Der zweite Reisetag
Wir vergaßen an diesem Abend einen Wecker zu stellen, sodass wir spät gegen halb zehn aufwachten. Janine weckte mich unabsichtlich, weil sie während des Schlafens zuckte. Als ich mit meinem einzigen freien Arm an meine Armbanduhr herankam und die Uhrzeit sah, weckte ich Janine vorsichtig, die richtig tief weggesackt war und sich beim Wecken eher weiter in mich hineinkuschelte, anstatt wirklich aufwachen zu wollen. Ich küsste sie einfach, während sie in diesem müden Modus war und sie war richtig überfordert, was ich in diesen Momenten unheimlich knuffig fand.
„Wie spät… ist es?“, fragte Janine mit einem Gähnen, als ich ihr sagte: „Das wirst du nicht gern hören, aber es ist halb zehn.“ Sie zuckte plötzlich und meinte: „Oh Gott, was? Meinst du, wir schaffen das Frühstück noch? Die haben nur bis halb elf offen…“ – „Ich weiß nicht. Ich sehe auf jeden Fall, wie zerknautscht du aussiehst und ich glaube, ich sehe vermutlich nicht so viel besser aus, von daher glaube ich nicht, dass wir das zeitlich schaffen werden.“ Ich grinste, während mich Janine genau musterte und ganz ehrlich sagte: „Du siehst vor allem unheimlich süß aus.“ Das endete schnell damit, dass wir wieder anfingen, uns zu küssen und ich sie instinktiv einfach richtig fest an mich zog, was sie auch bemerkte und darauf einging. Wir knutschten locker ein paar Minuten so rum und Janine kuschelte sich immer enger an mich. Sie grub ihre Finger leicht in meinen Rücken, was mich leicht überforderte und gerade, als wir anfingen, uns einen intensiven Zungenkuss zu geben, den Janine initialisierte, klopfte es an unserer verschlossenen Zimmertür. Ich erschreckte mich völlig und zuckte zusammen, während Janine eher wenig bis gar nicht darauf reagierte. Vor der Tür stand eine Dame vom Zimmerservice, die das Zimmer reinigen wollte und ich war ziemlich verärgert darüber, dass man selbst in der Zeit, wo noch das Frühstück lief, keine Ruhe vor dem Zimmerservice hatte. Janine flüsterte mir richtig erregt zu: „Ach komm, ignoriere sie doch einfach.“, während ich so aus dem Konzept gebracht worden war, dass ich mich leicht von ihr löste und Richtung Tür gehen wollte, weil ich das Gefühl hatte, dass sie die Tür von außen gleich öffnen würde. Als ich gerade den ersten wackligen Schritt Richtung Zimmertür machte, schaute ich noch zu Janine, die mich unfassbar verführerisch anschaute. Ich war hin- und hergerissen… Aber meine Vernunft siegte: Ich ging zur Tür und sagte laut durch die geschlossene Tür, dass wir noch im Zimmer seien und erst später das Zimmer gesäubert werden könne. Als ich zurückkehrte, sah ich Janine hinterher, die kurz auf Toilette verschwand und ein „Du bist doof“ murmelte. Ich hörte ein Schmunzeln aus ihren Worten raus, hatte aber auch das Gefühl, dass da auch eine gewisse Menge Ernsthaftigkeit mitschwang. Ich fühlte mich ehrlich gesagt nicht schuldig, weil ich einfach vermeiden wollte, dass irgendeine fremde Person uns dabei sah, wie wir gerade miteinander rumknutschten, auch wenn ich dafür unsere Zweisamkeit unterbrechen musste. Ich war zugegeben auch etwas überrascht, dass Janine sich direkt ins Bad verzog, weil ich durchaus auch Lust hatte, mit ihr weiter zu knutschen…
Als Janine aus dem Bad kam, maulte sie gleich herum, wie schlecht sie doch geschlafen habe und dass sie eigentlich keinen Appetit aufgrund ihres schlechten Schlafs habe, sodass wir nicht mehr zum Frühstück hetzen müssten. Das kam mir gelegen, da ich auch eher entspannt machen wollte und den Plan hegte, bei einem Bäcker oder Ähnlichem die erste Mahlzeit des Tages zu kaufen. Janine schimpfte jetzt nicht wie ein Rohrspatz, aber sie war schon recht grummelig, auch wenn ich das nicht zu sehr ernst nehmen wollte. Nachdem ich mich im Bad ein wenig frisch gemacht hatte, da ich am Abend zuvor bereits in der Dusche war, fragte ich leicht provokativ: „Na, wieder besser?“ Sie ging aber entsprechend damit um, weil sie wusste, dass ich das leicht ironisch meinte. „Ja, entschuldige, dass ich so mies gelaunt bin.“ – „Ist schon ok, nicht jeder kommt immer gut in den Tag.“ – „Das hast du lieb gesagt.“ Sie gab mir einen Kuss auf die Wange und verzog sich ebenfalls kurz ins Bad.
