Sommerferien
Die nächsten Wochen vergingen und wir hatten für uns wieder praktisch keine Zeit, weil uns die Schule mit Arbeit so heftig zuschüttete wie niemals zuvor. So richtig klar war uns nicht, warum die Lehrer alle so übertrieben, vielleicht, weil sie uns auf die Oberstufe vorbereiten wollten, dennoch pfiffen viele von uns einfach nur noch auf dem letzten Loch. Janine und ich waren teilweise sogar so fertig, dass sie ihrem Nachhilfeschüler vereinzelt absagte und es ging sogar so weit, dass wir an einem Wochenende, an dem wir uns hätten sehen können, entschieden, jeder für sich zu Hause zu bleiben, weil wir nicht die Energie hatten, gemeinsam viel Zeit verbringen zu wollen. So kam es, dass wir uns im Verlauf der nächsten etwa zwei Monaten nur an drei Wochenenden überhaupt sahen. Unsere Intimität entwickelte sich dabei aber so gar nicht weiter, auch wenn ich trotzdem spürte, wie sehr ich mich auch weiterhin zu ihr gezogen fühlte.
An dem zweiten dieser gemeinsamen Wochenenden, da war etwa die Hälfte dieser Durststrecke überwunden, sprach ich Janine darauf an, dass ich mir Sorgen um unsere Beziehung machte, weil wir uns nur noch so wenig sehen würden. Sie war ganz überrascht, dass ich das so offen ansprach und sagte: „Ich hatte mir auch letztens Gedanken dazu gemacht, aber ich bemerke einfach nur, dass ich dich umso mehr vermisse und dass ich dich umso mehr für mich haben möchte.“ – „Aber ich meine das ernst, Süße. Ich will nicht, dass es uns passiert, dass wir nicht mehr zusammen sein wollen, weil wir uns zu lange womöglich zu wenig gesehen haben könnten.“ – „Darauf müssen wir auf jeden Fall achten, aber wir haben ausnahmsweise den Vorteil, dass wir uns ja täglich in der Schule sehen und wenigstens ein bisschen Zuneigung austauschen können. Ich fände das schlimm, wenn wir das auch nicht hätten, so wäre meine Sehnsucht noch viel schlimmer.“ Ihr kamen plötzlich und ohne große Vorwarnung dabei Tränen, womit ich überhaupt nicht rechnete. Ich nahm sie in den Arm und sagte ihr: „Das stimmt, darüber bin ich auch froh. Ich würde das auch nicht aushalten, wenn ich dich so lange nicht sehen und spüren könnte.“ – „Lass uns bitte immer sofort darüber sprechen, wenn wir bemerken, dass wir uns zu lange nicht gesehen haben, ja?“ – „Ja, absolut. Genau deswegen wollte ich heute auch mit dir darüber sprechen… Auch, weil ich jetzt schon das Gefühl hatte, dass drei Wochenenden ohne Übernachtung einfach schon sehr viel waren.“ – „Da hast du Recht…“ Sie kuschelte sich sehr fest an mich und ich war froh, diese Zuneigung endlich wieder genießen zu können. „Du spürst das aber auch? Dass du mich vermisst?“ – „Ja, na klar. Ich habe mich so darauf gefreut, dass wir jetzt das Wochenende füreinander haben. Ich war so froh, dass wir in dieser Woche nicht so viel zu tun hatten und endlich ein bisschen Zeit für uns nutzen können.“ – „Hast du denn jemals daran gedacht, dass wir nicht mehr in einer Beziehung sein sollten, wenn wir halt nur so wenig Zeit haben?“ Sie schaute mich mit richtig traurigen Augen an und ich sagte genau das, was ich dachte: „Nein, das würde für mich nie in den Sinn kommen. Selbst wenn ich Monate darauf warten müsste, dass wir endlich wieder Zeit für uns haben. Du gehörst zu mir, ich liebe dich.“ – „Das hast du schön gesagt, ich liebe dich auch sehr.“ Wir küssten uns intensiv und ich wischte ihr noch zwei letzte Tränen von ihrer Wange weg. Mir gingen diese Tränen auch nahe, weil ich genauso wie sie litt.
Vor den Sommerferien bekamen wir unsere Zeugnisse und ich war zum ersten Mal derjenige, der als bester der Klasse durchging. Obwohl meine Noten auch früher schon richtig gut waren, hatten sich meine Leistungen während der Beziehung massiv verbessert, weil ich einfach richtig Bock hatte, im Unterricht mitzumachen. Oftmals war ich so leidenschaftlich engagiert, weil mich Janine einfach mit ihrer Präsenz schon motivierte. Im Zeugnisschnitt hatte ich mit hauchdünnem Vorsprung Janine auf Platz zwei verwiesen, soweit wir das nachvollziehen konnten. Janine war mir aber nicht „böse“, es kam ihr nie darauf an, die Beste zu sein, auch wenn sie das in den letzten Jahren nahezu immer war.
In den Sommerferien hatten Janine und ich theoretisch wieder genügend Zeit für uns, wenn uns das liebe Schicksal nicht dazwischengefunkt hätte. Von den sechs Wochen, die wir hatten, konnten wir die ersten zwei Wochen nicht nutzen, da mich eine heftige Erkältung erwischt hatte und Janine fast direkt nach mir krank wurde. Von den restlichen vier Wochen war Janine zudem in der letzten Woche mit Melanie zu Verwandten verreist.
Direkt am ersten Tag der dritten Ferienwoche, als Janine und ich wieder endgültig fit waren, rief mich Janine vormittags an: „Hey, Bärchie!“ – „Na Süße?“ – „Kommst du heute zu mir? Meine Mutter bleibt über Nacht weg, heißt, wir haben sogar die Wohnung für uns.“ – „Ja, na klar, endlich können wir uns wieder sehen!“ – „Ja, ich vermisse dich hier total… Ich vermisse dich so unheimlich, das kannst du dir kaum vorstellen.“ – „Frag mich mal. Wir haben uns jetzt sogar nicht durch die Schule sehen können, das hat es noch schlimmer gemacht. Wann soll ich vorbeikommen?“ – „Du kannst einfach herkommen, wann immer du willst.“ – „Ist ok, ich mache mich bald fertig.“ – „Ich zieh mir dann auch was an.“ – „Telefonierst du etwa nackig mit mir?“ – „Na klar. Du siehst es sowieso nicht, hihi.“ Ich stutzte kurz, weil ich überlegte, was ich darauf noch kontern konnte, sie ergänzte plötzlich: „Nein, du Doofi, natürlich laufe ich hier nicht nackig rum. Meine Mutter ist auch noch da, schon vergessen? Die ist erst in zwei oder drei Stunden weg.“ Wir lachten daraufhin los und ich meinte: „Na ja, keine Ahnung, was du in deiner Freizeit so machst, wenn es keiner mitbekommt.“ – „Tja, das verrate ich dir vielleicht irgendwann…“ Darauf wusste ich erneut nicht, was ich sagen sollte, weil ich mir erneut nicht sicher war, auf was Janine womöglich anspielen könnte. Ich überging ihre Antwort einfach und fragte: „Soll ich so in etwa zwei Stunden da sein?“ – „Ja, das klingt doch gut. Ich liebe dich!“ – „Ich dich auch!“
Am frühen Nachmittag fuhr ich zu Janine. Meine Sachen, die ich für die Übernachtung brauchte, hatte ich natürlich bei, sodass ich vollkommen entspannt bei Janine ankam. Als sie mir die Tür öffnete und ich eintrat, fiel sie mir um den Hals, was mich ein wenig verwunderte. Janine war fast ungeschminkt. Ich konnte zudem nicht leugnen, dass ich Janines Figur einfach toll fand. Ich fragte Janine in einem Moment, in dem sie mich kurz festhielt: „Was ist denn auf einmal los mit dir? Du bist mir ja noch nie so sehr um den Hals gefallen, wenn wir uns gesehen haben.“ – „Ich hatte einfach Bock darauf!“. Sie grinste mich an und ich spürte, dass Janine einfach erregt war. Ich konnte mir gut vorstellen, dass sich ihre Erregung der letzten Wochen und Monate gewaltig anstaute, sodass sie jetzt einfach jede Minute intensiv genießen wollte.
