Sabrina. Als ich erneut für ein paar Sekunden zum Strand schaute, verlor ich Janine kurz aus den Augen. Ich sah sie zehn Sekunden lang nirgendswo auftauchen. Das steigerte sich auf 20 und auf 30… Ab da an begann ich mir ernsthaft Sorgen zu machen… Unerwartet tauchte sie mit einer kleinen Wasserwelle genau vor meiner Wenigkeit auf, sodass ich einen gewaltigen Schreck bekam und losbrüllte. Janine lachte laut auf, während die anderen drei, die auch im Wasser waren, nur schmunzelten und mit einem Wasserball spielten.

Janine fragte mich provokativ: „Na, hast du dich erschreckt?“ – „Vielleicht schon… ja?“ Sie küsste mich daraufhin, während ich sie an den Hüften berührte und fragte: „Gefällt dir das?“ – „Das entspannt mich gerade richtig, ja… Aber was hältst du davon?“ Sie tauchte plötzlich ab und zog meine Boxershorts ein Stück nach unten. Ich spürte, dass sie meinen Penis berührte, worauf mich dies ein wenig erregte. Sie ließ ihn nach wenigen Momenten los und berührte ihn mit dem Mund erneut. Sie tauchte direkt danach auf und fragte mich leise: „Du weißt, was ich meine?“ Ich war in jenem Moment wieder recht überfordert und sagte nur stotternd: „Ja, ich… weiß schon.“ – „Stimmt etwas nicht?“ – „Nein, nein… Es ist schon alles… ok.“ Wir küssten uns und sie meinte: „Wenn du das nicht magst, sag mir das einfach ehrlich, ok?“ – „Nein, nein… Es war schon… ganz angenehm.“ Wir küssten uns darauf etwas länger und inniger. Was die anderen machten, bekam ich nicht mit – ich war in diesem Moment absolut auf Janine fixiert. Im Augenwinkel sah ich nur, dass Felix und seine Freundin Sarah ebenfalls angekommen waren und sich den anderen vorstellten.

Als die Momente am schönsten waren, meinte Janine: „Das wird mir jetzt zu kalt, ich geh aus dem Wasser. Das würde ich dir auch raten, Schatz.“ – „Ja, ich komm auch mit raus.“ Wir schwammen an den Strandabschnitt und wickelten uns in unsere Handtücher ein. Ich war ziemlich schnell trocken, sodass ich Janine beim Abtrocknen half. Wir gingen gleichzeitig mit unseren normalen Anziehsachen zu den Kabinen und zogen uns um. Da ich wieder schneller war, wartete ich auf sie, bevor ich zurück zu den anderen ging. Wir verbrachten das Picknick noch einige Zeit damit, zuzuschauen, wie die anderen im Wasser – oder an Land – herumtollten und entschieden uns dafür, gegen 18 Uhr – es war schon fast ganz dunkel – wieder zurück zum Garten zu fahren. Die gesamte restliche Gruppe kam auch gleichzeitig mit und fuhr nach Hause, weil man einfach nichts mehr sehen konnte und auch die Temperaturen ohne Sonne ziemlich rapide sanken.

Eine Weile später waren wir wieder im Gartenhäuschen, in dem wir uns aufwärmten. Ich bereitete den Wohnzimmertisch für das Abendbrot vor und Janine küsste mich als Dank dafür. Während wir aßen, gingen wir in einigen Details den richtig schönen Nachmittag durch. Ich sprach absichtlich nicht von Janines Aktion, als wir im Wasser waren, da mir das irgendwie zu unangenehm war. Doch Janine deutete es während des Essens – typisch für sie – an, als sie meinte: „Selbst wenn es ganz schön kalt war, aber im Wasser mit mir fandest du es auch schön, oder?“ Ich grinste – ich überspielte meine wahren Gedanken – und sagte: „Ja, das war ganz schön.“ Mir war es endlich gelungen, keine Unsicherheit zu zeigen und Janine damit nicht spüren zu lassen, dass ich ihre Aktion nicht so toll fand. Im nächsten Moment manifestierte sich in meinem Hinterkopf aber die Erkenntnis, dass es eigentlich dumm von mir war, ihr nicht gleich die Wahrheit zu sagen. Aber ich fühlte mich schlecht, jetzt zugeben zu müssen, dass ich eigentlich nicht so ganz die Wahrheit gesagt hatte. Aufgrund meiner Antwort ließ Janine zumindest auch vom Thema ab, weil sie mit meiner Antwort wohl durchaus zufrieden war. Ich wollte meine wahren Gedanken verbergen – vorerst. Ich vermutete aber, dass mich das Thema sehr schnell wieder einholen würde.

Wir aßen in Ruhe auf und erst ging ich, später Janine ins Bad, während ich mich – als Janine im Bad war – mit dem Rücken auf die Couch legte und meine Augen kurzzeitig schloss. Ich war von diesem Ausflug aus irgendeinem Grund sehr geschafft und wollte einfach ein wenig ausruhen, als Janine wieder aus dem Bad kam und sich an meiner Schlafhose vergriff. Sie setzte sich vor meine Beine – das bemerkte ich selbst mit geschlossenen Augen. Nachdem sie meine Schlafhose zu sich gezogen hatte, kitzelte sie ganz sanft meine Oberschenkel und ging Schritt für Schritt in Richtung meiner Unterhose, wo sie erst mit den Fingern ein wenig liebkoste und letztlich die Unterhose auch wegzog. Anschließend erregte sie meinen Penis mit ihren Fingern ganz sanft, woraufhin sie die Finger wegnahm und ich zumindest meine Augen öffnete, um zu schauen, was sie da vorhatte. Sie beugte sich ein kleines Stück weit über mich und küsste mich anfangs an meinen Oberschenkeln. Stückchenweise ging sie weiter nach oben und kam letztendlich an meinem Penis an, den sie mit der Zunge sanft liebkoste… Ich wusste überhaupt nicht, wie mir in diesem Moment geschah, weil ich es nicht so wirklich toll fand – ich fand es mehr unangenehm, doch wollte ich ihr das nun nicht mitten ins Gesicht sagen, weil sie wieder enttäuscht von mir sein würde. Als Janine mit dem Mund heran gehen wollte, meinte ich leise zu ihr: „Hey… Sei mir nicht böse, aber ich bin müde vom Ausflug heute und würde mich gern hinlegen. Zumindest bin ich heute nicht in der Stimmung dafür, entschuldige.“ – „Ist schon okay.“ Wir küssten uns ein wenig und bereiteten unsere Couch vor.

Nachdem wir uns hinlegten, das Licht ausschalteten und noch ein wenig fern schauten, fragte mich Janine plötzlich: „Kannst du mir auf die folgende Frage eine wirklich ehrliche Antwort geben?“ – „Na klar. Was ist denn?“ – „Als ich deinen Penis vorhin mit dem Mund und der Zunge berührt habe… Kamst du damit zurecht oder nicht? Ich weiß dieses Mal nämlich wirklich nicht, ob du das schön fandest oder nicht. Deine Antwort und deine Reaktionen vorhin haben mich irgendwie verwirrt.“ Ich hatte mit der Frage gerechnet, aber ich fand es gut, dass Janine es ansprach, da ich damit das Problem gleich aus der Welt schaffen konnte. Ich meinte zu ihr: „Weißt du, das ist total komisch und ich konnte mich nicht so richtig damit anfreunden. Es ist ja nicht so, dass du dir keine Mühe machst, aber ich springe darauf überhaupt nicht richtig an, wenn du verstehst, was ich meine. Darum fände ich es einfach besser, wenn wir das einfach in Zukunft lassen. Vielleicht ändert sich das ja bald bei mir, aber vorhin konnte ich damit nichts anfangen, sorry.“ – „Es ist alles in Ordnung, für mich ist es ja auch ungewohnt. Aber ich komme damit eigentlich schon klar.“ – „Tut mir leid.“ – „Ist schon ok. Du hast aber nicht aus Angst abgeblockt, oder?“ – „Nein. Angst macht mir das nicht. Ich finde das irgendwie unangenehm… Aber nicht, weil du nicht vorsichtig genug bist oder so was. Ich finde die Vorstellung irgendwie nicht so cool, wenn… da ein Mund herum ist. Die Zunge, finde ich, geht noch, aber spätestens, wenn du meinen Penis in den Mund nimmst, ist mir das irgendwie nicht so richtig geheuer.“ – „Ist doch völlig in Ordnung. Du hast dich ja trotzdem darauf eingelassen und es ausprobiert, das finde ich toll. Ist ja nicht mehr so wie früher.“ Sie küsste mich und ich war froh, dass wir das geklärt hatten. Ich schlief wohl wenige Minuten nach diesem Gespräch ein, da ich hundemüde war.

Am nächsten Morgen fand ich mich genauso vor, wie ich am Abend eingeschlafen war. Nur war ich etwas anders gedreht und diese mangelnde Schlafbewegung bekam mein Rücken wieder heftig zu spüren, da dieser wieder schmerzte. Meine Herzallerliebste lag direkt an mir gekuschelt und sah ziemlich niedlich aus. Ich küsste sie sanft auf die Wange und registrierte, dass sie wohl in einem Tiefschlaf sein musste, da sie keinerlei Reaktion zeigte. Als ich auf die Uhr schaute, bemerkte ich, dass es gegen halb acht war. Ich veränderte meine Liegeposition so gut es ging und schloss wieder die Augen, worauf ich nach ein paar Minuten wieder einschlief.