Auch nach dem Frischmachen war sie nicht unbedingt in bester Stimmung, aber sie ließ das in keiner Weise an mir raus und fraß es vermutlich eher in sich hinein. Als wir das Hotel ohne ein Frühstück verließen, fragte ich sie: „Was hältst du davon, wenn wir heute die Stadt erkunden? Das Wetter lässt uns heute leider auch in Stich.“ Es nieselte leicht und war durch den betrübten Himmel recht dunkel. Ich zog eine Schnute, durch die Janine immerhin ein bisschen schmunzeln musste und sie sagte: „Ja, das ist vermutlich heute die beste Idee. Ich habe vorhin schon in Internet geschaut und das Wetter soll aber ab morgen wieder besser sein. Hoffentlich wird es besser, nur Regenwetter wäre schade.“ – „Ja, das wäre doof, aber immerhin sind wir hier ganz allein und können machen, was wir wollen, das ist einfach so… toll.“ Ich streckte symbolisch meine Arme aus und schaut gen Himmel, weil ich selbst diesen Nieselregen in Kombination mit dieser ungewohnten Freiheit genoss. „Dir geht es wirklich gut, oder?“, fragte Janine erstaunt und fasziniert nach. „Ja, ich bin das einfach nicht gewohnt. Ich bin so glücklich, dass ich hier nicht allein, sondern mit dir gemeinsam bin.“ Ich bemerkte, dass ich Janine mit meiner guten Laune richtig ansteckte, was wiederum meine gute Laune nur noch umso mehr steigerte… falls es überhaupt noch ging.
Wir gingen zu einem nahegelegenen Bäcker, um uns mit Essen einzudecken. Wir hatten mittlerweile gewaltigen Hunger und machten fürs Essen zu Beginn einen kurzen Zwischenstopp auf einer der vielen Sitzbänke, die in Richtung Meer gerichtet waren. Gestärkt machte Janine auf mich auch schon einen wesentlich zufriedeneren Eindruck, der sich in den nachfolgenden Stunden bestätigte. Wir liefen viel Hand in Hand durch die Stadt, bummelten durch viele kleine Läden und ich kaufte mir, weil es wirklich richtig frisch war, mit Janines Beratung einen neuen, weichen, flauschigen Schal, da ich von zu Hause leider keinen mitgenommen hatte. Kaum, dass ich den Schal die erste halbe Stunde trug, fragte mich Janine mit einem lang gezogenen „Duuuuu?“. Ich schaute sie lachend an und sie fragte: „Meinst du, dass ich heute vielleicht deinen Schal auch ein bisschen tragen darf? Mir ist ja so kalt bei diesem fiesen Wind…“ Genau, ihr war kalt, trotz der zahlreichen Schichten und zwei Schals, die sie trug. „Ja, ja, du kannst meinen Schal nachher bestimmt geliehen bekommen, weil der ziemlich sicher bald nach meinem Parfüm riechen wird.“ – „Wie hast du das nur geahnt?“ Sie küsste mich kurz intensiver, auch wenn wir den Kuss abbrechen mussten, weil wir einfach ins Lachen verfielen.