Wir knutschten mehrere Minuten lang intensiv und in einem kurzen Moment der Pause fragte Janine: „Hast du eine Idee, was wir heute so machen können?“ – „Was hältst du von Kino?“ – „Ja, Kino ist cool. Und was kann man sonst noch so machen?“ – „Was soll man denn noch sonst machen? So viel Zeit haben wir doch vor und nach dem Kino nun auch nicht mehr.“ – „Na ja, wir können ja nachher schauen…“. Ich hatte schon wieder die Vorahnung, dass Janine das Schmusen meinte. Ich konnte mir beim besten Willen nicht erklären, wieso ich solche Schwierigkeiten hatte, mit Janine zu schmusen. Es hing nicht damit zusammen, dass ich einen Ekel vor meiner Süßen hatte, was für ein unsinniger Gedanke, aber irgendwie konnte ich oft einfach nicht abschalten, wenn Janine mit mir schmusen wollte. Ja, es war auch weiterhin recht ungewohnt für mich, aber ich spürte, dass sie mich damit anmachte.
Janine meinte: „Ah, Mist, mir fällt gerade ein: Ich soll heute noch ein paar Sachen einkaufen. Kommst du mit?“ – „Na klar.“ Wir gingen Händchen haltend einkaufen und trafen dabei noch auf Tim und Anna, die einfach ein bisschen bummeln gingen. Wir standen locker eine halbe Stunde zusammen und quatschten noch, bis die beiden weiterzogen und wir Janines Einkauf erledigten. Nach dem Einkauf war klar, dass ich wieder den Packesel spielen „durfte“ und Janine rein gar nichts tragen brauchte. Wieder bei meiner Süßen angekommen, half ich ihr beim Auspacken der Sachen, worauf sie mich danach längere Zeit küsste. Ich spürte wieder, dass sie mehr wollte.
Janine verzog sich ins Bad und ließ mich in ihrem Zimmer, weil sie sich „ein bisschen“ für den Kinobesuch frisch machen wollte. Sie kam nach knapp einer Stunde aus dem Bad und hatte sich praktisch nur geschminkt. Wofür sie eine geschlagene Stunde brauchte, war mir doch irgendwo ein Rätsel. Ich brauchte mich nicht umzuziehen oder etwas dergleichen, sodass Janine und ich direkt losgingen. Im Kino suchten wir uns einen Film aus, der ausnahmsweise uns beiden vom ersten Eindruck gefiel. Ich hatte mich sonst bisher oft breitschlagen lassen, mit ihr Filme zu sehen, die mich nicht so sehr interessierten, von denen ich aber sehr oft im Nachhinein positiv überrascht war. Unser jetzt gewählter Film war richtig cool und ich fand es sehr angenehm, dass ich mit Janine die Kuschelbank hatte, weil sie in meinen Armen liegen konnte, ohne, dass es für uns unbequem wurde. Während einer kurzen langweiligen Stelle im Film erinnerte ich mich an die Situation, als Janine und ich gerade beim Zusammenkommen waren und wir im Kino saßen, als ich sie küssen wollte. Sie legte später ihre Beine über meinen Schoß und ich konnte mich noch richtig daran erinnern, wie überfordert ich mit der Situation war. Vor allem war dieses wohlig warme, aber zu dem Zeitpunkt noch recht unbekannte Gefühl einfach unheimlich überwältigend. Im Vergleich zu dem Kinobesuch jetzt war dieses wohltuende Gefühl nun tief im Innern verankert.
Nach dem Kino waren die Geschäfte bereits geschlossen, aber Janine und ich nutzten die angenehme Abendtemperatur, um noch draußen zu bleiben. Wir bummelten ein wenig die Wege entlang, schauten durch die Schaufenster in die Läden und Janine hegte so manche und jene Wünsche, was sie so gerne hätte. Klar, manches konnte ich ihr schwerlich erfüllen, aber sie nannte auch ein paar Sachen, die ich für ihren Geburtstag kaufen konnte und die finanziell durchaus im Bereich des Machbaren lagen. Ich war dankbar, dass sie mir mit ein paar ersten Ideen für ihren Geburtstag half.
Als wir um 22 Uhr etwa keine Lust mehr hatten, gingen wir wieder zu Janine und ließen dort den Abend ruhig angehen. Während Janine sich abschminkte, bereitete ich noch ein kleines Abendbrot vor. Anschließend bezog ich ihr Bett – mittlerweile wusste ich, wo ich die ganzen Sachen fand – und wartete darauf, dass Janine im Bad fertig wurde. Sie brauchte glücklicherweise nicht sehr lang, kam aus dem Bad und küsste mich als Erstes, als sie sah, was ich schon für sie bzw. uns gemacht hatte. Ich ging ins Bad, zog mich um, machte mich frisch und wanderte unter die Decke, unter der Janine bereits lag. Wir aßen gemütlich das Abendessen, während wir fernsahen. „Weißt du, was mir gerade einfällt: Wo ist eigentlich mein Schlafanzugoberteil?“ – „Hast du das echt die ganzen Monate vergessen?“ Sie brachte mich mit ihrem Grinsen zum Lachen und ergänzte: „Hast du das die ganze Zeit nicht vermisst?“ – „Nein, irgendwie nicht. Ich habe es vergessen.“ – „Tja, offenbar brauchst du es wohl doch nicht, was? Auch wenn du gerade wieder ein T-Shirt trägst…“ – „Soll ich es ausziehen?“ – „Ist dir denn nicht zu warm? Es ist schon genug heiß genug…“ Sie hatte Recht, es war durch die heißen Temperaturen in den letzten Tagen in der Wohnung wirklich schon aufgeheizt. Aber dadurch, dass ich ja mit Petra zusammenwohnte, war ich es gewohnt, immer ein Shirt und eine mindestens kurze Hose zu tragen, weil ich ja auch nicht wollte, dass es ihr unangenehm wurde, wenn ich womöglich halbnackt durch die Wohnung laufen würde. Das machte sie schließlich auch nicht.
„Lass uns zumindest noch fertig essen, danach kannst du ja dein T-Shirt wirklich loswerden…“ Sie schaute mich recht offensiv und verführerisch an, was mich wieder leicht verunsicherte. Janine stand nach wenigen Minuten auf und brachte unser großes Tablett in die Küche. Da mir mittlerweile wirklich warm war, zog ich nun mein T-Shirt wirklich aus. Als Janine ins Zimmer kam, bemerkte sie dies sofort und ich fragte: „Was muss ich tun, um mein Schlafanzugoberteil aus der Geiselhaft zu befreien?“ – „Ich schlage einen Tauschhandel vor.“ Wir mussten ziemlich lachen und Janine roch zunächst an meinem gerade ausgezogenen T-Shirt. „Mhm, das riecht nicht so richtig intensiv nach dir. Du hast kein Parfüm heute dran gehabt, oder?“ – „Nein, heute habe ich es vergessen, weil ich nach dem Duschen recht zügig los bin.“ – „Wäre es ok, wenn ich etwas von deinem Parfüm hier ran spritze?“ Ich schaute sie belustigt an und fragte: „Aber das ist doch nicht das Gleiche, wenn ich Parfüm trug und das T-Shirt anhatte?“ – „Das stimmt, aber wenigstens besser als nichts, wenn ich dich wieder so richtig vermisse… Und vielleicht habe ich auch einfach so an deinem Parfüm gerochen, wenn ich dich schon lange nicht mehr für mich hatte?“ Sie schaute schon fast beschämt, während mich das nur noch mehr belustigte. Ich meinte leicht neckend: „Ach deswegen ist meine Parfümflasche schon zur Hälfte leer, obwohl sie kaum benutzt habe!“ – „Was? Nein? Ich war das auf keinen Fall!“ Ich sah ihr im Gesicht an, dass sie mich mindestens ein kleines bisschen anflunkerte.