Janine weckte mich gegen zehn. Als ich sie anschaute, bekam ich einen leichten Schreck, da sie eine ängstliche Miene aufgezogen hatte. Ich fragte sie verschlafen: „Was… ist denn?“ – „Geh ans Fenster und schau nach draußen…“ Als ich nach einer Minute soweit fit war, richtete ich mich auf und ging ans Fenster. Am Himmel sah ich nur sehr dunkle Wolken, als plötzlich ein richtig langer und heller Blitz durch die Lüfte schoss und der Knall wenige Sekunden darauffolgte, welcher in diesem Häuschen irgendwie noch eine größere Lautstärke besaß als in Janines Wohnung zum Beispiel. Ich zuckte zusammen. Janine war total konfus und beschäftigte sich die ganze Zeit mit irgendwelchen banalen Dingen im Gartenhaus. Ich griff sie an den Hüften, nachdem ich das ein paar Minuten beobachtet hatte und meinte: „Wir setzen uns jetzt aufs Bett und entspannen ein wenig. Jetzt mach dir da keine Sorgen, wir sind hier sicher.“ – „Wirklich?“ – „Na ja, solange hier kein Blitz direkt einschlägt, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen.“ – „Na ja, genau deswegen mache ich mir ja Sorgen!“ – „Weißt du, das ist so unwahrscheinlich, dass hier was einschlägt. Wenn dieses Häuschen einen Blitzableiter hat, wovon ich ausgehe, brauchen wir uns gar nicht zu sorgen, da der Blitz wie gesagt abgeleitet wird.“ Janine beruhigte sich ein wenig, was mein Ziel war. Ehrlich gesagt glaubte ich eher nicht daran, dass unser Häuschen einen Blitzableiter besaß. Es war eine kleine Notlüge von mir, da ich sie beruhigen wollte. Janine hatte riesige Angst vor Gewittern, das spürte ich. Glücklicherweise gab es nur wenige Blitze und dementsprechend selten ein Donnern, sodass Janine schon ein wenig entspannter wurde. Ich war überrascht, dass mir in der Schulzeit früher nie aufgefallen war, wie sehr Janine Gewitter nicht mochte. Es kam durchaus einige Male vor, dass ein Gewitter während des Schultags über uns hinweg zog, aber ich hatte nie bemerkt, wie sehr Janine bei Blitzen beispielsweise zusammenzuckte.

Als soweit alles verzogen war und die Wolken heller und weniger wurden, öffnete ich unsere Haustür und ging nach draußen, um zu schauen, was das Wetter angestellt hatte. Als erstes bemerkte ich die sehr kalte Brise, mit der ich begrüßt wurde – es hatte sich durch den Regen sehr abgekühlt. Der Weg vom Garteneingang bis zu unserem Häuschen war wie erwartet absolut feucht, während das Gras drumherum fast unter Wasser stand. In unserem Garten hatte sich eine riesige Pfütze gesammelt. Ich ging wieder nach drinnen. Janine traute sich scheinbar nicht, herauszukommen, weil sie wohl befürchtete, dass das Gewitter noch nicht von dannen gezogen war, sodass ich sagte: „Das muss ja ganz schön geschüttet haben, als wir noch schliefen.“ – „Sieht es so schlimm draußen aus?“ – „Na ja, komm doch einfach mit raus, dann siehst du die riesige Menge Wasser.“ – „Ich glaub es dir ja auch so.“ – „Du brauchst keine Angst mehr zu haben, das Gewitter ist schon weggezogen. Komm ruhig mit raus, vertrau mir.“ – „Wenn du meinst…“

Ich nahm sie an die Hand und ging gemeinsam mit ihr nach draußen, wo sie die riesige Pfütze sah und genauso wie ich staunte. Sie fragte: „Was machen wir am heutigen Tag? Bei dem schlechten Wetter können wir draußen eigentlich nichts machen… Höchstens einen Spaziergang ist heute vielleicht drin.“ Als ich an unsere Lebensmittelvorräte dachte, fiel mir zumindest ein, was sie und ich vielleicht noch machen konnten: „Wie viel haben wir denn zu essen noch da?“ – „Genug, glaub mir. Das Einzige, was wir nicht haben, ist Knabberzeug oder so was.“ – „Ah, ok. Zumindest gut, dass wir nicht unbedingt einkaufen gehen müssen. Hast du denn eigentlich Geld von deiner Mutter für Lebensmittel bekommen?“ – „Ja, sie hat mir zusätzlich sogar noch was mitgegeben, obwohl sie schon die ganzen anderen Lebensmittel gekauft hat. Ich fand das total lieb von ihr, dass sie uns beide so einlädt. Ich bin in letzter Zeit sowieso total erstaunt darüber, wie liebevoll sie nicht nur mit mir, sondern auch mit dir umgeht. Das wirkt so, als würde sie dich als ihren eigenen Sohn ansehen.“ – „Das ist mir auch schon aufgefallen, wie lieb sie auch zu mir die ganze Zeit ist, ich finde das wirklich toll.“ – „Ich bin auch total froh darüber, dass wir uns alle so gut verstehen.“ – „Petra hat mir übrigens auch Geld mitgegeben.“ – „Wieso denn?“ – „Na ja, sie meinte, dass wir ja schließlich für eine Woche hier leben, also sollten wir beide auch das Essen finanzieren.“ – „Aber du bist ja nun mein Gast!“, entgegnete Janine mir darauf, worauf ich sagte: „Petra möchte halt nicht, dass irgendwie ein schlechter Eindruck von unserer Familie entsteht.“ – „Ich werde wohl nie einen schlechten Eindruck von euch haben, dafür sorgst allein du, Bärchie.“ Ich lächelte und sie ergänzte: „Na ja, ist ja auch egal, wollen wir direkt nach dem Frühstück einen Spaziergang machen? Jetzt sieht das Wetter ganz vernünftig aus, nicht, dass wir nachher noch von einem weiteren Gewitter überrascht werden…“ – „Ist ok.“ Besser gesagt brauchte sich Janine nicht noch mehr Sorgen um ein Gewitter zu machen, da ich ja – trotz meiner Ablehnung gegen Gewitter – nicht solch eine Angst hatte. Janine ging zurück in das Haus und ich folgte ihr. Wir deckten den Frühstückstisch, aßen ganz in Ruhe und machten uns im Bad frisch.

Das Wetter ließ uns nicht in Stich, da sich die Wolken verzogen hatten und die strahlende Sonne zum Vorschein kam. Wir machten einen großen Spaziergang und gingen zum Ende in den kleinen Supermarkt, weil wir uns tatsächlich auf Vorschlag von Janine ein bisschen Knabberzeug kauften. Mit den paar Dingen schlenderten wir zum Gartenhäuschen zurück. Nach dem Verstauen umarmte ich Janine, während sie mit dem Rücken zu mir gedreht war und sagte: „Was hältst du davon, wenn wir in irgendeinem Zentrum ein wenig bummeln gehen und heute Abend, wenn wir wiederkommen, es uns im Bad richtig gut gehen lassen… Es muss ja nicht zwingend im Bad sein… Nett kann es ja auch im Wohnzimmer sein.“ Ich lächelte sie breit an. Ich glaubte, dass sie verstanden hatte, dass ich wirklich erregt von ihr war und erneut Lust darauf bekam, mit ihr zu schlafen. Janine entgegnete mir: „Dein Angebot mit dem Bummel, das ist ganz schön verführerisch. Und deine Überlegung mit dem Abend ist noch viel interessanter… Ja, ich glaube, das könnten wir so machen.“ Ich grinste mit freudiger Erwartung auf den restlichen Verlauf des Tages.

Wir gingen kurz nach diesem Gespräch erneut los und sie entschied sich dafür, ein Zentrum zu wählen, welches nicht allzu weit von uns entfernt war. Darüber war ich auch froh, weil meine Idee mit einem Bummel eigentlich eher darauf abzielte, dass Janine gute Laune bekam und ein wenig von ihrer Angst wegen des möglicherweise noch ausstehenden Gewitters abgelenkt wurde. Im Einkaufszentrum durchstöberte sie ein paar Läden, aber sie war für ihre Verhältnisse sehr schnell, worüber ich echt staunte. Sie kaufte sich ein Top mit sehr freizügigem Dekolletee. Bei diesem Kauf fragte sie mich wieder um Rat und als ich sie in der Umkleidekabine mit diesem Top sah, entnahm sie meinem Gesicht, wie toll ich sie damit fand. Gleichzeitig sagte ich ihr aber auch, dass ich Zweifel hatte, ob das Oberteil zum Tragen in der Öffentlichkeit nicht etwas zu gewagt war, aber Janine hörte in diesem Fall weniger auf meine Zweifel und war von dem Oberteil sehr überzeugt.

Nach ihrem Kauf setzten wir uns noch in das Café des Zentrums, bei dem ich sie auf einen Kakao einlud. Während wir dort saßen, fiel mir eine junge Frau – ungefähr im Alter von Janine und mir – auf, welche ich auch gar nicht so unattraktiv fand, und einen ziemlichen Ausschnitt hatte, der ohne Frage sehr provozierte. Ich betrachtete die Frau einige Momente gedankenverloren, als ich wieder zu Janine schaute und in ein ziemlich grimmiges Gesicht schaute. Ich fragte sie zaghaft: „Was ist los?“ – „Das fragst du auch noch!“ – „Ähm, erkläre mir… Was ist denn?“ Sie machte eine abfällige Kopfbewegung in Richtung der Frau mit dem großen Dekolletee und sagte: „Die scheint dir ja wesentlich besser zu gefallen, als ich dir gefalle.“ – „Quatsch. Das stimmt doch gar nicht.“ – „Dafür hast du die aber gerade ganz schön lange angestarrt. Du hast ja nicht mitbekommen, dass ich mit dir geredet habe!“

Sie hatte mit mir geredet? Ich war offenbar dermaßen in Trance, dass ich Janines Aussagen wirklich nicht mitbekam. Ich sagte: „Du weißt genau, dass du alles für mich bist. Wenn du mir nicht gefallen würdest, würde ich bestimmt nicht so mit meinen Reizen auf dich reagieren, oder?“ Ich grinste, worauf meine Süße lächelte. Abschließend fügte ich hinzu: „Du bist für mich die hübscheste Frau und das wirst du auch immer bleiben.“ – „Das ist lieb gesagt.“ – „Und das meine ich auch ernst.“ Wir küssten uns kurz und ich musste feststellen, dass Janine offenbar ganz schön eifersüchtig sein konnte – und es war nur ein Blick, mehr nicht! Aber ihre Eifersucht passte auch ein Stück weit zu dem Verhalten, welches sie damals bei Julia und auch noch in der frühen Phase unserer Beziehung gezeigt hatte, wenn auch nur der Name Julia aus irgendeinem Grund fiel.