Neben einigen Postkarten, die Janine und ich verschickten, fanden wir vor allem viele der historischen und alten Bauwerke und Verzierungen interessant. Die Stadt war einfach echt hübsch. Zugegeben, ich würde dort nicht die ganze Zeit leben können, weil mir eine solche kleine Stadt einfach viel zu schnell zu langweilig werden würde, aber für eine gewisse Zeit konnte man hier sicherlich ein gutes Leben haben, vor allem, da das Meer so nah vor der Haustür war, egal, wo man hier in der Stadt lebte.
Wir entschlossen uns gegen frühen Abend dazu, im Restaurant des Hotels zu essen, auch wenn wir dafür mehr bezahlen mussten, aber wir hatten großen Hunger, den wir jetzt nicht unbedingt mit Essen aus dem Supermarkt stillen wollten, zumal wir in der Unterkunft nichts hätten aufwärmen können.
Als wir vom Restaurant aus in unser Hotelzimmer gingen, spürten wir durch ankommende Hotelgäste, wie stark die Temperaturen draußen abgestürzt waren, es war richtig kalt. In unserem Zimmer angekommen, fragten wir uns, was wir nun machen könnten und ich überlegte tatsächlich: „Wollen wir noch in Richtung Meer gehen?“ – „Meinst du? Es ist bestimmt richtig kalt draußen. Ich weiß halt auch nicht, weil es einfach schon komplett dunkel ist.“ – „Dir macht die Dunkelheit Angst, oder? Ich weiß ja noch, als wir spät abends auf dem Berg waren.“ – „Ja, da hatte ich auch ziemlich Furcht vor der Dunkelheit, aber ich habe mich sicher gefühlt, weil du mit dabei warst.“ – „Das ist schon ok, wenn du nicht möchtest. Es ist wirklich nicht so richtig gemütlich draußen.“ – „Danke. Ich würde mich heute draußen nicht mehr wohl fühlen. Vermutlich ist auch kaum noch einer draußen unterwegs bei der Uhrzeit und bei den Temperaturen.“ – „… und bei dem Wetter.“ Ich hatte soeben das Fenster geöffnet und bemerkte, dass es recht stürmisch und zugleich regnerisch war. Richtig starker Regen hatte den Nieselregen abgelöst. Janine lümmelte sich aufs Bett, deckte sich zu und schaute fern. Ich hingegen blieb jedoch dank Vordach am offenen Fenster stehen, weil mich der Blick nach draußen irgendwie faszinierte. Ich konnte zwar nur auf weiter Entfernung ein kleines Stück des Meers sehen und ansonsten nicht mehr als Teile der leuchtenden Stadt, aber dieser Blick löste irgendetwas in mir aus. Auf jeden Fall wurde mir klar, dass ich dabei besonders gut nachdenken konnte – selbst belastende Dinge wie der Tod meiner Eltern tauchten zwar wieder auf, aber ich hatte das Gefühl, dass ich durch diesen verträumten Ausblick besser mit all diesen Gedanken umgehen konnte.