Janine ging an ein bestimmtes Fach ihres großen Kleiderschranks und holte mein Schlafanzugoberteil heraus. Ich stand parallel auf und bemerkte plötzlich, dass in ihrem Fach gleich mindestens zwei weitere T-Shirts von mir waren, von denen ich nicht wusste, dass sie sie gemopst hatte. Ja, ich hatte mittlerweile ein paar Oberteile und auch eine Hose bei ihr gelassen, um für den Fall der Fälle Wechselkleidung zu haben, das hatte Janine bei mir auch gemacht, aber, dass sie darüberhinausgehend noch weitere T-Shirts von mir hatte, war mir bisher nicht klar. „Du hast mir ja noch mehr Kleidung geklaut!“ Ich schaute sie in einer Mischung aus erstaunt und belustigt an, während sie gefühlt immer kleiner wurde und sie kleinlaut zugab: „Na ja, ich habe dich halt echt vermisst.“ Sie zog dabei eine niedliche Schnute und ich meinte: „Und was muss ich tun, um meine weiteren T-Shirts zu befreien?“ – „Eigentlich möchte ich die gerne noch hier behalten…“ – „Na gut, okay. Dann nehme ich zumindest mein Schlafanzugoberteil wieder mit, damit ich zu Hause auch einen vollständigen Schlafanzug habe, falls ich den brauchen sollte.“ – „Und darf ich etwas Parfüm an dein T-Shirt ran machen?“ Ich fand sie unfassbar niedlich, wie sie mich das in diesen Momenten fragte. „Ja, das kannst du machen. Und wenn du willst, mache ich mir einen kleinen Spritzer an den Hals, damit ich auch jetzt danach rieche.“ – „Ojaaaa!“ Sie zog das Wort zwei Sekunden lang, was mich nur noch mehr zum Lachen brachte. Ich ging ins Bad, verfolgt von Janine, die mich von hinten umarmte, nachdem ich mir gerade einen ganz kleinen Spritzer Parfüm an den Hals und Oberkörper spritzte und darauf achtete, dass das T-Shirt auch ein kleines bisschen davon abbekam. Kaum, dass ich das erledigt hatte, entwendete mir Janine ohne Vorwarnung das T-Shirt und flitzte damit in ihr Zimmer. Ich ließ mich auf das Spiel einfach ein und rannte ihr hinterher, während sie schockiert war, dass ich dabei zuschauen wollte, wo sie dieses Mal mein T-Shirt verstecken wollte. „Aber so weißt du ja, wo ich das T-Shirt hinlege, und dann nimmst du mir das bestimmt beim nächsten Mal wieder weg!“ Sie schaute gespielt entsetzt und traurig, worauf ich meinte: „Du kannst mir doch nicht erzählen, dass das nach ein oder zwei Wochen noch nach mir riecht.“ – „Doch, doch, auf jeden Fall!“ Sie flunkerte mich leicht wieder an, was ich einfach umso niedlicher in diesen Momenten fand. „So, pack es weg oder wollen wir hier noch länger vor deinem Schrank stehen?“ – „Oh, ieeeeeh, was ist das denn da? Ist das eine Spinne?“ Sie zeigte auf die Wand hinter mir und spielte völliges Entsetzen darüber, wobei ich sie an diesem Tag ausnahmsweise richtig gut lesen konnte. Ich wusste, dass sie mich austricksen wollte. „Süße, das funktioniert nicht. Hinter mir ist nichts, du willst doch nur, dass ich nicht sehe, wo du das T-Shirt versteckst.“ – „Ach menno!“ Sie legte es letztlich an die gleiche Stelle, wo die anderen T-Shirts von mir bereits lagen, und schloss ihren Schrank. Ich schaute sie weiterhin breit lächelnd an und sie fragte: „Woher wusstest du, dass ich dich ausgetrickst habe?“ – „Ich habe es dir in den Augen ablesen können. Ich kann dir in deinem Blick und vor allem in deinen Augen ablesen, ob du etwas ernst meinst oder nicht. Genauso, wie du mich mittlerweile gut kennst, weiß ich bei dir auch oft, was du denkst.“ – „Das stimmt. Ich finde es vor allem so erstaunlich, wie gut ich dich jetzt kenne. Als wir uns schon so viel sahen, wo wir noch nicht zusammen waren, dachte ich eigentlich, ich würde dich gut kennen, aber ich sehe jetzt noch so viele Seiten an dir, von denen ich gar nichts wusste.“ – „Ja, das stimmt. Das mit der Kleidung hätte ich zum Beispiel wohl auch nie rausgefunden, wenn wir nicht zusammen wären.“ – „Das stimmt.“ Sie kam sehr zielgerichtet auf mich zu und strich mir mit der Hand über den Oberkörper. „Oh, du zuckst gar nicht mehr, wenn ich das mache!“ – „Ist das so? Ich habe das sowieso nie bemerkt.“ – „Ja, sonst hatte ich immer das Gefühl, als wäre dir das nicht so angenehm, aber…“ Sie strich mir bewusst viel mehr über meinen Oberkörper, während ich ihr dabei auf eine gewisse Art und Weise fasziniert zuschaute. Ich hatte mich mittlerweile gut daran gewöhnt.
Sie führte ihren Satz gar nicht weiter vor und kam mit ihrem Kopf meinem so nahe wie sie konnte. Ich machte mich instinktiv etwas kleiner, weil sie sonst meist keine rechte Chance hatte, mich zu küssen. Ich hatte in letzter Zeit vor allem das Gefühl, als wäre ich noch ein ganz kleines Stückchen größer geworden, das machte es für sie noch schwerer. Ich fühlte mich aufgrund der Lockerheit zuvor echt zu ihr hingezogen, sodass aus dem vorsichtigen Annähern schnell ein recht intensives Knutschen wurde. Wir bugsierten uns zu ihrem Bett rüber und Janine schaltete in einer ziemlich eleganten Bewegung das Licht im Zimmer aus, sodass nur noch das Fernseherlicht angeschaltet war. Aber auch dieses hielt nur noch wenige Sekunden lang, weil Janine in einem weiteren günstigen Moment die Fernbedienung fand und dem Fernseherlicht den Garaus machte. Es war nun nahezu stockfinster in ihrem Zimmer und ich bemerkte, dass ich ganz kurz darüber nachdachte, was wir hier wieder machten. Es passierte mir echt immer wieder… Aber ich lernte mittlerweile damit umzugehen und konnte mich auf Janine etwas besser einlassen als meist sonst. Wir legten uns seitlich hin und ich zog sie instinktiv sehr an mich heran, während wir weiter beim Knutschen waren. Ich spürte, dass mich meine Reize übermannten und auch Janine ging im Einklang dieser Reize. Nicht nur, dass mein Penis enorm steif wurde, was Janine natürlich spürte – wir fingen wohl so intensiv wie bisher noch nie an, miteinander zu schmusen. Es war zwar immer noch etwas vorsichtig, was vor allem an mir lag, aber ich griff ihr unter das Oberteil und streichelte sie, ohne groß darüber nachzudenken, einfach über ihren Oberkörper. Ihre Busen ließ ich aber absichtlich aus, auch wenn Janine einmal die Knutscherei kurz stoppte und mich offensiv und intensiv anschaute, ob ich womöglich weiter gehen würde. Ich glaubte trotz der Dunkelheit aus ihrem Blick herausgelesen zu haben, dass sie wollte, dass ich weiterging, aber ich kniff wieder, auch wenn ich stolz war, mich einfach etwas mehr getraut zu haben. Ich war aber immerhin so mutig, dass ich mit meinem Finger zwischen ihren Busen entlang strich, und Janine keuchte dabei leise, weil sie das so richtig genoss. Ich war so überfordert, dass ich meine Hand kaum ruhig halten konnte, aber ich war stolz auf mich. Von einem Moment auf den anderen knutschte sie mich wieder richtig heftig und ich hatte das Gefühl, als würde sie mich auffressen wollen… Ich spürte, dass sie ihren Verstand völlig ausgeschaltet hatte, während ich im Vergleich zu ihr geistig noch recht gut da war. Janine schob plötzlich ohne Vorwarnung ihre Hand an meinem Bauch langsam nach unten und kam bei meiner kurzen Schlafhose an, unter der ich noch einer Boxershorts trug. Wir stoppten unsere intensive Schmuserei, während Janine furchtlos, aber vorsichtig mit der Hand unter meine kurze Schlafhose ging. Ich merkte, dass mich das schon ziemlich überforderte und driftete mit meinen Gedanken völlig ab.