Ich meinte: „Du, dass ich zu dieser Frau da rüber geschaut habe, hieß nicht, dass ich irgendwas von der will, irgendwie interessiert an der bin oder sonst irgendwas. Ich war halt bloß von dem freizügigen Oberkörper erstaunt, weil ich das viel zu gewagt finde. Also, was ich sagen wollte, ist einfach: Mach dir da keine Sorgen, du bist und bleibst die wichtigste Person in meinem Leben.“ – „Na ja, tut mir leid, aber ich fand das gerade eben bloß total heftig, weil es so aussah, als würdest du durch die Frau so abwesend sein, dass du nicht mehr mitbekommst, wenn ich mit dir rede.“ – „Sorry, ich war einfach im Gedanken versunken. Aber das hatte mit der Frau nichts zu tun, ich war einfach gerade verträumt.“ Nachdem wir unsere Kakaos getrunken hatten, schaute ich noch für ein paar wenige Minuten im Elektronikladen vorbei. Janine und ich spielten im Markt auf einem der Tablets ein paar bekloppte Minispiele, worüber wir Tränen lachen mussten.

Im Anschluss machten wir uns ganz langsam auf den Rückweg. Wie ich befürchtet hatte, war das Wetter auf dem Rückweg nicht das Beste. Es regnete nicht, selbst wenn ein bisschen Wind dazu kam, der vermutlich das bald nahende Gewitter ankündigte. Als wir aus dem Bus ausstiegen, joggten wir etwas, um schnell zum Gartenhaus zu kommen. Wir traten gerade noch trocken ein, da direkt danach starker Regen einsetzte, worauf letztlich kein Gewitter folgte. Ich war darüber erleichtert, da ich somit nicht gezwungen war, mir ein Spezialprogramm auszudenken, mit dem sie in der Zeit eines möglichen Gewitters genug beschäftigt war.

Wir machten es uns vorerst auf der Couch gemütlich und schauten entspannt ein paar Folgen einer Serie, bis Janine aufstand und vorschlug, das Abendessen vorzubereiten. Sie bat mich, ihr dabei zu helfen, was nur fair war, da sie definitiv immer noch den größeren Teil der Essensvorbereitung hatte und ich ihr dafür daher total dankbar war. Unser Essen war nach weniger als einer halben Stunde fertig und schmeckte wieder richtig gut.

Nach dem Essen war es kurz vor 19 Uhr – die Sonne war bereits eine Zeit lang untergegangen – und ich schlug Janine vor: „Was hältst du davon, wenn wir gleich zusammen die Dusche besuchen und danach schauen, was wir so machen?“ Sie grinste verschmitzt und meinte: „Lässt du mir noch ein paar Minuten? Ich bin von dem Essen total voll und will mich gerade nicht so richtig bewegen… Sagen wir eine halbe Stunde.“ – „Na klar. Wir haben ja genügend Zeit für uns hier.“ Ich grinste, setzte mich neben sie auf die Couch und küsste sie sanft an den Hals, wo sie darauf leise meinte: „Das war sehr angenehm. Hier fände ich das auch richtig angenehm.“ Sie zeigte in Richtung ihres Busens, den ich mit dem Mund durch ihr kurzes Top auch ganz gut erreichte, da sich mir von oben locker die Möglichkeit bot. Nach ein paar sanften Küssen in die Nähe ihrer Busen meinte sie, dass ich das richtig gut machen würde und sie im Innern schon richtig aufgewühlt war.

Nach ein paar Minuten, in denen ich Janine ein bisschen verführte – ich küsste sie unter anderem im Nacken und knabberte sanft an ihren Ohrläppchen, ich massierte sie leicht und tätschelte hier und da auch an den Innenseiten ihres Oberschenkels -, stand sie auf und zog mich erstaunlich kräftig in Richtung der Dusche, wo wir uns ziemlich schnell auszogen und gemeinsam in die Duschkabine gingen. Bei Janines warmem Körper kam mir das Wasser nahezu kalt vor. In der Dusche praktizierten wir ein intensives Petting. Sie erregte mich zwar extrem und ich musste sie einmal dabei bremsen, um mich nicht zum Orgasmus zu bringen, aber im Gegenzug revanchierte ich mich umso ausführlicher bei ihr, weil ich sie, so gut es im Stehen ging, mit meinen Fingern befriedigte. Da ich sie so lange im Wohnzimmer geärgert hatte, war sie im Bad dafür umso leidenschaftlicher. Ich hatte den Eindruck, dass sie sogar einen Orgasmus bekam, weil sie wieder völlig ihren Verstand ausschaltete und relativ lange völlig abwesend war. Direkt, nachdem ich sie intensiver befriedigte, machte sie etwas Unerwartetes: Sie schaltete das Wasser aus, nahm mich, so nass wir waren, einfach mit ins Wohnzimmer, warf völlig chaotisch mehrere Handtücher auf unser Bett und zog mich aufs Bett, um mit mir weiter zu schmusen und zu knutschen. Ich war für ein paar Momente perplex, was da eigentlich gerade passierte. Kurz danach machte ich aber einfach mit, weil sie mich so anmachte. Ich gab mich ihr einfach nur noch hin. Mir fiel während des Geschlechtsverkehrs auf, dass Janine mehrfach lauter aufstöhnte und ich hatte den Eindruck, dass sie unseren Sex wirklich sehr genoss und sich fallen lassen konnte. Die große Kunst, dass wir so richtig zusammen zum Höhepunkt kamen, hatten wir noch nicht gefunden. Ich war mir aber auch nicht sicher, ob das überhaupt ein erstrebenswertes Ziel war und nicht viel eher eine intensive, gemeinsame Leidenschaft füreinander zu haben. Relativ kurz nach unserem Sex, als Janine immer noch ziemlich fertig wirkte, begann ich langsam wieder, nachzudenken und stellte mit einem Grinsen fest, dass Janine dieses Mal meinen Rücken nicht zerkratzt hatte. Sie hatte zwar versucht, sich wieder an meinem Rücken festzuhalten, scheiterte aber dabei, weil ich halt direkt nach dem Duschen genauso wie sie noch völlig nass war und sie daher keinen richtigen Halt hatte. Intuitiv hielt sie sich eher an ihrem Kissen fest, was damit in Sachen Nässe auch leicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Auch wenn ich den Moment zwischen uns nicht unterbrechen wollte, machte ich mir ein paar Sorgen darum, dass das Bett nun viel zu nass war, als dass wir darauf überhaupt vernünftig schlafen konnten, sodass ich mich vorsichtig aufrichtete. Janine fragte ganz leise und ziemlich erschöpft wirkend: „Was machst du?“ – „Ich räume nur die nassen Handtücher und so ins Bad. Das Bett wird sonst immer nasser, das wird sonst bestimmt keine angenehme Nacht.“ Mit ein paar Sekunden Verzögerung flüsterte sie: „Ja… hast Recht. Kannst… du das machen? Ich bin… einfach gerade total… müde.“ – „Na klar.“ Ich brachte Janine vor allem mein großes, trockenes Handtuch, weil ich das als erstes fand, damit sie sich noch trockenwischen konnte. Sie war echt langsam und ungeschickt in ihren Bewegungen, weil sie offenbar völlig fertig war, und ich nahm ihr sogar das Handtuch wieder ab, weil sie nicht aufstehen wollte oder konnte. Nachdem ich soweit alles weggeräumt hatte und fast erwartungsgemäß feststellte, dass unser Bettlaken ziemlich feucht war, fragte ich Janine: „Ich sollte das Laken auch noch wechseln. Aber dafür musst du hochkommen und aufstehen… ich kann ja sonst kein neues Laken auflegen.“ – „Ich… aufstehen? Oh neeeeeeeeein…“ Sie zog das Wort ewig in die Länge und brachte mich damit zum Lachen. Sie versuchte ein einziges Mal, aufzustehen und brachte einfach nicht die Energie auf, es wirklich durchzuziehen. Ich haderte ein wenig, weil ich nicht wusste, was ich nun machen sollte und Janine flüsterte leise: „Lass es doch drauf… das trocknet schon. So nass ist es nicht.“ – „Bist du sicher?“ – „… Ja.“ Zack, da schlief sie auch schon. Ich räumte noch alles weg, soweit es ging, und legte mich zu Janine, unter mir das recht feuchte Bettlaken. So richtig angenehm war das wirklich nicht, aber ich versuchte es einfach hinzunehmen, vor allem, weil ich die Hoffnung hatte, dass Janine und ich das Laken recht schnell zum Trocknen bringen würden… Während ich dort neben Janine lag und sie etwas lauter atmete, ohne zu schnarchen, ging mir dieser durchgeknallte Abend durch den Kopf. Dass Janine und ich ein Petting unter der Dusche hatten, war zwar ungewohnt, aber echt toll. Dass sie mich offenbar in einem solchen Gefühlsrausch noch ins Wohnzimmer zog, damit ich direkt mit ihr schlief, war für mich völlig unerwartet und überraschend. Das Drüberziehen eines Kondoms war durch die Nässe noch schwieriger als sonst. Mein Plan war eigentlich, mit ihr in der Dusche intensiv zu schmusen und in einem ruhigeren Moment mit ihr ins Wohnzimmer zu gehen, aber ich stellte fest, dass Janine mich auf eine weitere Art und Weise faszinierte: Ihre Spontanität und Impulsivität überraschte ich immer wieder. Durch sie wurde ich auf jeden Fall deutlich spontaner und lockerer und das gefiel mir sehr.