Nach einer Weile hörte ich plötzlich ein Geräusch, als würde ein Monster etwas auffressen wollen – parallel dazu bemerkte ich, dass Janine mit unserer Decke bewaffnet sich von hinten anschlich und mich umschlang, sodass ich nun auch Teil ihres Deckenkonstrukts war. Sie gab mir einen Kuss in den Nacken, was ich wieder angenehm fand. „Du stehst hier schon so lange am Fenster und schaust nach draußen. Du bist der erste Mensch, den ich kenne, der so etwas macht.“ – „Ich kann halt in solchen Momenten einfach besonders gut nachdenken, weißt du?“ – „Über was hast du nachgedacht?“ – „Ich habe vor allem viel an meine Familie gedacht… Ich habe darüber nachgedacht, wie das alles in der Zukunft wohl werden soll.“ – „Machst du dir irgendwelche Sorgen? Wegen uns?“ – „Nein, über uns habe ich nicht nachgedacht… also nicht mehr als die Gedanken, die mir oft im Kopf umher gehen.“ – „Wie meinst-“ Ich unterbrach sie ausnahmsweise und meinte: „Du gehst mir einfach nicht aus dem Kopf, weil du so toll bist.“ Janine war kurz sprachlos, was ich nicht so oft erlebte, aber sie drückte sich umso stärker gegen mich. Ich schaute weiterhin nach draußen. „Ich habe mich vor allem gefragt, wie der Kontakt mit meinem Vater zum Beispiel weiterlaufen wird. Er wollte mir bald seine Frau vorstellen, da bin ich sehr gespannt. Mir fiel eben zum Beispiel auf, dass seine Frau ja eigentlich meine Stiefmutter ist, auch wenn ich den Begriff bescheuert finde. Auch wenn sie total nett ist, wird sie niemals irgendeine Mutter für mich sein, dafür habe ich meine wirkliche Mama viel zu lieb und vermisse sie viel zu sehr.“- „Das wird er doch aber sicher niemals von dir verlangen, dass du sie als deine Stiefmutter betrachtet.“ – „Das würde er sich niemals trauen, aber das ist auch wirklich nicht meine Sorge.“ – „Was sonst?“ Sie drückte mich wieder stärker. „Ich weiß nicht, ob es mir so einfach fallen wird, ihn als meinen wirklichen Vater zu betrachten, nachdem wir ja mein ganzes Leben lang bisher nichts miteinander zu tun hatten.“ – „Aber auch das erwartet doch keiner von dir und er sicher auch nicht. Er ist doch bestimmt froh, dass ihr euch so gut versteht. Du brauchst dich doch nicht unter Druck zu setzen, das kommt doch bestimmt alles mit der Zeit von ganz allein. Ihr versteht euch doch gut, sagst du doch immer wieder, von daher läuft das doch super.“ – „Da hast du absolut Recht.“
Ich zog Janine an meine Seite, sodass wir unter den Decken nun nebeneinanderstanden und aus dem Fenster schauen konnten. Ich gab ihr einen kurzen Kuss und kuschelte mich mit meinem Kopf an ihren, während ich weiter nach draußen schaute. „Ich hoffe einfach auch, dass das Verhältnis zu Petra so gut bleibt.“ – „Na klar doch! Ihr versteht euch so richtig super!“ – „Meinst du?“ – „Ja! Als ich die letzten Male da war, habe ich sogar gedacht, dass ich auch gerne eine so coole Mutter oder eben Tante haben wollen würde.“ Ich musste unweigerlich lächeln und Janine sagte: „Friss das nicht alles in dich hinein, Bärchie. Ich kann mir so gut vorstellen, wie schwer das alles auf deiner Seele liegt.“ – „Nicht nur, dass du mich körperlich so sehr anziehst und wir Spaß miteinander haben können, ich bemerke einfach, wie geborgen ich mich bei dir fühle und dass du mich wirklich liebst.“ – „Aber na klar tue ich das! Ich habe mich voll in dich verliebt!“ Janine überfiel mich mit einer intensiveren Knutscherei und ich war ihr dankbar dafür, dass sie mich wieder auf andere Gedanken brachte. Ich bemerkte in diesem Moment auch einfach, dass sie sich wirklich intensiv in mich verliebt hatte, sie gab mir das mit all ihren Gesten, Aktionen und Worten zu spüren. Gerade der Kontrast mit Julia war so riesig, weil ich trotz des riesigen Interesses von Julia in meine Richtung eben dieses intensive Gefühl nicht spürte. Julia war wirklich in mich verknallt, absolut, das konnte ich ihr ansehen, aber gleichzeitig wirkten viele ihrer Gesten auf mich eher oberflächlich, weswegen ich mich eben auch nicht auf sie einlassen konnte, obwohl der rein körperliche Reiz natürlich vorhanden war. Mich machte das so glücklich, mit Janine dort unter der Decke zu stehen und zu kuscheln, dass ich sogar ein ganz kleines Tränchen im Auge hatte, welches ich leider nicht verbergen konnte. „Weinst du etwa?“ Sie schaute völlig entsetzt und ich meinte, um es ein wenig ins Lächerliche zu ziehen: „Nein, nein, ich doch nicht. Würde ich nie machen, dafür gäbe es doch gar keinen Grund, schließlich ist doch alles gut und-“ Sie unterbrach mich, indem sie einfach die kleine Träne von meiner Wange wischte und mich wieder küsste, dieses Mal nur deutlich vorsichtiger.