Janine fragte mich leise: „Vertraust du mir?“ Diese Frage war für mich gefühlt die absolute Hölle, weil ich ihr so sehr wie keinem anderen Menschen vertraute. Ich spürte, dass ich sie liebte, aber ich wusste nicht, ob ich diese Nähe schon konnte. Das lag aber nicht daran, dass ich Janine misstraute. Ich hauchte ihr ein leises „Ja“ entgegen, weil es der Wahrheit entsprach, während Janine mit ihrer Hand an dem Bund meiner Boxershorts ankam. Sie rutschte mit ihrer Hand vorsichtig drunter und berührte einen meiner Innenoberschenkel. In dem Moment konnte ich meine Nervosität nicht mehr zurückhalten, mein Herz hatte schon weit mehr als nur einen Aussetzer gemacht. Ohne, dass ich es überhaupt wollte, rutschte ich sehr ruckartig wenige Zentimeter von ihr weg, sodass Janines Hand nicht mehr in meinem Intimbereich war. „Süße… Ich kann das noch nicht, sorry. Das war noch zu weit.“ Die Stimmung war sofort völlig im Eimer. „Was war denn daran jetzt so schlimm? Ich habe doch deinen Penis nicht mal berührt!“ – „Ich finde es noch nicht so toll, dass du da schon hinwolltest. Mein Herz schlägt einfach wie wild, ich kann dabei einfach noch nicht so richtig ruhig bleiben…“ – „Man, du bist immer noch so verklemmt! Ich weiß auch nicht.“. Ich sah, wie sie sich auf dem Bett im Dunkeln drehte, die Decke über uns zog und hörte, wie sie zu mir sagte: „Ich wünsche dir eine angenehme Nacht.“. Einen Kuss für die gute Nacht gab es nicht und mir war klar, dass ich Janine wieder verärgert hatte.
Ja, ich war wieder derjenige, der verklemmt war, aber ich fand diese beleidigte Reaktion von ihr auch wirklich nicht in Ordnung. Ich rutschte ihr nahe und wollte nicht klein beigeben: „Hey, lass uns bitte nicht so schlafen gehen, das finde ich nicht schön, das tut mir weh.“ Sie drehte sich langsam und vorsichtig etwas in meine Richtung. Sie sagte nichts, ich war mir aber sicher, dass sie gerade weinte. Sie unterdrückte aber jegliches Geräusch. Ich war weiterhin in meinem Tonfall respektvoll, aber ich gab ihr mit meiner Stimme, die aufgrund der intensiven Gefühle zuvor weiterhin bebte, zu verstehen, dass ich mit dem aktuellen Geschehen nicht einverstanden war. „Ich kann das alles nicht so schnell. Es tut mir leid, dass ich nicht so schnell wie du bin, aber wie du siehst, ich versuche wirklich, das nach und nach mehr zu zuzulassen. Ich vertraue keinem Menschen auf dieser Welt mehr als dir, das weißt du. Sonst hätte ich es nicht zugelassen, dass du mit deiner Hand… nach unten gehst. Ich bin einfach immer noch aufgeregt, wenn es etwas weiter gehen soll, ich kann das einfach noch nicht kontrollieren, das tut mir leid. Aber ich will dir ehrlich sagen, dass es mich ziemlich verletzt, wenn du mich nach diesem intensiven Schmusen einfach so links liegen lässt und dich sogar wegdrehst. Ich bemühe mich wirklich, lockerer zu werden, mich dir immer mehr hinzugeben, was mir heute auf jeden Fall gelungen ist und bekomme einfach nur auf die Mütze.“ Ich nahm sie bewusst nicht in den Arm oder dergleichen, weil ich ihr die Ernsthaftigkeit zu verstehen geben wollte. Nach meiner Aussage wartete ich noch mehrere Sekunden, ob sie sich noch äußern wollte und drehte mich wortlos weg von ihr, auch wenn ich unter der gemeinsamen Decke liegen blieb. Aus meiner allgemeinen Aufregung wurde mittlerweile eher Frust und mir war klar, dass ich definitiv nicht so schnell würde schlafen können. Ich spürte, dass Janine sich komplett zu mir drehte, sich aber nicht an mich heran kuschelte. Ich blieb ausnahmsweise recht hart, weil ich wollte, dass sie auch sah, dass mir ihr Verhalten genauso wehtat. Es war jetzt nicht so schlimm, als dass ich überhaupt die Beziehung in Frage gestellt hätte, aber, nachdem Janine mir nun schon mehrfach Vorwürfe gemacht hatte, wollte ich, dass sie verstand, dass das auch nicht spurlos an mir vorbei ging, zumal mich ihre Vorwürfe nur noch mehr unter Druck setzten, was das alles für mich nicht gerade leichter machte, obwohl ich mich wirklich bemühte.
Da ich wusste, dass ich in der nächsten Stunde sicher niemals würde schlafen können, weil mir viel zu viel dafür im Kopf umher ging, stand ich auf. Als ich gerade zur Zimmertür ging, flüsterte Janine ganz sentimental und ganz anders klingend als noch zuvor: „Fährst du etwa… nach Hause?“ – „Nein, natürlich nicht. Ich will nur etwas nachdenken und kann nicht schlafen.“ – „Gehst du auf den Balkon?“ – „Ja, ich würde einfach nur gerne etwas nach draußen schauen… Aus dem Wohnzimmer reicht mir das auch schon.“ – „Okay.“ Ich ging einfach nach draußen, ließ aber die Tür absichtlich offen, weil es in diesem Moment für mich symbolisch die Bedeutung haben sollte, dass ich Janine nicht ausschließen wollte.
Ich ging ins Wohnzimmer und schaute einfach durch die Balkontür nach draußen. Ich ließ, während ich dort stand, den ganzen Tag Revue passieren, und hörte nach ein paar Minuten die leisen Schritte von Janine. Sie raschelte leise am Vorhang, der an der Tür zum Wohnzimmer war, sodass ich mich zu ihr drehte. Ich sah, wie sie dort in ihrer kurzen normalen Schlafkleidung stand und leicht am Schniefen war, sodass sich mein Eindruck des Weinens bestätigte. Sie dort stehen zu sehen, ging mir schon sehr an die Nieren, aber ich blieb hart und drehte mich wieder zum Balkonfenster. Sie kam noch wenige Schritte näher und flüsterte leise: „Darf ich bei dir sein? Oder möchtest du allein sein?“ – „Komm ruhig zu mir.“ Als sie neben mir stand, legte ich ihr meinen Arm einfach über die Schultern und schaute weiter nach draußen. „Tut mir leid, wenn ich das halt nicht so schnell kann. Ich vertraue dir total, sonst hättest du mich an Silvester zum Beispiel nicht so sehr angezogen. Genau aus dem Grund bist du auch die einzige Person bisher in meinem Leben, mit der ich mir eine Beziehung vorstellen konnte.“ – „Mir tut es auch voll leid, ich habe wirklich nicht daran gedacht, dass ich bisher immer so hart war. Ich wollte dir nicht wehtun. Ich war einfach immer so enttäuscht und habe mich reingesteigert, weil es mich so geärgert hat. Aber du hast Recht… Ich sehe ja, dass du wirklich versuchst, lockerer zu werden. Aber… ist alles wieder ok zwischen uns?“ Ihre Stimme klang brüchig und ich bemerkte, wie sie mich von der Seite aus anschaute. Ich drehte meinen Kopf zu ihr und sah durch das Licht von draußen ihr Gesicht, welches völlig verweint war. Auch das ging mir wieder gewaltig an die Nieren. „Jetzt ist alles wieder gut.“ Ich gab ihr einen vorsichtigen Kuss auf den Kopf und drückte sie einfach an mich heran. Sie kuschelte sich immer fester an mich und ich flüsterte: „Bitte jetzt nicht mehr weinen, sonst weine ich noch mit…“ Sie weinte daraufhin erst recht und nuschelte ein bisschen: „Du würdest auch weinen?“ – „Ja, weil es mir einerseits wehtat und andererseits, weil du mir so unheimlich viel bedeutest und weil ich ohne dich nicht sein will.“ Sie weinte noch ein paar Momente, bis sie sich beruhigte. „Ich hatte gerade wirklich Angst, dass du mit mir Schluss machst, weil du plötzlich so kalt und so anders wirktest.“ – „Nein, doch nicht wegen so was. Da müsstest du schon mit wem schlafen, mich ständig zum Beispiel die ganze Zeit anlügen oder mir das Gefühl geben, dass ich dir scheißegal bin.“ – „Das würde ich nie tun und ich weiß auch, dass du das nicht machen würdest. So was wäre für mich auch ein Trennungsgrund.“ – „Ich wollte dir auch einfach zeigen, dass auch ich verletzt sein kann, obwohl ich eigentlich fast alles verzeihe.“ – „Tut mir leid, dass ich so mies mit dir umgegangen bin. Und du hast Recht: Du traust dich wirklich langsam mehr.“ – „Siehst du, das sage ich.“ – „Ich fühle mich einfach immer so schlecht, wenn du plötzlich zurückziehst. Ich habe immer das Gefühl, als würdest du mich eklig finden oder so was. Oder als wäre ich zu dick für dich oder so was.“ – „Nein, das ist totaler Unsinn! Ich finde dich mega attraktiv, aber das siehst… und spürst du doch auch, oder nicht?“ – „Ja, natürlich zeigst du mir das immer wieder und vorhin habe ich es auch wieder gespürt, als du mich so eng an dich gezogen hast.“ – „Siehst du. Glaub mir, mein Penis lügt nicht.“ Ich schaute bei meiner Aussage zu ihr, was sie bemerkte – sie schaute mit großen Augen zurück und meinte: „Dass du so deutlich wirst!“ – „Ich sage ja, ich werde langsam ein bisschen lockerer… Aber ich brauche auch weiterhin Zeit, Süße.“ – „Wir kriegen das hin.“ Sie kuschelte sich wieder fest an mich und ich ging mit ihr wieder ins Schlafzimmer, wo wir trotz der Hitze eng miteinander kuschelten und ziemlich zügig friedlich einschliefen.