Am nächsten Morgen erwachte ich relativ früh. Ich ließ meine Augen geschlossen und drehte mich, aber ich konnte einfach nicht mehr einschlafen. Daher stand ich ganz leise auf, griff meine Anziehsachen und zog mich in der Küche um – ins Bad kam ich lautlos nicht herein, da die Badezimmertür ziemlich quietschte. Ich zog mir bewusst sportliche Kleidung an, schrieb für den Fall, dass Janine vorher aufwachte, einen kleinen Zettel, griff Janines Schlüssel für das Gartenhaus und joggte mit höherer Geschwindigkeit zum Supermarkt in unserer Nähe, in dem ich frische Brötchen kaufte. Glücklicherweise war das Wetter sehr angenehm, es regnete nicht, selbst wenn es ziemlich kühl war. Mit der Tüte in der Hand joggte ich wieder zurück und stellte beim Eintreten in das Haus fest, dass Janine immer noch friedlich schlief. Ich dekorierte den Tisch, stellte mich beim Ablegen der Brötchentüte aber zu laut an, sodass Janine schmatzte und sich drehte. Aber sie schlief weiter. An eine Sache hatte ich aber nicht gedacht: Ich war nach dem Joggen ein bisschen verschwitzt, sodass ich mich so natürlich nicht wieder direkt neben Janine legen wollte. Ich bemühte mich also doch, ins Bad zu kommen und öffnete in einem Zeitlupentempo die Tür. Janine reagierte durch das Quietschen der Tür gleich zwei Mal, erwachte aber in beiden Fällen nicht. Ich wusch mich ein klein wenig und bemerkte, dass Janine ein drittes Mal währenddessen reagierte. Überraschend war, wie fest sie offenbar gerade schlief, weil sie sonst von so vielen Geräuschen definitiv aufgewacht wäre, aber an diesem Tag hatte ich Glück.

Deutlich frischer als zuvor legte ich mich wieder neben Janine und kämpfte mich unter unsere gemeinsame Decke. Genau in diesem Moment erwachte Janine leicht und machte es mir damit wesentlich leichter. Sie flüsterte total niedlich und nuschelnd: „Was ist… los?“ – „Alles gut. Ich war gerade nur kurz aufgestanden und bin jetzt wieder bei dir.“ – „Jaaaaaaaa…“ Sie kuschelte sich intensiv an mich und schlief direkt wieder ein. Nach ein paar Minuten schlief ich – auch bestimmt wegen meiner Erschöpfung durch das Joggen – ein.

Janine weckte mich später ganz sanft, die, als sie bemerkte, dass ich erwachte, den Korb mit den Brötchen in die Nähe meiner Nase hielt. Ich lächelte und meine Süße begrüßte mich mit einem sehr zaghaften, wunderschönen Kuss. Nach meinem Aufrichten fragte sie mich: „Wann bist du denn die Brötchen kaufen gegangen?“ – „Na ja, wie spät haben wir das jetzt?“ – „Es ist jetzt zehn.“ – „Es wird vorhin wohl so acht oder halb neun gewesen sein, da der Supermarkt nicht danach aussah, dass er schon lange geöffnet hatte. Ich bin halt hin und von dort aus wieder zurück gejoggt, weil ich nicht wusste, ob du noch schlafen würdest, während ich weg bin. Ich habe deinen Schlüssel vorhin mitgenommen, daher habe ich vorhin ganz schön auf die Tube gedrückt. “ – „Aber das hättest du doch echt nicht machen müssen. Wir haben doch genug hier, dass wir trotzdem ein schönes Frühstück haben könnten.“ – „Na ja, so bin ich halt. Wenn ich jemanden über alles liebe, mach ich gerne solche verrückten Sachen.“ Wir küssten uns erneut inniger, sodass sich Janine im Schneidersitz auf die Couch setzte. Unser Kuss zu Beginn ging in eine Knutscherei über. Anschließend genoss ich mit Janine unser Frühstück – die Brötchen, die ich gekauft hatte, waren allererste Sahne.

Während des Frühstücks kam wieder unsere tägliche Überlegung, ob wir an diesem Tag was unternahmen. Wir entschieden uns dafür, dass wir den Tag wieder ganz allein und im Häuschen verbringen würden, da das Wetter sehr wechselhaft und ungemütlich war. Leider war das Wetter nicht besonders gnädig mit uns. So richteten wir uns eingehüllt in unsere warme Decke auf der Couch ein, schauten einen Film und spielten manchmal ein wenig am Körper des anderen rum – so tätschelte sie meinen Oberkörper und ich ihren Bauch- und Hüftbereich oder wir kitzelten uns ganz leicht, um einfach durchweg eine körperliche Nähe aufrecht zu erhalten. Als wir so drei Stunden verbracht hatten, klingelte plötzlich mein Smartphone: Petra. Ich ging heran und sie fragte ironisch, ob es mir noch gut ginge, was ich ihr bestätigte. Danach sagte sie, dass sie das Problem haben würde, nicht mehr in die Wohnung hineinzukommen, da sie ihre Schlüssel in der Wohnung liegen gelassen hatte. Sie fragte mich, ob ich ihr den Gefallen tun könnte, ihr die Schlüssel bei der Arbeit vorbeizubringen, da ihre Schicht bereits begonnen hatte. Weil sie auch schon so viel für mich getan und mich sehr oft finanziell unterstützte, antwortete ich: „Na klar, kein Problem. Ich fahr kurz bei uns zu Hause vorbei und bring dir den Schlüssel.“ Wir machten aus, dass ich sie anklingelte, wenn ich beim Krankenhaus ankam, da sie kurz nach draußen kommen würde. Ohne Weiteres würde ich wohl in ihre Abteilung nicht hineinkommen können.

Als das Gespräch beendet war, fragte mich Janine: „Du musst weg?“ – „Na ja, Petra hat den Schlüssel in der Wohnung liegen lassen. Jetzt muss ich den holen gehen und ihr den zur Arbeit bringen, weil das Ende ihrer Schicht früh am Morgen ist und sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Nacht eine ganze Weile fährt. Ist das ein Problem?“ – „Na ja, nein. Geht ja halt nicht anders. Ich hatte mich zumindest darauf gefreut, dass wir heute den Tag hier ganz entspannt angehen können.“ – „Weißt du, ich bin doch nur für etwa zwei Stunden weg. Tagsüber komme ich flott zu ihrer Arbeit und den Schlüssel von mir zu Hause zu holen, geht auch recht schnell. Ich bin also schneller wieder da, als du denkst.“ Ich küsste sie und sie fragte: „Soll ich nicht mitkommen?“ – „Das ist zwar richtig lieb von dir, aber du musst es nicht, wenn du es nicht willst. Du kannst dich ja ohne mich entspannen. Weiß ja nicht, ob ich nicht vielleicht auch ein wenig störe.“ Ich grinste, weil ich das natürlich nicht ernst meinte, da pikste sie mir in die Seite und meinte: „Du störst mich doch nicht!“ Sie lachte auch und wir küssten uns. Anschließend sagte sie: „Na gut, ich bleib hier. In der Zeit kann ich mir ja überlegen, was wir heute Abend noch so machen. Ich könnte ja auch was Schönes zu Essen machen.“ Ich lächelte, weil ich mich auf den Abend mit ihr wieder freute. Als es 15 Uhr etwa war, ging ich vom Garten Janines aus los. Bei der Verabschiedung küssten wir uns lange.

Ich holte den Schlüssel von mir zu Hause ab – er lag genau auf dem Schrank, der neben der Tür stand – und fuhr wieder los zur Arbeitsstelle, die bei einer Tagfahrt immer noch 40 Minuten von meinem Zuhause entfernt war. Ich gab Petra den Schlüssel und plauderte vor dem Klinikum ein wenig mit ihr. Es war richtig komisch, da man sich ein paar Tage lang nicht sah und hörte und man dadurch sogar noch ein wenig besser miteinander klarkam, weil man einfach ein wenig Abstand gewinnen konnte. Als ich ihr den Schlüssel gab, meinte sie lieb „Danke“ und küsste mich auf die Wange. Das letzte Mal, dass sie das machte, war wahrlich lange her. Da ich den Bus direkt danach verpasste, durfte ich 20 Minuten warten und kam nach etwas mehr als zwei Stunden bei Janine an. Es war bereits recht duster, als ich an die Tür klopfte und laut sagte, dass ich es bin, der davorstand. Sie öffnete und plötzlich stand mir eine Frau gegenüber, die ich aus weiter Entfernung nicht für meine Freundin gehalten hätte. Meine Kinnlade klappte herunter, als ich sie im gesamten „Paket“ anschaute. Janine trug komplett schwarze „Kleidung“, bei der man fast den kompletten Busen sah, einen richtig kurzen, ebenfalls schwarzen Minirock und dazu hohe schwarze Schuhe, sodass sie größentechnisch auf einer Höhe mit mir war. Als ich sie total verdattert anschaute, fragte sie mich: „Na?“

Ich brachte echt kein Wort heraus und schaute sie weitere zwei Male langsam von oben bis unten an. Sie zog mich am Arm in das Häuschen und meinte: „Wie findest du mich?“ Ich stotterte: „Du siehst… echt scharf aus… So habe ich dich ja noch nie gesehen.“ – „Das habe ich auch noch nie angezogen, weil das natürlich nicht für die Öffentlichkeit ist. Aber bei dir kann ich das ja machen…“ Sie grinste mich breit an und mein Penis wurde ganz langsam steif, da sie total mit ihren und meinen Reizen spielte.