Als wir an diesem Abend so lang an dem Fenster standen, war mir eine Eigenschaft von Janine bewusst geworden, die ich neben vielen anderen Dingen enorm an ihr liebte: dass ich mit ihr über ernsthafte Dinge reden konnte und wir als Bonus dabei oft auf einer Wellenlänge waren. Selbst wenn wir das nicht waren, konnten wir absolut konstruktiv darüber sprechen und schätzten trotzdem auch die Unterschiede am jeweils anderen.
Obwohl es so stürmisch draußen war, mochte ich das Wetter total. Ich schlug Janine daher vor: „Wäre es ok für dich, wenn wir in der Nacht das Fenster offenlassen?“ – „Oh Gott, bist du sicher? Es ist doch echt kalt draußen. Wenn ich mir vorstelle, dass ich morgen in diesem kalten Raum zum Bad gehen muss…“ Ich kicherte, weil ich sie so niedlich fand. „… dann bekommst du warmen Begleitservice durch mich, indem ich dich wie jetzt einfach eingepackt begleite.“ – „Willst du also auch mit auf Toilette kommen?“ Sie spielte gekünstelt völliges Entsetzen, sodass ich meinte: „Na klar. Ich setze mich einfach auf dich drauf.“ Sie boxte mir daraufhin leicht gegen den Oberkörper und meinte: „Ieeeh, ich möchte schon gerne allein auf Toilette gehen.“ Wir lachten richtig herzhaft und Janine ergänzte: „Ok, aber lass uns das Fenster nur auf Kipp machen, ok?“ – „Gebongt.“ Ich löste mich kurz aus der Deckenumarmung von Janine, öffnete das Fenster eben nur einen kleinen Spalt, und ging mit ihr ins Bad, weil wir uns bettfertig machten. Ich war zuerst fertig und legte mich in dem schon recht kühlen Zimmer gespreizt auf das Bett und schaltete so richtig ab. Ich schlief nicht richtig ein, aber so hundertprozentig wach war ich auch definitiv nicht. Das war ein beeindruckendes Erlebnis, das ich so noch nicht richtig kannte. Auf jeden Fall war ich nun richtig müde, als Janine ins Zimmer trat und sich so halb auf mich rauflegte. Es war auf jeden Fall sofort wieder intim und Janine fing an, mich am Oberkörper zu streicheln. „Du bist echt doof“, sagte sie grinsend, sodass ich zurück grinste und meinte: „Jetzt mache ich gar nichts und hab schon wieder alles falsch gemacht.“ – „Ja, das ist es ja, jetzt habe ich dir dein Schlafanzugoberteil geklaut und nun trägst du stattdessen ein Shirt. Soll ich dir also auch noch dein Shirt klauen?“ – „Nein, nicht, dass ich bei der Rückfahrt gar kein Oberteil mehr habe, was ich anziehen kann. Sonst muss ich also doch wieder nackt draußen durch die Gegend laufen.“ Wir kicherten und ich machte Anstalten, aus meinem Shirt rauszukommen, während ich dabei sagte: „Zählt die Ausrede, dass mir durch das Kippfenster kalt war und ich daher das Shirt angelassen habe?“ – „Du weißt genau, dass du mich nicht anflunkern kannst, ich erkenne das fast immer bei dir und gerade erst recht.“ Sie kitzelte mich einfach schon wieder ab, ohne, dass ich mein Shirt ausziehen konnte, sodass ich leider so richtig wach wurde, obwohl ich eigentlich langsam entspannt schlafen wollte. Dieses Kitzeln machte mich so fuchsig, dass ich mich gewaltig an Janine rächte und sie an allen möglichen kitzligen Stellen ärgerte.