Ich schlief in der Nacht wie immer, sodass ich gegen neun ausgeschlafen und topfit aufstand. Janine schlief erstaunlicherweise noch, sodass ich mich beim Frühstück vorbereiten ruhig verhielt. Mein Aufwand sollte ein wenig eine entschuldigende Geste für den Abend zuvor sein, weil ich mich trotzdem ein bisschen schuldig fühlte. Eigentlich gab es kein Grund dafür, ich war nun als Mensch etwas anders, aber mir tat es irgendwie leid, dass sich Janine so oft schon so schlecht gefühlt hatte.
Gegen zehn Uhr weckte ich Janine sanft mit Streicheln über die Wange und vorsichtigen Küssen, auf die sie recht schnell einging. „Wofür habe ich denn das verdient?“, fragte Janine strahlend, als sie das Frühstückstablett sah. „Ich fand, dass du es einfach verdient hast, so geweckt zu werden.“ Sie sah mir im Gesicht meine Gedanken an und meinte lächelnd: „Es ist alles gut, Bärchie. Isst du mit?“ Wir ließen den Fernseher aus und genossen das Frühstück ziemlich romantisch, da wir uns währenddessen auch gegenseitig fütterten und einfach die intime Nähe genossen.
Als ich später auf dem Nachhauseweg war und die Sonne warm, aber nicht zu warm war, schrieb ich mit Tim, den ich auch schon ein paar Wochen nicht mehr getroffen hatte. „Hey, ich habe voll Bock, was draußen zu machen. Hast du Zeit?“ – „Ne, leider nicht. Anna kommt nachher zu mir, meine Eltern sind über Nacht weg. Ich will das ausnutzen, wenn du verstehst, was ich meine.“ Ich schickte ihm einen Zwinkersmiley und er schrieb: „Mach doch mit Janine ein Picknick bei dem Wetter. Fahrt doch zu irgendeinem See und vielleicht könnt ihr ja sogar schwimmen gehen.“ – „Gute Idee. Ich war letzte Nacht schon bei ihr.“ – „Und? Endlich passiert?“ Ich antwortete leicht genervt: „Ne, da ist nichts passiert. Wir sind gestern nur leicht aneinandergeraten, als sie mit ihrer Hand unter meiner Boxershorts ging.“ – „Was ist passiert?“ – „Sie war wieder eiskalt, weil mir das noch zu intim war. Und ich habe ihr gezeigt, dass mich das auch verletzt, wenn sie danach so unsensibel ist.“ – „Was hast du gemacht?“ – „Das Gleiche wie sie. Ich habe ihr deutlich gesagt, dass mich das verletzt, mich von ihr weggedreht und bin für ein paar Minuten ins Wohnzimmer gegangen. Ihre Mutter war nicht da.“ – „Wie hat sie reagiert?“ – „Sie hat ziemlich geweint und kam zu mir, wir haben uns direkt wieder vertragen.“ – „Hui.“ – „Ich verstehe, dass sie sich blöd fühlt, weil ich das so schnell nicht kann. Aber sie musste auch verstehen, wie tief sie mich verletzt, wenn sie danach immer so tut, als wäre ich der größte Drecksack.“ – „Stimmt schon. Ist echt nicht einfach bei euch.“ – „Tja, wann war es das schon bei ihr und mir?“ Wir schickten schmunzelnde Smilies und er meinte: „Bisher nie. Aber trotzdem haltet ihr echt fest zusammen.“ – „Vielleicht gerade deswegen, weil wir so viel erleben.“ – „Könnte auch gut sein. Hey, ein Rat: Sprich doch intensiv mit ihr darüber, was sie bei dir bisher machen darf und was nicht.“ – „Mhm…“ – „Vielleicht fällt es dir einfacher, wenn sie dir jedes Mal genau sagt, was sie machen will und sie sich ganz vorsichtig voran tastet.“ – „Eigentlich eine gute Idee. Ich denke darüber nach.“ – „Mach das. Halt mich ruhig auf dem Laufenden heute… Aber rechne erst mit einer Antwort frühestens morgen.“ Es folgte ein weiteres Zwinkern per Smiley.
Ich kam gerade zu Hause an und schmiedete meinen Plan für und mit Janine heute gerade fertig, als mein Smartphone klingelte: Janine. Sie sagte mir, dass ihre Mutter sogar auch für diese Nacht wegblieb, sodass sich eine Übernachtung bei ihr umso mehr lohnen würde. Ich schlug vor: „Was hältst du davon, wenn wir bis zum Abend raus gehen und ich danach über Nacht bei dir bleibe?“ – „Ja, ich finde das gut. Was wollen wir draußen machen?“ – „Na ja, das ist eine Überraschung. Ich habe mir was überlegt.“ – „Ey, na komm, sag!“ – „Nein, das verrate ich nicht. Aber auf jeden Fall werden wir draußen sein.“. Ich fügte nach ein paar Sekunden hinzu: „Und wenn wir heute Abend bei dir sind, können wir ja schauen, was wir machen.“ – „Ähm, was meinst du damit?“ – „Tja… lass dich überraschen.“ – „Aha?“ Sie verstand meine Andeutung sehr wahrscheinlich, aber das war auch durchaus beabsichtigt, weil es wahrscheinlich wieder am Abend dazu kommen würde. Ich wollte vor allem schauen, ob ich mich erneut überwinden konnte. Wenn ich es schon nicht so leicht hinnehmen konnte, dass Janine meinen Körper erkunden wollte, vielleicht konnte ich das ja dafür bei ihr etwas besser?
„Ich komme in einer Stunde kurz zu dir, stelle meine Sachen ab und dann gehen wir raus. Nimm dir Sachen zum Baden mit und vergiss deine Fahrkarte nicht. Wir fahren ein bisschen länger.“ – „Aber, aber… soll ich…“ Ich unterbrach sie absichtlich: „Bis gleich. Lasse dich einfach überraschen!“ – „Ok, bis gleich!“ Ich ging mit einem Picknickkorb von zu Hause aus direkt los, kaufte in einem nahen Supermarkt schnell noch frisches Obst und Gemüse, etwas Knabber- und Süßkram sowie ein paar kleine Getränke und fuhr wieder zu Janine.