Sie nahm mir meine Jacke ab, zog mich in das Wohnzimmer und meinte: „Ich habe vorhin ein paar Bilder gemacht… Ich wette, die Fotos interessieren dich.“ Sie grinste erneut und ich wusste immer noch nicht, was ich wirklich sagen sollte. Sie drückte mir ihr Smartphone in die Hand, und ich schaute mir die Fotos an, bei denen Janine unter anderem in dem jetzigen Outfit posierte. Es war eine ganz neue Seite an Janine, die mir bisher verborgen blieb! Ich legte ihr Smartphone weg und freute mich über die Fotos. Anschließend schaute ich meine Süße an und sie kam mir näher. Sie entledigte mich ohne mit der Wimper zu zucken von meinem Pullover und meiner Hose, während ich sie stückchenweise „entblätterte“. In dieser Phase schaltete ich mein Gehirn sofort wieder auf Standby-Betrieb, in dem ich wieder fast alles ausblendete. Eigentlich war mir auf dem Weg zum Garten gar nicht so sehr nach Sex an diesem Abend, aber als ich Janine in diesem Outfit sah, erledigten sich meine Zweifel ganz von allein. Nachdem wir fast nackt waren, fing sie an, meine erogenen Zonen zu küssen, was mich extrem anregte. Sie legte sich auf mich – ich drang nicht in sie ein, da ich kein Kondom trug – und fing einen wilden Zungenkuss mit mir an, bei dem ich plötzlich schauderte.

Ich unterbrach erschrocken den Kuss, worauf sie fragte: „Was ist denn los?“ Darauf entgegnete ich: „Hast du was getrunken?“ Mit einer Verzögerung antwortete sie: „Nein… Wieso?“ – „Weißt du, ich habe ja ganz und gar nichts mehr dagegen, wenn wir es wilder angehen lassen, aber ich schlafe nicht mit meiner Freundin, wenn sie betrunken ist. Da weiß ich gar nicht, woran ich bin. Du hast eine deutliche Alkoholfahne, darum hör auf, mich anzulügen.“ – „Ja, du hast ja Recht, ich habe was getrunken. Ist das jetzt so schlimm?“ – „Ich finde das echt scheiße und das… turnt mich richtig ab.“ – „Aber… Ich dachte einfach, wenn ich etwas lockerer und wilder werde, wirst du das auch, so wie gestern. Ich wollte einfach ausprobieren, wie weit wir gehen können und was wir uns so zutrauen.“ – „Und das kannst du nicht ohne Alkohol?“ – „Ich dachte einfach, dass es das mir einfacher macht. Man traut sich einfach mehr.“ – „Wie viel hast du getrunken?“ – „Ich habe nur ein Alkopop getrunken. Ich wollte mich ja nicht betrinken, nur ein wenig lockerer werden.“ – „Ich würde mich freuen, wenn du das ohne Alkohol wärst.“ Ich rollte mich vorsichtig von der Couch auf den Boden herunter – von Janine weg – und stand auf. Anschließend zog ich mir meine Schlafhose drüber, griff mir meine Jacke und ging auf Socken nach draußen in ihren Garten, wo ich eine Zeit lang stand und den Himmel stur anschaute, obwohl durch die vielen Wolken vom Himmel gar nicht wirklich was zu sehen war. Ich wusste selbst nicht, warum ich in diesem Moment so heftig reagierte. Hatte ich nicht beschlossen, tolerant zu sein, wenn sie nur wenig Alkohol trank? Wie tolerant war ich denn nun wirklich? War ich nur im Allgemeinen tolerant, wenn sie auf einer Feier etwas trank, wir uns aber nicht weiter näherkommen würden? Oder sollte ich es zumindest auch hinnehmen, wenn wir uns nach einer solchen Feier näherkamen? Ich wusste nicht so richtig, wo da meine Linie war, weil wir solch eine Situation bisher noch nicht hatten, aber in diesem Moment im Garten war meine Enttäuschung auch deswegen so groß, weil sie mich erst so heftig anmachte und mit dem Alkohol im Gegenzug enttäuschte. Ich spürte ja abgesehen davon, dass Janine nicht betrunken war, wie sie ja auch selbst sagte. Sie war, wenn überhaupt, leicht angeheitert, aber selbst diesen Eindruck hatte ich eigentlich nicht. War es denn wirklich so schlimm für mich, falls sie maximal leicht angeheitert war, wenn wir uns näherkommen wollten? Ja, den Alkohol schmeckte ich natürlich, wenn ich Janine küsste, aber ich konnte es definitiv ignorieren, das wusste ich. Es lenkte mich nicht wirklich davon ab, wenn Janine mich so wie eben gerade anmachte.

Janine kam nach draußen und stellte sich neben mich. Als ich nichts sagte, räusperte sie sich und sagte: „Bist du mir jetzt sehr böse?“ Ich fand die Frage niedlich – ich war ihr eigentlich nicht böse –, aber ich hatte halt ein ungutes Gefühl dabei, mit meiner Freundin zu schlafen, während sie was getrunken hatte, weil ich mir nicht sicher war, ob ihre Empfindungen auch ernst gemeint waren. Ich wollte einfach nicht mit einer betrunkenen Frau schlafen, aber streng genommen war Janine das gerade definitiv nicht. Ich sagte ihr: „Nein, ich bin dir nicht böse. Aber weißt du, ich fand das alles eben richtig toll… und du hast mich richtig heiß gemacht.“ Sie fragte auf eine total liebe Art und Weise: „Ja?“ – „Ja, das hast du. Dein Outfit ist einfach nur scharf.“ – „Das ist schön zu hören. Mein Plan ist aufgegangen.“ Wir schmunzelten und sie ergänzte: „Entschuldige.“ – „Ist schon ok.“

„Wann hast du die Klamotten eigentlich gekauft?“ – „Ich habe sie online bestellt. Ich hätte mich vermutlich nie getraut, die richtig in einem Laden zu kaufen.“ – „Kann ich mir vorstellen. Damit habe ich nun wirklich überhaupt nicht gerechnet, dass du mir so die Tür aufmachen würdest.“ – „Das war ja auch mein Plan. Eigentlich wollte ich dich irgendwann in ein paar Wochen damit überraschen, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich die Sachen doch mal hierher mitnehmen könnte. Von daher hat es doch umso besser gepasst, dass du heute kurz losmusstest.“ Wir schmunzelten erneut und Janine fragte mich: „Und du bist dir sicher, dass du wirklich keine Lust mehr hast… auf ein bisschen Abwechslung?“ Ich lächelte und musste innerlich zugeben, dass ich auch weiterhin große Lust auf Sex hatte. Es war ein Kampf zwischen meinen eigenen Prinzipien und meinen Gefühlen. „Na klar habe ich noch Lust. Hehe. Und du bist ja wirklich auch nicht betrunken oder so, das ist schon ok.“ Weil ich so gute Laune hatte, nahm ich sie einfach ohne Vorwarnung huckepack. Ich spürte wieder, dass sie wirklich recht leicht war, aber lange tragen können würde ich sie zugegeben auch nicht. Erst beim Hochheben bemerkte ich, dass sie nur ihren Bademantel, aber nichts weiter drunter trug. Aufgrund meiner Aktion schrie Janine leise auf, was mich erst recht zum Lachen brachte. Ich brachte sie noch bis ins Häuschen rein und lud sie auf der Couch ab, wo sie mir zuflüsterte: „Damit du den Alkohol hoffentlich nicht mehr so bemerkst, habe ich mir eben die Zähne geputzt. Ist das ok?“ – „Ja, das ist toll. Danke.“ Ich grinste und es kam wieder zu einem sehr intensiven Zungenkuss.

Eins wurde klar, die spontane Unterbrechung hatte insgesamt gesehen nicht zu einem Abbruch geführt, da mein eigener Wille nach einer Entspannung vielfach größer als die Einhaltung meiner Prinzipien war. Den Sex, den wir an diesem Abend hatten, war der zeitlich gesehen längste, den wir jemals hatten. Besonders war an diesem Abend und der Nacht auch, dass wir einfach nicht genug voneinander bekamen. Wir schliefen letztlich zwar nur einmal miteinander, aber die Zeit, die wir zum intensiven Knutschen und Schmusen nahmen, auch nach dem Sex, war wohl so leidenschaftlich wie nie bisher.

Janine erzählt:

Die Zeit, die ich mit Marc im Garten verbringen konnte, war total schön. Es war das erste Mal, dass unsere Beziehung regelrecht getestet wurde. Es würde sich zeigen, wie wir uns verhielten, wenn wir zusammenlebten. Es lief wesentlich besser, als ich es mir erträumt hatte. Wir kamen perfekt miteinander klar. Wenn ich Hilfe benötigte, half er mir, meist sogar ungefragt. Er nahm mir einiges im Haushalt ab und abgesehen davon hatten wir in den ersten Tagen weitere Male Sex. Ich spürte, dass er langsam seine Hemmungen ablegte. Auch bemerkte ich, dass ich immer lockerer mit dem Thema umgehen konnte, weil es mir auch nicht immer so leichtfiel. Vor allem fand ich es auch deswegen nicht einfach, weil ich Marc in den meisten Fällen etwas führte und ihm öfters sagte, was ich mir gerade wünschte. Aber ich sah, dass er mutiger wurde und selbst immer mehr Gefallen am Sex fand.