Nach einer Weile lag sie auf dem Rücken auf dem Bett. Ich beugte mich über sie, während sie grinsend und stark außer Atem sagte: „Ich glaube, ich kitzele dich nie wieder, wenn du vorher müde bist.“ – „Ich habe ziemlich viel Energie, wenn es darauf ankommt und wenn man mich ärgert.“ Ich schaute sie herausfordernd an und sie sagte: „Ich glaube, dann ärgere ich dich deutlich öfter, wenn du so viel Energie hast, ja?“ Ich bemerkte erst sehr spät, dass sie gleich wieder zweideutig dachte. Sie triggerte mich so sehr, dass ich sie einfach intensiv küsste. Sie versuchte während des Küssens kurz noch zu sagen: „Wow, bist du stürmisch!“ Ich knutschte einfach weiter mit ihr herum und sie wurde von einem Moment auf den anderen deutlich lockerer und leidenschaftlicher. So aktiv ich war, so schnell ließ ich es auch zu einem Ende kommen, weil ich mittlerweile wirklich ziemlich fertig und müde war. Sie sagte fast etwas vorwurfsvoll: „Wie jetzt, willst du nicht weiter knutschen?“ – „Doch, eigentlich will ich schon, aber ich bin einfach so müde, dass ich vermutlich sonst dabei einschlafen könnte.“ – „Bin ich dir etwa so langweilig?“ Diese Aussage war nun schon weit lockerer und vor allem nur dafür da, um mich zu ärgern. „Hey.“ Ich schaute ihr tief in die Augen und sagte: „Nein, du bist super toll, aber ich habe gerade bemerkt, dass ich kaum mehr klare Gedanken fassen kann, weil ich einfach echt müde vom Tag bin, und die Toberei hat mir glaube jetzt so richtig den Rest gegeben.“ Sie zog eine niedliche Schnute und wir legten uns so richtig schlafen. Janine zog die Schnute selbst noch, als wir gerade das Licht ausmachten und ich nuschelte unheimlich müde: „Wenn du die Schnute noch weiterziehst, träume ich in der Nacht noch schlecht und hab wahrscheinlich die ganze Zeit die Schnute vor Augen.“ Sie pikste mir in die Seite und flüstere: „Man, das war so richtig toll, dass du mich so sehr geknutscht hast. Das hat mich voll überrascht. Ich… will mehr.“ Ich bekam diese Aussage noch mit und konnte aber vor Müdigkeit kaum mehr antworten: „Von was? Von Schnuten?“ Sie lachte. „Oh weh, bist du müde. Menno, wenn du jetzt nicht so müde wärest… dann-“ Mehr bekam ich schon nicht mehr mit, ich schlief wirklich weg. Keine Ahnung, warum ich so fertig war, aber ich glaubte, die kühle Luft und der lange Tag knockten mich nun so richtig aus. Vielleicht wollte ich auch noch nicht wissen, was sich Janine bereits so vorstellte.