Als mich Janine in ihre Wohnung ließ, strahlte sie, weil sie meinen vorbereiteten Picknickkorb sah und knutschte mich so intensiv, dass sie mich fast umwarf. Mir fiel wieder auf, dass sie sich hübsch gemacht hatte, auch wenn es sich dieses Mal darauf beschränkte, dass sie leicht ihre Augen mit Wimperntusche betonte. „Wo willst du denn mit mir hinfahren?“ – „Tja, das wirst du erst sehen, wenn wir da sind. Aber vielleicht kommst du ja darauf, wenn wir in die entsprechenden Busse und Bahnen steigen.“ – „Menno, du bist gemein!“ Sie wollte ansetzen, mich zu kitzeln, während ich immer noch den Korb in den Händen hielt. Ich meinte lachend: „Das würde ich nicht machen, sonst lasse ich den Korb noch fallen und wir gehen doch nicht mehr los.“ Sie stoppte ihren Angriff und fragte: „Bekommen wir die Sachen hier noch in den Korb?“ Sie hatte noch einiges zusammengepackt, was somit einfach viel zu viel war. Der Korb platzte aus allen Nähten, sodass sie notgedrungen eine größere Handtasche mitnehmen musste, damit sie zumindest ihre Sachen woanders verstauen konnte. Sie nahm auch direkt Handtücher für mich in ihre Tasche, weil auch die zu viel für den Korb gewesen wären.
Ich hatte vor, recht weit mit Janine herauszufahren, da die Seen in unserer direkten Umgebung meist ziemlich verunreinigt und zugleich auch sehr besucht waren. Ich wollte mit ihr an einen kleinen See fahren, an dem ich vor einigen Jahren mit meiner verstorbenen Mutter und meinem Stiefvater bereits mehrmals war und hoffte einfach, dass dieser immer noch genauso angenehm wie damals war.
Wir fuhren fast eine Stunde und gingen nochmals eine Viertelstunde. Unser Abenteuer führte uns teilweise durch kleine, stark zugewucherte Wege, bis wir an den kleinen Strandabschnitt angekommen waren, den ich von früher kannte. Wie ich es erwartet hatte, war an der Stelle keiner. Wir hatten einen kleinen Abschnitt für uns und waren ansonsten ziemlich abgeschottet von den restlichen Menschen, die man an den sonstigen Strandabschnitten sah. Janine sagte fasziniert: „Das ist ein echt toller Ort!“ – „Es ist echt schwer, hier hinzukommen, aber es lohnt sich total.“ Ich breitete meine riesige Decke auf einer mehr begrünten Fläche aus, sodass wir den Sand nicht so auf die Decke bekamen. Ich packte nach und nach alles aus und bereitete es ein bisschen her. Janine war derweil zum winzigen Strandstückchen gegangen und schaute einfach auf den See hinaus. Als ich nach kurzer Zeit fertig war, schlich ich mich ganz langsam an, griff ihr an die Hüften, wo ich wusste, dass sie dort ziemlich empfindlich war und küsste sie in den Nacken. Sie drehte sich ein Stück weit zu mir und sagte: „Das ist eine schöne Idee von dir mit dem Picknick.“ – „Und vielleicht können wir hier sogar auch ein bisschen schwimmen gehen, hier ist ja wirklich keiner, obwohl die anderen Stellen so voll mit Menschen sind.“ – „Ach ja, stimmt. Das wäre noch toller!“
Ich bugsierte Janine wieder zur Picknickdecke. Sie schaute zu den ganzen Sachen, die ich gekauft hatte und fand es toll, dass ich so viel gesunde Sachen mitgebracht hatte. Sie achtete seit Längerem darauf, gesünder zu leben und nicht zu oft irgendwelchen Mist zu essen. Sie war mir damit um einiges voraus, so ehrlich musste ich zu mir selbst sein. Ich aß gerne Obst, auch viel, aber durch den Stress mit der Schule, den ziemlich langen Schultagen und dem ständigen Hin und Her mit den Raumwechseln waren meine Essgewohnheiten zugegeben nicht unbedingt die besten, auch wenn ich immerhin darauf achtete, tagsüber nicht zu viel zu essen, sodass ich mein Gewicht immer gut halten konnte.
Als ich bemerkte, dass Janine sich für den Apfel begeisterte, schnitt ich diesen auf und fütterte sie. Es war eine romantische Situation. Ich genoss es richtig, in diesem Moment mit ihr an diesem Ort zu sitzen. Im Laufe der darauffolgenden anderthalb Stunden aßen wir vor allem viel Obst. Eigentlich fütterten wir uns immer gegenseitig, schauten uns dabei durchgehend in die Augen und küssten uns. Ich konnte ihr in den Augen ablesen, dass sie in diesen Momenten genau wie ich einfach unheimlich glücklich war. Tims Idee und meine Umsetzung davon war ein totaler Erfolg.
Ich war selten so entspannt wie in diesen vielen Momenten. So hörte ich erst ziemlich spät, dass es an den Gebüschen raschelte, und ich ärgerte mich leicht, dass wir nun dort nicht mehr die einzigen waren. Ein Pärchen kam uns ein wenig näher und war offenbar auch erstaunt, dass sie die Stelle nicht für sich allein hatten. Beim zweiten Blick fiel mir plötzlich auf, dass ich ein Teil des Pärchens kannte – es war Felix, den ich aus dem Krankenhaus kannte!
Ja, genau, es war Felix mit seiner Freundin. Ich lernte ihn damals kennen, als ich wegen meines Blinddarms im Krankenhaus lag. Wir versprachen einander, per Handy Kontakt zu halten, allerdings stellte sich dies schnell als scheinbares Problem heraus, weil sich bis auf wenige Nachrichten von uns keiner so richtig meldete. Felix erkannte mich auch erst auf dem zweiten Blick und grinste erstaunt. Janine flüsterte leise: „Kennst du ihn?“, worauf ich ihre Frage bejahte. Ich stand höflicherweise auf und gab Felix die Hand, danach seiner Freundin Sarah. Ich vermutete in diesem Moment, dass er weiterhin mit seiner Freundin zusammen war, von der er mir im Krankenhaus erzählte, was mich freute. Ich hatte sie zwar im Krankenhaus einmal gesehen, konnte mich aber in ihr Aussehen nicht mehr so gut erinnern.
Danach machten sich Janine bzw. Felix und Sarah miteinander bekannt und Felix fragte mich erstaunt: „Was machst du denn hier?“ – „Na ja, ich wollte halt ein schönes Picknick mit Janine verbringen.“. Janine küsste mich demonstrativ auf die Wange und Felix meinte: „Also heißt das, ihr seid zusammengekommen, Marc?“ – „Das heißt es, ja.“. Janine schaute mich in einer Mischung aus überrascht und etwas angefressen an, worauf ich in normaler Lautstärke sagte: „Ich habe Felix damals im Krankenhaus kennen gelernt. Er war mein Zimmerkamerad und hat unter anderem mitbekommen, dass mein Telefon sehr oft geklingelt hat, als ich nach der Narkose noch Zeit brauchte, um wieder aufzuwachen.“ Ich grinste leichte und sie meinte: „Oh… verstehe.“ – „Wir haben darüber gesprochen, ich war ihm das auch ein bisschen schuldig.“ Darauf musste selbst Janine lächeln und ich fragte Felix: „Und ihr wollt vermutlich das gleiche wie wir machen, oder?“ – „Ja, wir wohnen nicht weit weg von hier und ich habe irgendwann durch Zufall diese Stelle gesehen und mich gefragt, wie man hierhin kommt. Was machen wir denn jetzt? Ihr wart nun schon wesentlich früher als wir da. Und wir wollen euch auch echt nicht stören.“ Ich schaute die beiden fragend an, mein Blick wanderte zu Janine, die plötzlich meinte: „Bleibt doch einfach bei uns. Ich habe nichts dagegen, teilen wir uns diesen Platz.“ Ich schaute sie erstaunt an und sie verstand meinen Blick, was nun mit unserer intimen Zweisamkeit sein würde, darauf sagte sie laut: „Schau, so können wir sogar schwimmen gehen! Ihr würdet doch bestimmt auf unsere Sachen aufpassen, oder?“ – „Ja, klar.“, antwortete Felix locker, Sarah nickte ebenfalls zustimmend. Auch wenn ich Felix nicht besonders gut kannte, traute ich ihm nach den vielen Gesprächen aus dem Krankenhaus damals. In einem günstigen Moment flüsterte Janine mir zu: „Und schau, im Wasser können wir auch nur für uns sein…“ Sie lächelte verschmitzt und steckte mich damit an – wir hatten zwar das Schwimmen gehen in Betracht gezogen, aber da ich Felix sogar kannte, musste ich mir um unsere Sachen keine Sorgen machen, was ich cool fand. Janine war wieder ziemlich clever, das schätzte ich sehr an ihr.