Am vierten Tag, den wir in dem Gartenhaus von uns verbrachten, musste Marc Petra ihren Schlüssel bringen, sodass ich für etwa zwei Stunden allein war. Als es feststand, dass Marc kurzfristig weg sein würde, überlegte ich mir was Besonderes für meinen Schatz. Daher kam ich auf die Idee, eine Art Fotoshooting mit mir selbst zu veranstalten. Die Fotos würde ich ihm zeigen und geben, wenn er wieder da war. Ich überlegte auch, ob ich einzelne der Bilder vielleicht sogar noch drucken lassen würde, um ihm später ein Fotobuch oder so zu schenken, da war ich mir aber noch nicht sicher. Was Marc außerdem nicht wusste, war, dass ich mir besondere Kleidung zugelegt hatte. Diese zeigte so viel Haut von mir, dass Marc garantiert sehr erregt sein würde, wenn er mich sah. Alles war in schwarz gehalten und er konnte meine Brüste deutlich sehen. Einzig und allein die Fotos, die ich in dem besonderen Look machte, durften keiner aus ihm zu Gesicht bekommen. Aber da traute ich ihm über den Weg, weil er so was nicht einfach rumzeigen würde. Ich war mir auch sicher, dass er so was Tim nicht zeigen würde. Dieser Bereich war zu intim, als dass er dies überhaupt jemanden zeigen würde.

Als ich vor Langeweile die Küche ein wenig putzte, fiel mir auf, dass wir ein Alcopop übrighatten. Ich war erstaunt, woher, da Marc und ich keinen Alkohol gekauft hatten. Plötzlich fiel mir ein, dass unsere Klassenkameraden zum Teil Alkohol bei hatten, als wir bei dem Picknick waren. Vermutlich hatten wir eine Flasche aus Versehen mit eingesteckt. Ich fragte mich, was ich nun mit dieser Flasche machen sollte. Wenn ich sie hier liegen lassen würde, konnte Marc sie entdecken und grimmig vermuten, dass ich sie besorgt hatte. Ich dachte außerdem, dass die Flasche zum Beseitigen zu schade sei. Daher trank ich die Flasche einfach in der Zeit, in der Marc weg war, aus. In unserer Mülltüte drückte ich die Flasche ganz tief nach unten, dass man die Flasche nur durch Zufall beim Ausleeren entdecken konnte. Bevor Marc kam, machte ich mich noch ein wenig hübsch. Ich ließ das Outfit vom Fotoshooting aber an. Als Marc wieder bei uns im Häuschen ankam, öffnete ich ihm in meinem speziellen Outfit die Tür und meine Vermutung bewahrheitete sich. Marc war hin und weg. Ich sah das an seinem Blick, er musterte mich mehrfach. Als ich ihn nach drinnen zog, bekam ich die totale Lust darauf, mit ihm zu schlafen. Ich wusste nicht, ob die Menge Alkohol, die ich zu mir genommen hatte, eine Rolle spielte. Aber ich spürte von einem Moment auf den anderen, dass ich zum Höhepunkt kommen wollte. Ich ging mit Marc von Anfang an viel wilder als sonst um, was er auch sofort spürte. Umso schöner fand ich, dass er auf meine wilde Art genauso einstieg. In einem Moment, in dem wir uns mit Zunge küssten, unterbrach er allerdings plötzlich. Er fragte mich, ob ich was getrunken hatte…

Ich wusste gar nicht, was ich sagen sollte, und log ihn anfangs an. Er wusste aber sofort, dass ich log. Ich hatte laut seiner Aussage eine Alkoholfahne. Wegen meiner Lüge entschuldigte ich mich gleich bei ihm. Aber er beendete den bis dahin tollen Abend, indem er von mir weg ging und das Haus verließ. In diesen Momenten war ich den Tränen nahe, weil ich mich so schuldig fühlte. Es zog mich total herunter. Ich war mir vor allem auch nicht sicher, ob meine Reaktion vor allem wegen des Alkohols so intensiv war. Als ich mich emotional wieder gefangen hatte, ging ich nach draußen. Dort stand er und schaute in Richtung des Himmels. Ich stellte mich neben ihm und wartete darauf, ob er vielleicht etwas sagte. Als er nach einer gewissen Zeit immer noch nichts sagte, entschuldigte ich mich nochmals bei ihm und er verzieh mir. Allerdings sagte er mir, dass er im Allgemeinen nicht mit einer betrunkenen Frau schlafen wollte, was ich auch durchaus verstehen konnte. Wie er selbst aber auch sagte, war ich wirklich nicht betrunken. Ich fühlte mich ein wenig angeheitert, mehr aber auch nicht. An diesem Abend sprang Marc aber über seinen Schatten und schlief mit mir. So hatten wir an diesem Abend doch unseren Spaß und diese Nacht war so intensiv wie keine zuvor. Ich traute mich während des Sex‘ viel mehr, als ich es sonst tat. Darum fand ich diese Möglichkeit, als sexuelle Anregung ausnahmsweise ein klein wenig zu trinken, eigentlich gar nicht so schlecht. Ich nahm mir vor, ihn früher oder später noch zu fragen, was seine Sorgen waren, falls ich leicht angeheitert sein sollte. Ich hatte mich im angeheiterten Zustand komplett unter Kontrolle und wusste, was ich tat und was ich wollte. Deswegen musste er ja keine Angst davor zu haben, mich womöglich zu etwas zu drängen, was ich gar nicht wollte. Ich behielt aber auch im Hinterkopf, dass Alkohol aber auch dafür sorgen konnte, dass meine Pille nicht mehr richtig oder gar nicht mehr wirkte, wenn ich mich wegen des Alkohols beispielsweise übergeben müsste. Mir war klar, dass ich damit trotz allem vorsichtig sein musste.

Ich erwachte am nächsten Morgen mit starken Kopfschmerzen. Ich fand es beschissen, weil es der vorletzte Tag war, den ich mit Marc vorerst im Gartenhaus verbringen konnte. Als er ebenfalls aufwachte, kümmerte er sich wieder liebevoll um mich. Ich war froh, dass ich ihn hatte, er war regelrecht aufopfernd, wenn er sich um mich kümmerte. Er schlug mir vor, Tabletten aus der Apotheke zu besorgen, was ich dankend annahm. Es gab in unserer direkten Umgebung keine Apotheke, sodass er mit dem Bus fahren musste. Er brauchte daher über eine Stunde, bis er wieder bei mir ankam. In dieser Zeit lag ich bequem unter meiner Decke und schloss die Augen, da meine Migräne dadurch ein wenig angenehmer wurde. Zum ersten Mal, seitdem ich die Migräne deutlich abbekam, war mir auch total übel. Ich war immer drauf und dran, ins Badezimmer zu rennen, um mich notfalls übergeben zu können, falls es hochkommen sollte. Zu meinem Glück schlief ich ein. Nach einer gewissen Zeit erwachte ich recht hektisch und stand auf, weil ich das Klopfen von Marc hörte. Er hatte offenbar vergessen, die Schlüssel für das Häuschen mitzunehmen… Ich öffnete die Tür, und es dauerte keine zehn Sekunden, als mir alles hochkam und ich gerade noch rechtzeitig ins Badezimmer rannte. Ich musste mich übergeben – nur wusste ich nicht, warum. Es war ein total beschissenes Gefühl, an dieser Toilette zu hocken… Marc tat etwas, was ich wirklich sehr ungewöhnlich fand: Während ich mich übergab, kam er einfach mit ins Bad hinein, machte mir einen Waschlappen mit kaltem Wasser nass und achtete sogar darauf, dass meine Haare nicht nach vorne oder in die Toilette fielen. Mir war das zutiefst unangenehm, dass er das so komplett mitbekam, aber gleichzeitig war ich ihm so dankbar, dass er einfach mit ins Bad hineinkam. Durch den kalten Waschlappen, den ich mir kurz ins Gesicht drückte, beruhigte sich mein Körper recht schnell…

Wir gingen später wieder ins Wohnzimmer. Ich legte mich direkt wieder hin. Marc schaute mich sehr besorgt an und fragte: „Ist wieder alles in Ordnung?“ – „Mir ist schon seit vorhin schlecht. Das muss durch die Migräne kommen. Meine Mutter hat das auch oft, wenn es ihr richtig miserabel geht.“ Marc stellte fest: „Das ist echt total doof. Immer, wenn wir unsere Zeit verbringen, kommt diese doofe Migräne und haut dich total um. Du tust mir echt leid.“ Er küsste mir ganz lieb auf die Wange und sagte: „Hier, das haben die Leute von da empfohlen. Das hilft wohl gegen die ganzen Symptome.“ – „Du bist echt lieb.“ – „Ich würde vorschlagen, dass du versuchst, ein wenig zu schlafen. Vielleicht hilft das.“ – „In der Zeit, wo du weg warst, habe ich ja schon geschlafen. Ich bin durch dein Klopfen aufgewacht.“ – „Mist, entschuldige. Ich habe einfach leider die Schlüssel vergessen, ich Idiot.“ – „Nein, du bist kein Idiot, du bist einfach supertoll, dass du extra losgefahren bist. Das hätte ja auch passieren können, wenn ich ganz normal aufgewacht wäre.“ – „Da hast du sicher auch wieder Recht. Hm… Auf jeden Fall bleibst du einfach liegen und entspannst dich. Das ist das Beste, was du jetzt machen kannst.“ – „Ja, das werde ich machen.“ So schlecht, wie es mir an diesem Mittag ging, hatte ich es noch nie erlebt. Diese Migräne-Attacken hatte ich ja schon viele Male. Aber in dieser Ausführung war es bisher einmalig. Zudem fiel mir ein, als ich nachdachte, dass vielleicht der Alkohol vom Abend zuvor eine kleine Rolle spielen konnte. Ich hatte am gestrigen und heutigen Tag eher wenig gegessen, dass der Alkohol fast allein im Magen gewesen sein musste. Vielleicht kam daher auch mein Drang, mich zu übergeben… Ich konnte es nicht exakt wissen, aber ich war mir schon sicher, dass der Alkohol auch eine Rolle spielte. In der Zeit, in der ich auf der Couch lag, kümmerte sich Marc echt viel um mich. Wenn ich ihn um etwas bat, erfüllte er mir sofort jeden Wunsch.