„Setzt euch doch mit eurer Decke einfach an unsere heran, wir können doch einfach eine große Fläche daraus machen.“ – „Das ist cool, ok!“ So kam es auch und die beiden machten sich vor allem auf ihrer Decke gemütlich. Janine, die von der Möglichkeit zum Schwimmen begeistert war, fackelte nicht lang: „Was hältst du davon, wenn wir einfach gleich ins Wasser gehen? Die Temperatur ist doch bestimmt angenehm dafür.“ – „Hm, wollen wir nicht noch einen Moment hierbleiben? Ich will nicht unhöflich gegenüber sein, ich habe ja Felix auch schon eine Weile nicht mehr gesehen.“ – „Nein, wollen wir nicht!“. Sie zog mich regelrecht nach oben und drückte mir meine Badesachen in die Hand. Ich schaute Felix grinsend an. „Wie gesagt, wir passen auf. Wir sitzen erst eine Weile hier und vorbei kommen wird hier bestimmt kaum einer. Geht ruhig baden. Wir können nachher noch quatschen.“ Ich nickte und dankte beiden, sodass wir uns an zwei Stellen tief im Gebüsch verborgen umzogen. An solch einer abgelegenen Stelle gab es natürlich keine Umkleidekabinen oder Toiletten, das war eben der Nachteil, den man in Kauf nehmen musste.
Ich sah Janine wieder im Bikini und war hin und weg von ihr. Ich wusste, dass sie einen attraktiven Körper hatte, aber diesen Bikini hatte ich an ihr bisher nicht gesehen. Als sie auf unserer gemeinsamen Reise in die Fluten sprang, trug sie längere Schwimmbekleidung, aber dieser Bikini zeigte schon ziemlich viel von ihr. Janine kam auf mich zu und sah meinen verträumten und faszinierten Blick, den ich ihr zuwarf. Sie sagte leise, als sie nah bei mir stand: „Hör auf, du machst mich wieder ganz verlegen… Außerdem hast du doch auch schon ein paar Mal mehr Haut von mir gesehen, jetzt tue doch nicht so, als wäre es das erste Mal.“ – „Na ja, das stimmt schon, aber viel an hast du jetzt wirklich nicht mehr.“ – „Ach, ich liebe dich einfach dafür, wie ehrlich du in diesen Sachen bist und wie sehr man deine ehrlichen Gedanken einfach in deinem Gesicht ablesen kann.“ Vor allem konnte sie mir im Gesicht ablesen, wie sehr ich ihre Oberweite durch den Bikini sehen konnte. Mir war glatt wieder flau im Magen. Als wir vorhin am See entlangliefen und ich dort viele Frauen mit Bikinis sah, interessierte mich das nicht, auch wenn viele davon wirklich auch knapp bekleidet waren, was ich bei diesen Außentemperaturen absolut verstehen konnte. Diese Frauen dort mit so wenig Textil und so viel Haut zu sehen, schockte mich interessanterweise überhaupt nicht – bei Janine, mit der ich zusammen war, war dies irgendwie anders. Es warf mich immer wieder um, wenn ich deutlich mehr von ihr sah. Ich konnte selbst nicht genau sagen, warum dieser Effekt immer eintrat. Vielleicht, weil mir immer wieder bewusstwurde, dass ich mit ihr immer wieder schmuste, knutschte und ich ihren Körper immer spürte, auch wenn ich ihn meistens dabei gar nicht sah.
Janine schlug mir plötzlich ohne Vorwarnung auf den Bauch und rannte flott weg von mir in Richtung Wasser. Ich legte meine Sachen zügig auf unserer Decke ab und sah, wie Janine Faxen in meine Richtung machte. Mit einem Affenzahn rannte ich ihr hinterher, sodass sie plötzlich merkte, dass sie Land gewinnen sollte, weil ich schneller als erwartet angerauscht kam. Das Wasser war warm. Aber es war immerhin noch so kalt, dass es einen abkühlenden Effekt hatte. Ich holte Janine nach kurzer Zeit im Wasser ein. Sie blieb auf einer Stelle schwimmen und schaute mich grinsend an, weil sie nicht wusste, was ich mit ihr jetzt vorhatte. Ohne, dass sie damit rechnete, spritzte ich ihr eine große Menge an Wasser ins Gesicht, worauf sie scherzhaft brüllte: „Du bist so ein Arsch!“. Ich feixte sie, schwamm ein wenig weg und streckte ihr die Zunge heraus.
Als ich sah, dass Janine angeschwommen kam, um es mir heimzuzahlen, schwamm ich etwas weg und tauchte ab, wo ich direkt die Richtung umdrehte und in etwa abzuschätzen versuchte, wo Janine genau in diesem Augenblick sein konnte – ab einer gewissen Tiefe war die Sicht in dem Wasser des Sees miserabel. Ich schätzte es ungefähr ab, tauchte ganz leise auf und sah, dass Janine etwa zwei Meter vor mir war – mit dem Rücken zu mir gedreht. Janine rief: „Wo hast du dich versteckt? Du musst gleich auftauchen!“. Ich schwamm leise heran, sodass sie es nicht bemerkte, dann fasste ich schlagartig an ihre Hüften und sagte laut: „Hier bin ich!“. Janine bekam einen totalen Schock, drehte sich mit richtig Wucht um und warf mich, da ich nicht darauf vorbereitet war, richtig nach hinten ins Wasser. So viel Kraft hatte ich ihr nicht zugetraut. Sie meinte: „Das kriegst du wieder!“. Wir grinsten uns an, sie schwamm zu mir, – ich blieb einfach an meiner Position, weil ich mich stellen wollte -, und sprang regelrecht auf mich herauf, sodass wir abtauchten. Als wir wieder auftauchten, artete es in eine totale Wasserschlacht zwischen uns aus.
Wir schwammen später im Wasser nicht allzu weit von unserem Strandabschnitt entfernt und Janine meinte: „Komm, lass uns abtauchen.“. Darauf ich zögernd: „Wieso?“ – „Na los, mach schon!“. Wir hielten die Luft an und tauchten ab. Die Sicht war knapp unter der Oberfläche immerhin so gut, dass ich Janine verschwommen im Wasser sah. Sie kam mir näher, berührte mich plötzlich an den Hüften, während ich regungslos blieb. Sie zog sich zu mich heran und wir schmusten leicht unter Wasser, während ich spürte, wie sie mit ihrer Hand vom Bauch aus zum Oberschenkel kam und dort quasi stehen blieb. Die Situation war eine dermaßen überraschende, dass ich gar nicht entgegenwirken konnte. Janine ging – wie in Zeitlupe fühlte es sich an – zum Bändchen meiner Badehose und griff ein wenig drunter. Sie war kurz vor meinem Penis angekommen und machte dort Halt, weil sie auftauchte. Während sie auftauchte, versuchte ich für einen kurzen Moment Herr der Lage zu werden und tauchte ebenfalls auf. Als ich oben war, war mir recht komisch. Janine fing oberhalb an, mich wieder zu küssen und zwang mich nach einigen Momenten förmlich dazu, nochmals mit ihr abzutauchen, weil sie mich einfach mit nach unten zog. Janine kam mir wieder unter Wasser so unheimlich nahe und griff ohne Vorwarnung erneut mit ihrer Hand unter meine Schwimmhose. Sie strich ein erhebliches Stück meinen Innenoberschenkel entlang und berührte definitiv – unklar, ob absichtlich oder unabsichtlich – ganz leicht meinen Penis, der von den ganzen Aktionen und der Knutscherei zuvor schon ordentlich steif war.
Nach diesen beiden intimen Tauchgängen alberten wir noch ein wenig herum, indem ich zum Beispiel unter sie tauchte und sie schlagartig anhob und durch das Wasser schleuderte. Wir hatten einfach eine riesige Menge Spaß und mir ging dabei kurz der Gedanke durch den Kopf, dass ich endlich etwas gefunden hatte, dass Janine und mir gleichermaßen riesigen Spaß machte.
Als wir erschöpft am Strandabschnitt ankamen, sah ich, wie Felix und seine Freundin sich gegenseitig fütterten. Im Innern musste ich breit lächeln, weil man die Zuneigung der beiden so schön sehen und ablesen konnte und mich das an Janine und mich zuvor erinnerte. Janine und ich hüllten uns in unsere Handtücher und wärmten uns mithilfe der Sonne auf. In einem Moment, in dem Janine mit ihrem Smartphone beschäftigt war, kam ich kurz mit Felix ins Gespräch: „Ihr habt echt lange rumgealbert im Wasser. Darf ich dich fragen, was ihr so gemacht habt?“ Ich war ein wenig über seine Frage verwundert, was er mir im Gesicht ablesen konnte. „Warum interessiert dich das?“ Meine Frage war absolut nicht negativ gemeint, sondern absolut ehrlich. „Na ja, vielleicht kann ich mit Sarah gleich auch noch baden gehen.“ Wir schauten imaginär in die Richtung, in die sie verschwunden war, weil sie austreten war. „Wir sind zwar mittlerweile schon richtig lange zusammen, aber irgendwie kommen wir uns nur langsam näher, selbst kuscheln war da lange ein Problem von ihrer Seite aus.“ – „Wow.“ Mich erinnerte dies natürlich an mich selbst, aber mit einfachem Kuscheln und grundsätzlicher Nähe hatte ich ja nun überhaupt keine Probleme und ich hatte nicht erwartet, dass es einen noch krasseren Fall als mich geben konnte. „Hm, das ist ja heftig. So heftig war das bei Janine und mir nie. Na ja, wenn du mit ihr im Wasser bist, mache doch Spielchen mit ihr oder so was. Tobe mit ihr herum, berühre sie vor allem viel. Heb sie an, schmeiß sie durchs Wasser. Schwimme doch einfach nahe an sie heran oder zieh sie vorsichtig zu dir heran, vielleicht hilft euch das ja ein bisschen. Ich kann dir da auch nicht so sehr helfen, Janine und ich sind auch noch nicht so sehr weit miteinander. Vielleicht könnt ihr euch auch unter Wasser ein wenig näherkommen, so was halt.“ – „Ok, danke für den Rat!“
Ich war erstaunt, dass Felix noch weiter als ich zurücklag. Jetzt verstand ich, wie Tim sich fühlte, wenn ich ihn immer um Rat bat. Ich kam mir recht komisch vor, dass ich von Felix um Rat gebeten wurde. Zumindest entspannten Janine und ich weiter in der Sonne, als Felix Bescheid gab, dass die beiden baden gehen wollten und wir ein wenig aufpassen sollten. Um nicht einzunicken, spielte ich einige Momente mit meinem Smartphone herum. Janine schlief in dieser Phase ein. Glücklicherweise lag sie nicht in der Sonne, weil ich mir nicht sicher war, ob Janine sich – eben wegen dieser – eingecremt hatte.
Ich saß neben Janine im Sand und betrachtete sie, während sie schlief. Um ein bisschen zärtlicher zu sein und Körperkontakt zu ihr zu suchen, streichelte ich sie anfangs an der Wange, ging runter zum Hals und zu ihrem Oberkörper. Ich hatte das Gefühl, dass sie langsam ein bisschen aufwachte. Als ich mit den Händen über ihr Bikinioberteil ankam, blieb ich plötzlich mit dem Finger stehen. Irgendwie war da wieder die typische Blockade, die in mir innewohnte. Ich nahm meinen Mut leicht zusammen und strich ihr wieder genau in der Mitte zwischen ihren Busen entlang, bis ich beim Bauch ankam. Dort strich ich weiter vorsichtig und zärtlich entlang, bis ich bei ihren Oberschenkeln ankam, die ich aber bewusst eher leicht von außen berührte, um sie nicht intim zu berühren. Sie rührte sich nun deutlich und wurde schlagartig wach.
Ich war leicht irritiert und Janine fragte mich: „Was hast du gerade gemacht?“. Darauf meinte ich: „Ich? Ach, ich habe nichts gemacht.“. Janine glaubte mir das verständlicherweise nicht, sodass sie mich aus Spaß nach hinten schubste. Sie legte sich locker auf mich und blieb so liegen. Jetzt schaute ich sie ziemlich verdutzt an, da ich sah, wie sie mit ihrer Hand über meinen Oberkörper streichelte. Sie sagte leise: „Ich habe gespürt, was du gemacht hast. Ich habe nicht geschlafen und ich habe auch bemerkt, wovor du wieder Angst hattest.“ – „Woher wusstest du, was ich gedacht hab?“ – „Weil ich mittlerweile weiß, womit du ein Problem hast.“ – „Na ja.“. Sie entgegnete mir darauf nichts und strich weiter über meinen Körper. Als sie bei meiner Badehose ankam, blieb sie anfangs stehen, griff anschließend langsam unter das Bändchen, ohne die Hose hinunterzuziehen und ging mit ihrer Hand ein kleines Stück tiefer. Sie strich zielstrebig, aber vorsichtig die ganze Zeit genau um meinen Penisbereich herum – direkt berührte sie ihn nicht. Das kostete mich wieder enorm Überwindung. Anschließend zog sie ihre Hand aus der Hose und streichelte letztlich noch ein wenig meinen Oberkörper. Als sie von mir runter ging, sagten wir nichts und schauten im Sitzen in Richtung See.
Ich war für einige Momente wieder ziemlich von der Rolle und ganz froh, dass Janine mich nicht direkt darauf ansprach, weil ich vermutlich keine vollends geraden Sätze herausbekommen hätte. Nachdem ich mich wieder beruhigt hatte, drehte ich mich zu Janine und sah, dass sie mittlerweile mit dem Rücken zu mir saß. Ich rutschte langsam näher zu ihr und küsste sie an den Hals. Sie genoss diesen Kuss sehr. Wir knutschten noch ein wenig und entspannten einfach, während Felix und seine Freundin immer noch im Wasser herumtollten. Mich freute es, dass die beiden offenbar im Wasser sehr locker miteinander umgehen konnten und ich hatte einmal sogar das Gefühl, dass er sie fest an sich ziehen konnte, ohne, dass sie das abblockte. In diesen Momenten fragte ich mich auch, wie lange sie wohl schon zusammen waren?
„Was haltet ihr davon, wenn wir unsere Sachen einfach zusammenlegen? Wir haben so viele Sachen, die kriegen wir nicht aufgegessen.“, schlug Felix vor, als die beiden auch wieder aus dem Wasser waren. „Ja, ich denke, das ist eine gute Idee.“. Janine und Sarah stimmten auch noch zu und da wir die Decken zusammengeschoben hatten, war es nicht das Problem – wenn jemand etwas vom anderen wollte, fragte man einfach.
Wir verbrachten noch eine gewisse Zeit mit Entspannung. Felix und Sarah verabschiedeten sich im Anschluss bereits wieder und ließen Janine wie mich allein. Ich fand es schade, dass sie schon gingen, weil wir es nicht hinbekommen hatten, wirklich viel miteinander zu sprechen. Ich nahm mir aber vor, endlich mehr Kontakt zu ihm zu suchen, weil ich ihn wirklich mochte und seine Art einfach sehr angenehm fand.
Wenige Minuten, nachdem die beiden gegangen waren, meinte Janine: „Was hältst du davon, wenn wir nochmals ins Wasser gehen? Ich hätte Lust darauf!“ – „Ich weiß nicht. Wir haben keinen mehr, der auf unsere Sachen achtet.“ – „Na komm, hab dich nicht so. Hier kam den ganzen Tag über kein einziger vorbei. Wir sind hier so versteckt, da geht schon nichts weg.“ – „Ich weiß nicht.“ – „Na los!“. Sie zog mich in den Stand und rannte mit einem Lachen von mir weg. Ich bemühte mich, ihr so schnell es ging, zu folgen.