Mir ging zudem etwas ganz anderes durch den Kopf, das mich nicht in Ruhe ließ. Ich konnte mich einfach nicht daran erinnern, ob Marc am Abend zuvor ein Kondom trug. Das war deswegen wichtig, weil ich beim Überprüfen festgestellt hatte, dass ich meine Pille irgendwie vergessen hatte. Da mir die Beilage in der Verpackung dazu riet, nahm ich einmalig zwei Tabletten ein, um die fehlende auszugleichen. Bis zu diesem Zeitpunkt war mir das aber noch nie passiert. Aber nun war es umso wichtiger, dass Marc und ich beim regelmäßigen Sex verhüteten. Ich wollte unter keinen Umständen schwanger werden. Zumindest geriet ich nicht in Panik, da Marc glücklicherweise auch immer verhütet hatte. Wir achteten intensiv darauf.

Der Gedanke, schwanger zu sein, beschäftigte mich sehr, weil ich mich fragte, wie ich mein Leben organisieren müsste. Ich war noch mitten im Abitur und würde es auch noch weit über ein Jahr lang sein und so würde mir ein Kind alles erschweren. Wie Mama darauf reagieren würde, war mir zudem auch ein großes Rätsel. Genauso fragte ich mich, wie Marc mit mir umgehen würde. Abgesehen davon würde es mich selbst wahrscheinlich fertig machen, weil ich einfach bereit für ein Kind war. Ich vermutete aber, dass Marc bei allem erwachsenen Verhalten, das er hatte, nur wenig mit solch einer Situation zurechtkommen würde.

Nachdem ich eine Weile darüber nachdachte, verspürte ich Hunger, den ich dadurch deckte, dass Marc mir etwas zu essen machte. Nach dem Essen stand ich von der Couch auf, worauf Marc mich gleich fragte: „Bist du sicher, dass du nicht weiter liegen willst?“ – „Nein, nein. Mir geht es ja schon mittlerweile besser. Die Tabletten helfen richtig gut. Mein Magen fühlt sich wieder ganz okay an.“ – „Das ist wenigstens gut. So brauche ich mir nicht mehr solche Sorgen um dich zu machen.“ – „Das ist lieb von dir. Nein, du brauchst dir keine Sorgen zu machen, das war einfach alles ein wenig viel. Darum kam mir das vorhin wahrscheinlich alles hoch. Würdest du vielleicht mit mir ein bisschen nach draußen gehen? Ich könnte ein wenig Bewegung richtig gut vertragen, glaube ich.“ – „Bist du sicher, dass du dir das zutraust? Nicht, dass es dir wieder plötzlich total schlecht geht.“ – „Nein, mir geht es wirklich schon viel besser. Ich will auf jeden Fall nach draußen, weil ich frische Luft gebrauchen kann.“ – „Na klar, komm, gehen wir ein bisschen hier in der Kolonie spazieren.“ – „Prima!“

Als ich mir Sachen drübergezogen hatte, gingen wir Hand in Hand spazieren. Die frische Luft, die ich dabei einatmete, tat mir richtig gut. Nach der Stunde, die wir draußen verbrachten, ging es mir so gut wie sonst immer auch. Das bemerkte auch Marc, der mich fragte: „Die Tabletten und die frische Luft scheinen ja perfekt zu wirken, oder?“ – „Irgendwie schon. Ich werde mir die Tablettensorte merken, ich kaufe mir die wieder, wenn es mir schlecht geht. Danke, dass du vorhin losgefahren bist.“ Ich küsste ihn und er meinte: „Na klar mache ich das. Du brauchst nicht immer danke zu sagen.“ – „Du weißt ja, wie ich das meine.“ Wir grinsten und kamen wieder in unserem Gartenhaus an.

Auf der Couch überlegten wir einige Momente, was wir uns zu essen machten. Er fragte mich, ob ich Appetit auf Pizza hätte, was ich ihm bejahte, auch wenn ich mich kurz fragte, ob das für meinen unruhigen Magen die klügste Idee war. Ehe ich weiter darüber nachdachte, folgte anschließend seine Frage nach der Sorte, was mich verwunderte, weil wir im ganz kleinen Tiefkühlschrank nur eine einzige Pizzasorte hatten. Ich sagte ihm, dass wir doch gar nichts bestellen brauchten, doch er beachtete meinen Einwand nicht und fragte erneut, welche Sorte von Pizza ich haben wollte. Als ich ihm die Antwort gab, bestellte er mit seinem Smartphone bei einer Pizzeria zwei Pizzen, die er abholen gehen wollte, da eine Lieferung zum Gartenhäuschen alles andere als unkompliziert gewesen wäre. Nach dem Gespräch meinte ich mit einem Lächeln zu ihm: „Du bist doch echt verrückt!“ – „Wieso?“ – „Dass du da einfach bestellst, obwohl wir doch noch genügend zum Essen dahaben.“ – „Na ja, ich habe doch noch genügend Geld von Petra übrig, was sie mir ja für das Essen speziell gegeben hat. Da kann ich ruhig ein bisschen was auf den Putz hauen.“ – „Ich meine halt nur, weil Pizzen nicht gerade billig sind.“ – „Das kann ich finanziell gerade noch verschmerzen.“ Er lachte, womit er mich ansteckte.

„Möchtest du zur Pizzeria mitkommen oder soll ich lieber kurz allein gehen? Die ist ja nicht weit weg von hier. Ich bin auch gar nicht lange weg.“ – „Ich würde schon mitkommen wollen… Ich fand das draußen echt angenehm und ich fühle mich auch nicht so wohl, wenn du hier so oft allein im Dunkeln unterwegs bist.“ – „Du bist toll, Süße.“ Er gab mir einen richtig schönen, leidenschaftlichen Kuss, der dafür sorgte, dass mein Herz im Innern kurz aussetzte. Solch einen Kuss bekam er nicht so oft hin, aber dafür genoss ich es jedes Mal mehr als alles andere, wenn er so drauf war. Das bedeutete nicht, dass er schlecht küsste, ganz im Gegenteil. Aber dieses besondere Gefühl, wenn er zärtlich und intensiv zugleich küsste, gelang ihm nur in bestimmten Momenten und vermutlich vor allem, wenn er sich enorm auf den Kuss konzentrierte.

Wir zogen uns direkt wieder an und gingen zur Pizzeria. Als wir die Pizzen direkt ausgehändigt bekamen, da Marc bereits online gezahlt hatte, stellte ich fest, dass er ziemlich große Pizzen bestellt hatte. Ich fragte mich auf dem Nachhauseweg, wie ich so viel verputzen sollte… Aber Marc beantwortete die Frage anders als erwartet: Da ich ihm locker meine halbe Pizza anbot, aß er diese auch noch vollständig auf, was mich wirklich an diesem Tag überraschte. Er hatte offenbar richtig Hunger und Appetit.

Friedlich und satt saßen wir auf unserer Couch und schauten eine weitere Folge unserer beider Lieblingsserie. Ich tätschelte meinen Schatz währenddessen gerne am Bauch oder an anderen Stellen, während er in meinen Haaren rumspielte. Ich liebte diese Momente sehr. Meine Migräne-Anfälle hielten sich an diesem Tag komplett zurück, was ich echt klasse fand. So kam es am Abend dazu, dass wir gemeinsam in der Dusche wieder intensiv schmusten. Dieses Mal brachte er mich in der Dusche aber nicht zum Orgasmus, weil mir zu dem Zeitpunkt noch nicht danach war. Mir gefiel das als Vorspiel aber dennoch total. Als wir abgetrocknet aus der Dusche kamen, ging unser Petting schnell so weit, dass wir miteinander schliefen. Es war eines der noch recht wenigen Male, dass ich so richtig zum Orgasmus kam. Wir hatten, was mein Erreichen eines Orgasmus‘ anbelangte, einfach noch nicht so richtig die Erfahrung. Ich war mir sicher, dass sich dies auch bald ändern würde. Böse war ich ihm aber nicht, vermutlich konnte er einige Male auch nichts dafür, wenn ich nicht hundertprozentig bei der Sache war. Auch, wenn Marc immer glaubte, dass vor allem er lange Zeit nicht besonders gut abschalten konnte, stellte auch ich manchmal fest, dass ich mich nicht immer vollständig fallen ließ. Eine genaue Erklärung hatte ich dafür nicht. Vermutlich gingen mir manchmal einzelne Dinge durch den Kopf, die mir Sorge bereiteten. Oft waren das eher abstrakte Dinge, die vermutlich nie eintrafen, oft sogar Sorgen um Marc, weil ich ihn so sehr liebte und ich mir immer wieder Sorgen um seine Emotionalität machte.

Als wir abends im Dunkeln unter der Decke entspannten, fragte ich ihn: „Hast du gestern eigentlich ein Kondom verwendet?“ – „Wie kommst du denn jetzt auf die Frage?“ – „Na ja, ich weiß das einfach nicht mehr. Irgendwie habe ich das total vergessen.“ – „Also, da ich mit dir nicht ohne Kondom schlafe, muss ich ja wohl eines darauf gehabt haben.“ – „Bist du dir sicher?“ – „Ja, na klar. Ich trage immer ein Kondom, wenn ich mit dir schlafe. Ich weiß auch noch, wie ich gestern das Kondom abnahm und in den Müll getan habe.“ – „Na dann kann ich beruhigt sein…“ – „Ähm?“ – „Ich… habe in den letzten Tagen vergessen, die Pille zu nehmen.“ – „Aber… Wie konnte das denn passieren?“ Er fragte völlig verständnisvoll und machte kein Anzeichen eines Vorwurfs. „Ich weiß es auch nicht. Ich habe das einfach total vergessen. Ich denke ab sofort aber immer daran. Das darf mir kein zweites Mal passieren.“ – „Solange ich den Teil der Verhütung übernehme, ist das alles ja kein Problem. Bloß, falls wir uns womöglich dazu entschließen sollten, ohne Kondom miteinander zu schlafen, darfst du die Pille natürlich nicht vergessen haben.“ – „Ja, das stimmt schon. Aber ich muss dir ehrlich sagen, dass ich gerne eine zusätzliche Sicherheit hätte, bevor ich ohne Kondom mit dir schlafe.“ – „Und die wäre?“ – „Dass du zum Arzt gehst und einen Test machst.“ – „Denkst du etwa, dass ich Aids habe, oder wie?“ – „Nein, das denke ich nicht, aber du kannst ja theoretisch irgendwas im Körper haben, was du mir übertragen könntest. Ich will nur auf Nummer sicher gehen.“ – „Das ist völlig okay. Ich muss schauen, dass ich zu meinem Arzt hinkomme, sobald ich Zeit finde. Aber hast du dich denn schon testen lassen?“ – „Ja, habe ich. Ich bin soweit gesund, aber ich zeige dir den Test, wenn wir wieder bei mir zu Hause sind, ich habe den jetzt natürlich nicht mit dabei.“

Marc erzählt:

Um Janine zum Abschluss noch eine Freude zu bereiten, bereitete ich am Morgen das Frühstück für uns vor. Sie wachte um halb zehn auf und nach einem zärtlichen Kuss von mir meinte ich leise zu ihr: „Schau, was ich hier für dich hab…“ Sie lächelte und mein Plan ging genau auf. Während wir unter der Decke aneinander gekuschelt lagen, aßen wir ganz gemütlich und die Atmosphäre gefiel mir wieder sehr.

Nach dem Essen räumte ich unser Wohnzimmer auf, weil ich ihr einfach damit noch zeigen wollte, wie dankbar ich ihr für diese schönen Tage war. Als ich nach rund einer halben Stunde mit dem Zimmer fertig war, griff Janine mir plötzlich von hinten um den Bauch herum und küsste mich am Nacken. Ich drehte mich um, als sie mich losließ, und wir küssten uns erneut, dieses Mal mit Einsatz der Zunge. Es war wieder sehr schön und nach ein paar wenigen Minuten war mir klar, auf was sie hinauswollte. Ich gab mich ihr hin, weil sie mich nach ein paar Minuten dahatte, wo sie mich haben wollte. Allerdings stellten wir, als es darum ging, dass ich ein Kondom drüberziehen sollte, fest, dass wir keine Kondome übrighatten. Wir schauten uns ein paar Sekunden fragend an und Janine sagte: „Wir können ja unseren Spaß haben… ohne, dass wir miteinander schlafen.“ Ich wusste natürlich, was sie meinte. Sie holte Taschentücher und ich fing instinktiv damit an, sie mit der Hand zu befriedigen, was mir sogar – nach einer langen Weile – erfolgreich gelang. Im Gegenzug liebkoste Janine meinen Penis so lange, bis ich zu meinem Orgasmus kam. Wir kuschelten anschließend noch eine Weile lang auf ihrer Couch… Es war einfach klasse.

Nach einer Weile – der frühe Nachmittag begann – gingen wir gemeinsam in die Dusche, in der wir noch ein wenig miteinander schmusten, irgendwie bekamen wir nicht genug voneinander. Anschließend zogen wir uns an und brachten den Rest des Gartenhäuschens auf Vordermann, da man der Küche ansah, dass wir sie verwendet hatten. Dabei fiel uns auch auf, dass wir sogar noch ein komplettes Paket Kondome besaßen. Wir hatten es im Eifer des Gefechtes übersehen.

Wir waren mit allem um halb fünf fertig, sodass wir unsere Taschen packten und das Haus verließen. Mit den vollen Taschen fuhren wir noch gemeinsam zu einem Foto-Shop, bei dem Janine an einem Foto-Drucker einige ihrer sexuell erregenden Bilder ausdrucken ließ und mir direkt schenkte. Als ich sie auf den Bildern sah, spürte ich direkt wieder, wie sie mich anmachte… Als wir schließlich mit dem Bus auf dem Nachhauseweg waren und Janine kurz vor dem Aussteigen war, küssten wir uns intensiv. Es war ein richtig seltsames Gefühl, als sie den Bus verließ und diese gemeinsamen Tage zwischen ihr und mir vorbei waren.

Bereits, als ich zu Hause ankam, spürte ich, dass sie mir fehlte. Die gesamten Tage, die ich mit ihr in diesem Häuschen verbracht hatte, hinterließen bei mir massive Spuren. Ich spürte, dass ich an Janine viel mehr gebunden war als je zuvor. Ich wollte mein Leben mit ihr verbringen, das wurde mir klar.

Ich saß zu Hause auf meinem Bett, als Petra von ihrer Arbeit wieder kam und mich begrüßte. Sie fragte mich: „Und, wie war die Woche mit Janine?“ – „Die Tage mit ihr waren echt schön. Jetzt verstehe ich zumindest, was es heißt, eine Beziehung zu haben.“ – „Ach… Das klingt so, als hättet ihr da das erste Mal miteinander geschlafen, was?“ Ich war erstaunt über ihre Offenheit. Mit einem Lächeln schaute ich sie an und sie ergänzte: „Also hast du da mit ihr dein erstes Mal gehabt.“ Ich grinste und sagte: „Wo du mich jetzt so direkt fragst: Mein erstes Mal hatten Janine und ich schon vor einigen Wochen.“ – „Oh, okay.“ Es entstand eine peinliche Stille und wir lachten. Sie fragte: „Und, wie war es?“ Ich lächelte und meinte: „Es war eigentlich ganz schön.“ – „Es freut mich, zu hören, dass es zwischen euch gut läuft. Damals, als du mir Janine vorgestellt hast, hätte ich wohl nie gedacht, dass ihr zusammenkommen würdet, geschweige denn, dass ihr miteinander euer erstes Mal haben würdet.“ – „Das hätte ich wohl auch nie geglaubt. Ich hatte ja in den ersten Jahren nicht so richtig großes Interesse an ihr. Ich hatte ja bloß bemerkt, dass sie und ich gut miteinander reden konnten, mehr aber auch nicht.“

Petra verließ mit einem Schmunzeln das Zimmer und ich war überrascht, dass ich so locker mit ihr reden konnte. Normalerweise verschwieg ich ihr ja relativ viel, was meine Beziehung zu Janine anging, aber das Gespräch war einfach anders als sonst. An diesem Abend telefonierte ich noch ein bisschen mit Janine und ging – ein wenig erschöpft – um kurz nach elf schlafen. Als ich um kurz nach neun aufwachte, suchte ich mit einem geöffneten Auge instinktiv nach Janine, an die ich mich heran kuscheln wollte. Nach vielen Momenten registrierte ich mit einem Seufzen, dass sie ja gar nicht mehr in meiner Nähe war. Ich war so daran gewöhnt, dass sie neben mir lag, dass ich selbst nach ihr suchte, wenn es nicht mehr so war. Ich drehte mich nur noch und schlief nach wenigen Momenten wieder ein.

Eine Stunde später erwachte ich erneut. Allerdings hatte ich nun so viel geschlafen, dass ich von da an nicht mehr müde war und einfach im Bett liegen blieb, um nachzudenken. Ich ließ die letzten Tage im Garten Revue passieren und es waren unheimlich schöne Momente, die ich mit Janine verbringen konnte. Einfach das Gefühl, dass sie und ich 24 Stunden täglich zusammen waren, fand ich toll. Es war einerseits komisch, andererseits aber auch sehr schön, weil ich mit ihr noch nie so viel Zeit am Stück verbracht hatte. Klar, wir waren zusammen für wenige Tage verreist und dort auch schon bereits unter uns, allerdings waren wir uns da körperlich noch überhaupt nicht nah und das intime Vertrauen füreinander war noch nicht so stark ausgeprägt.

Ich stand fröhlich gelaunt auf und bemerkte, dass Petra immer noch oder wieder schlief. War sie nicht relativ früh abends nach Hause von der Arbeit nach Hause gekommen? Ich ging in die Küche und machte mir Frühstück. Im Laufe des Tages erledigte ich die Hausaufgaben, die ich in meinen Kursen über die Ferien aufbekommen hatte, telefonierte mit Janine eine Zeit lang und schaute als Entspannung am Ende fern. Ich machte mir ein wenig Sorgen, weil sie mir sagte, dass sie Anzeichen für eine Erkältung und zudem auch erhöhte Temperatur hatte. Zumindest schloss sie ihre Migräne als Grund für ihr Beschwerden aus, was mich eher beunruhigte.